Offline

Wir nähern uns dem Ende unserer grossen Malaysia Reise. Die letzten Tage verbringen wir in einem Ferienresort auf der traumhaft schönen Insel Redang. Schnorcheln, Sandburgen bauen, schlemmen, Beachball spielen, lesen, schwimmen, spazieren und die Äffchen und Eichhörnchen (auch auf unserem Balkon) beobachten.

Nur das. Ausser mit einem sehr dürftigen Internetzugang im Lobbybereich sind wir offline, und das ist auch gut so. Deshalb gibt es von uns nicht mehr viel zu lesen. Dafür haben wir dann auch noch was zu erzählen. Gleich wenn wir zurück sind. Schon bald! Machts gut 😘

Wasserpark – Dschungel – Trauminsel

14.04. – Bukit Merah
Heute besuchten wir den Waterpark in Bukit Merah. Dieser wird vorwiegend durch Einheimische bevölkert und bietet neben Wellenbad und diversen (Splash-)Pools einge Wasserrutschen. Die Sicherheitsmassnahmen sind ziemlich übertrieben, so dass wir Timon nur mit viel Überredungskunst und ein paar Schummeleien überhaupt auf die harmlosen Rutschen bekamen. Mangels besseren Alternativen mussten wir schliesslich zum ersten mal in diesen Ferien in einem wirklich miesen Hotel übernachten. Für diese eine Nacht gings.

15.04. Royal Belum
Um so grösser war unsere Freude, als wir tags darauf unser Lager im Nationalpark Royal Belum bezogen. Nachdem wir gleich nach dem Frühstück erst noch mit dem Boot die Orang Utan Insel aufgesucht haben (sehr schön und informativ ist das gewesen. Hinter Gitter sind überigens die Besucher, die Affen können sich auf der Insel frei bewegen)…

…fuhren wir ca. 3 Stunden Richtung Osten ins Landesinnere. Dort, mitten in einem national Forest, hatten wir, nur zwecks Zwischenstopp, eine Übernachtung gebucht. Zum Glück hatten wir noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung. Es war einfach traumhaft. Alles.

16.04 – Perhentian
Nach weiteren 3 Stunden Fahrt erreichten wir Kuala Besut. Ursprünglich wollten wir an den Lake Kenyir im grössten und ältesten Nationalpark des Landes, dem Taman Negara. Allerdings ist man dort abgängig von Touren- und Unterkunftsanbietern da die meisten Sehenswürdigkeiten und Schlafmöglichkeiten nur auf dem Wasserweg erreichbar sind. Unsere Kontaktaufnahme einige Tage zuvor blieb unbeantwortet, weswegen wir uns spontan umentschieden und eines der letzten freien Zimmer auf der Insel Perhentian gebucht haben. Wir sollten diesen Entscheid nicht bereuen. Nach einer rasanten Fahrt übers Meer (Flug würde es noch besser beschreiben) erreichten wir nach etwa 40 Minuten unser Resort, welches wunderbar eingebettet in Palmen direkt Strand liegt.


17.04.
Mit viel Gemurre seitens der Kinder packten wir am nächsten Morgen unseren Tagesrucksack um durch den Dschungel auf die andere Seite der Insel zu spazieren. Die erste Herausforderung bestand darin, den Trampelpfad, welcher gemäss Aussage eines Einheimschen während etwa 40 Minuten über den dicht bewachsenen Hügel zum anderen Ufer führen sollte, zu finden. Schliesslich unterwegs wurde es uns dann irgendwann schon ein bisschen mulmig zumute, als der Weg immer schlechter begehbar wurde. Der Blick aufs Navi zeigte nach 30 Minuten etwa einen Drittel der Wegstrecke an (wobei auf der Online-Karte kein Weg eingezeichnet war).

Unsere Sandalen hatte ich im Schlamm und Sumpf längst abgeschrieben und Timon musste von David über längere Streckenabschnitte getragen werden. So mühten wir uns bei etwa 35 Grad im Schatten ab, bis endlich zwischen den Bäumen ein Fleck türkisblaues Meer durchschimmerte. Yeah! Geschafft! Belohnt wurden wir mit einem praktisch Menschenleeren, weissen Sandstrand, klarem Wasser und Idylle pur. Zurück nahmen wir dann einige Stunden später ein Wassertaxi. Die Kinder bekamen dann auch das grösste und wohlverdienteste Glacé aus der ganzen Gefrierbox. Wobei wir uns im Rückblick ja schon einig waren,  dass wir alle Zusammen ein cooles Abenteuer erlebt haben 😎👍

18.04.
Dito Tag vorher, abzüglich Dschungeltrekking dafür plus leichter Sonnenstich meinerseits.


19.04. Kuala Terengganu
Heute mussten wir diesen wunderbaren Fleck Erde leider wieder verlassen. Allerding nur um uns ein kleines bisschen Richtung Süden zu bewegen. In Kuala Terengganu übernachten wir um morgen zuerst unser Mietauto zurück geben und dann das nächste Boot nach Pulau Redang nehmen. Und ja, ich bin langsam ein bisschen schreibmüde 😊

Nach einigen Turbulenzen im Paradies angekommen – LANGKAWI

08.04.17
Hui, jetzt wo ich das schreibe ist es gerade mal 24 Stunden her, seit wir das Hard Rock Hotel und damit irgendwie so eine Art geschützten Raum verlassen haben. In dieser Zeit ereilte uns eine zerbrochene Windschutzscheibe, ein weiterer Magenkäfer sowie fehlende Papiere für den Fährentransport für unseren fahrbaren Untersatz. Nach dem Check-out in Penang genossen wir den Nachmittag noch am Pool, da wir die Nacht vor der Überfahrt nach Langkawi sowieso nur im Hafenhotel zu verbringen gedachten. Gegen 16:00 fuhren wir dann aber los und gerieten auf der Autobahn in den Sandsturm eines LKW’s. Dummerweise führte das zu einem etwa 12 cm langen Riss auf unserer Windschutzscheibe. Immerhin nicht im Blickfeld des Fahrers. Da wir schon spät dran waren und für den nächsten Tag auch noch die Fähre gebucht hatten, entschieden wir, vorerst nichts zu unternehmen. Die Scheibe war sowieso hinüber und so können wir auch noch eine Weile damit rum fahren, bevor wir versuchen werden, sie irgendwo ersetzen zu lassen. Die Nacht verbrachten wir in zwei Doppelzimmer, wobei das nicht ganz richtig ist. David bevorzugte in seinem, seit diesem Abend stark angeschlagenen, Zustand das Badezimmer.

08.04.17
Er fühlte sich am nächsten Morgen wie gerädert und noch immer geplagt von Bauchkrämpfen, dazu stellten wir dann auch noch fest, dass uns ein benötigtes Dokument für die Überfahrt fehlte. So ging ein Telefon- und SMS-Marathon mit der Autovermietung los. Da es Sonntag war, konnten wir die Hauptzentrale nicht erreichen und wurden erstmals von Filiale zu Filiale weitergereicht. Wie sich kurz nach Einzug der Rampe herausstellte, hat es um etwa 10 Minuten nicht gereicht, dass das fehlende Dokument an die Reederei gefaxt werden konnte. So mussten wir das Auto stehen lassen und durften trotzdem im Tiefkühlfach, auch Passagierraum genannt, Platz nehmen. Den Autoschlüssel überliessen wir vertrauensselig einer Angestellten der Fährgesellschaft, so dass unser Wagen am nächsten Tag nachgeliefert werden konnte. Wir hofften bloss, dass das alles klappen würde, und die Scheibe die Vibrationen der Fähre auf dem Weg nach Langkawi überstehen würde. Für heute hatte uns ein Angestellter vom Schiff ein Taxi organisiert (da der Autofährhafen irgendwo im Nirgendwo ist). So kamen wir dann etwa 20 Minuten später in unserem Hotel an. Ein richtiges Juwel und eher ein Museum als ein Hotel. Gebäude aus der Kolonialzeit wurden aus dem ganzen Land zusammengekauft, demontiert und wieder aufgestellt und dabei liebevoll restauriert und zu einem Hotel umfunktioniert.

„Unser“ Haus wurde um das Jahr 1900 auf Penang erbaut und diente später einer chinesischen Familie als Wohnsitz:

Der Gewinn dieses Resorts kommt vollumfänglich einem guten Zweck zugute und nachdem wir die Leute hier, und deren Engagement, kennen gelernt haben, glauben wir das sogar.

Nachdem David sich den Nachmittag über erholt und die Kinder den sehr schön und passend angelegten Pool auf Herz und Nieren geprüft hatten, machten wir uns auf zum berühmten und in Gehdistanz erreichbaren Cenai Beach. Zwar tatsächlich wunderschön, mit dem schneeweissen breiten Sandstrand und dem tiefblauen Wasser, aber irgendwie total überbevölkert. Sportler, Hippies, Backpackers, Gestrandete, Hippsters, Geschäftsleute (sowohl lokale wie auch Reisende mit offensichtlich viel Geld) und andere Sonnenhungrige treten sich auf die Füsse.

In einem kleinen lokalen Strandrestaurant assen wir etwas, bevor wir mit dem Taxi zurück ins Hotel fuhren.

10.04.17
Am nächsten Tag fuhren wir wiederum mit dem Taxi zum Hafen, wo wir dann tatsächlich unser ersehntes Auto in Empfang nehmen konnten. Der Riss war zwar um einiges gewachsen, aber immerhin in eine günstige Richtung, so dass wir vermutlich auch mit Riss bis zum Ende der Mietdauer das Auto so weiter fahren können. Direkt vom Hafen gings auf eine Krokodil Farm. Artgerechte Haltung sieht mit Sicherheit anders aus. Auch wenn sich die Auffangstation gross auf die Fahne schreibt, besonders tierfreundlich zu sein. Missgebildete Tiere werden in Einzelgehegen gehalten da sie sonst nicht überleben würden. Das mag ja schön und nett sein, jedoch wird der natürliche Verlauf der Natur nicht respektiert und diese Einzelhaltung…..na ja, lassen wirs. Zugegebenermassen war die Krokodilshow spannend und den Kindern hat es imsgesamt gefallen. Von einem Kauf der vielen Krokodillederprodukte ausserhalb der Farm haben wir abgesehen.

Danach fuhren wir zu einem Wasserfall und gönnten uns bei einem Bad die mehr als willkommene Erfrischung.

11.04.17
Faulenzen, am Cenai Beach entlang spazieren und Shopping standen heute auf dem Programm. Damit ist eigentlich alles gesagt.

12.04.17
Die bis dato wegen Wartungsarbeiten noch geschlossene Seilbahn, welche auf einen der Hügel (der Name ist mir gerade entfallen) hier auf Langkawi führt, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zumindest weil es auch die steilste Gondelbahn der Welt sein soll und noch eine der modernsten dazu. Das wir am Wiedereröffnungstag nicht die einzigen Gäste sein werden war uns wohl bewusst. So nahmen wir die Zeit zum anstehen in Kauf und amüsierten uns dann dafür über das malayische Pärchen, welches hier ihre Flitterwochen verbringt und er, ein Bär von einem Mann, vor Angst zitterte, Bäche von Schweiss vergoss und bei kleinen Erschütterungen wie von einer Tarantel gestochen aufjuckte. Oben zogen leider Wolken auf und nahmen uns in kurzer Zeit die fantastische Sicht. Wir verzichteten dann, auch wegen des Chaos und den vielen Leuten, auf weitere Aktivitäten und reihten uns bereits nach kurzer Zeit wieder ein für die Fahrt nach unten.

13.04.17
Nach einem kurzen Schwumm im überaus stilvollen Hotelpool (so schlicht und dennoch elegant, dass man ein solch gutes Stück bei uns wohl nur in einem wirklich guten Wellnesshotel finden würde) mussten wir leider bereits schon wieder auschecken und diesen friedvollen Ort verlassen.

Zwar mit vielen zusätzlichen Insektenstichen, dafür aber tiefenentspannt fuhren wir zum Hafen um, diesmal hoffentlich mit Auto, die Fähre zurück ans Festland zu besteigen. So geschah es dann auch und wir fuhren anschliessend noch das kurze Stück bis Alor Setar um dort zu übernachten.

Unterwegs auf malayischen Strassen und andere Besonderheiten in diesem Land

In einem guten Zustand sind sie, die Strassen von Malaysia, dass muss mal so gesagt weden (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ausser nach heftigen Regenfällen. Da kann es schon mal vorkommen, dass alles überschwemmt ist.

Über den Fahrstil hier lässt es sich streiten. Spannend sind die vielen runden Tafeln mit roter Umrandung und Zahl in der Mitte.

Die scheinen in erster Linie zur Zierde. Auch dann wenn in nächster Nähe ein Polizeiauto mitfährt. Und dass man auf zweispurigen Stassen auch die mittlere nutzen kann, ist ja wohl klar. Überhaupt sind mehrspuhrig geführte Strassen völlig überbewertet. Da kann man die überzähligen Spuren ja gleich zum Parkplatz umfunktionieren. Auch wenns deren 3 sind und es uns schleierhaft ist, wie diejenigen auf der mittleren Spur je wieder weg kommen (so gesehen auf Penang). Wir hingegen ziehen die bewachten, gebührenpflichtigen Parkflächen vor. Vor der Ausfahrt werden die Parktickets durch einen Angestellten in den Automatenschlitz gesteckt. Auch mit den Tickets der zahlreichen Seilbahnen verhält es sich so. Andere Länder, andere Sitten und Arbeitsplätze werden so auch noch geschaffen.

Essen ist für mich im ferneren Ausland so eine Sache. Wenig experimentierfreudig und vegetarisch. Nicht immer ganz einfach. Die malayischen Küche bietet zwar eine grosse Auswahl an Köstlichkeiten, auch ohne Fleisch und Fisch, aber die Anwendung der Rezeptur ändert sich von Garküche zu Garküche, von Familienrezept zu Familienrezept. So kann durchaus die Sosse aus pürierten Meeresfrüchten bestehen, was für den Malayen in keinem Widerspruch zu vegetarischer Kost steht. Aber im allgemeinen essen wir sehr gut, unglaublich günstig und westliche Alternativen werden notfalls auch immer angeboten. Gelernt haben wir, auf Sonderwünsche zu verzichten. Schon der Wunsch nach einer zusätzlichen Serviette überfordert in der Regel das Personal und führt zu ungeahnter Aufregung und Betriebsamkeit ohne Ergebnis. Und (auch gelernt) Toilettenpapier dabei zu haben (ersetzt notfalls auch die fehlende Serviette). Üblicherweise gibt es am stillen Örtchen nur einen ans Wasser angeschlossenen Schlauch. Interessant finden wir, dass viele Hotelgäste (vorwiegend jene asiatischer Herkunft), ganz nach dem Vorbild der Einheimischen ihre Abend Mahlzeiten in unzähligen dampfenden Tüten von den Night- und Foodmarkets holen um das Essen im Zimmer zu geniessen. In den westlichen Hotels findet man eine kunterbunte Ansammlung von Menschen verschiedenster Herkunft sowie Staats- und Religionszugehörigkeit. Die Malayen selbst tragen meist westliche Kleidung, die Frauen oft ein Kopftuch (sollte ich mir vielleicht auch überlegen. Schliesslich spielen dann ‚Bad-Hair-Days‘ keine grosse Rolle mehr und die hab ich hier, Stichwort ‚hohe Luftfeuchtigkeit‘, praktisch täglich 🙄). Beim Frühstück erscheinen die meisten Kinder im Piji. Auch die Grösseren. Unsere bis jetzt (noch) nicht. Beim Schwimmen bedecken viele ihre Haut mit mehr als nur Badehose oder Bikini. Aber das ist teilweise wohl auch der starken Sonneneinstrahlung geschuldet. Im allgemeinen sind die Menschen hier sehr freundlich und hilfsbereit. Unser Aufenthalt in diesem Land gestaltet sich kurzweilig und das Reisen ist einfach. Wir geniessen es! In diesen Sinne: Cheers und beste Grüsse nach Hause.

Cameron Highlands und Penang

03.04.17
Aus der Ferne eröffnete sich der Blick auf ein Gebäude, deren Bewohnbarkeit wir stark anzweifelten. Des öfteren schon, sind wir an leerstellenden Gebäuderuinen vorbei gekommen. Um so grösser war unsere, positiv ausgedrückt, Überraschung beim näher kommen, als wir bemerkten, dass wir soeben unsere Unterkunft, ein 4-Sterne Hotel zu Gesicht bekommen hatten. Wie so oft hier, täuscht manchmal der erste Eindruck. Die Fassade hinten schien russgeschwärzt, die Fenster blind und überhaupt sah alles baufällig aus. Bei der Lobby angekommne, war alles superpompös; ein riesiger Vorbau, edel in Marmor gehalten empfängt den zukünftigen Gast. Einmal durch die grosse Glasfront hindurch wird man an einer repränsentablen Rezeption aus hochwertigem Teakholz begrüsst. Gleich daneben findet sich eine grosse Lounge mit teuren Ledersofas, wertvollen Perserteppichen und einem gemütlichen mit Schiefersteinen besetzten Cheminée. Das passt schliesslich zu dem in den Bergen gelegenen Ort. Unser Zimmer selbst, welches dann in einem Nebengebäude lag, war einmal mehr riesig (2 Schlafzimmer, 2 Bäder, grosser Wohn- und Aufenthaltsbereich) aber sonst nicht besonders. Das alles ist ziemlich typisch. Auf den äusseren Schein wird sehr viel Wert gelegt, wenn man ein bisschen dahinter blickt, ist plötzlich nicht mehr so viel davon übrig. Aber wir waren ja nicht wegen des Hotelzimmers nach Cameron Highlands gefahren.

04.04.17
Am nächsten Morgen nämlich, wollten wir hinauf nach Mossy Forest. Der Weg dort rauf hat bei mir, obwohl normal weder ziemperlich noch besonder ängstlich, Zeitweilig fast zu einem Herzstillstand geführt. Die Strasse war teilweise kaum als solche zu bezeichnen. Mit vielen Rissen, Löchern und kapputen Rosten, war sie zudem so steil und schmal, dass ein Kreuzen von zwei Fahrzeugen fast niergendwo möglich war. Oben angekommen sah dann das etwa so aus.

Die Fahrzeuge der Anderen:

Unseres:

Nach dem Dschungelwalk, dessen Faszination von Flora und Fauna bis dahin in diesen Ferien unübertroffen war, gings den gleichen Weg wieder runter, wo wir dann merkten, dass Kreuzen an einigen Stellen gezwungenermassen doch möglich ist.

Mit Bremsen, welche kurz vor der Überhitzung standen, erreichten wir das Ende der Bergstrasse, wo wir dann noch eine Teeplantage besuchten.

Bei sehr angenehmen Temparaturen wanderten wir in diesen speziell angelegten Feldern herum.

Die Pflanzen sind gerade so hoch, dass man von Timon bestenfalls mal ein bisschen blonde Haare oben raus gucken sah.

Nach Tee und Kuchen, sowie der Besichtigung einer Teeproduktion verbrachten wir den Abend im Ort bei einer kleinen, anscheinend permanent aufgebauten Chilbi, deren Karusselle und so weiter extra für unsere Kinder in Betrieb genommen wurden.

05.04.17
In Penang gibt es ein Hard Rock Hotel. Und selbstverständlich mussten wir, nach einem längeren Fahrtag, dort einchecken. Etwas anderes, kam für David natürlich nicht in Frage. Gesagt getan. Die anschliessende Abkühlung in der riesigen Poollandschaft, war ein willkommener Abschluss dieses Tages.

06.04.17
Im Meer zu baden ist leider in der aktuellen Jahreszeit wegen dem gehäuften vorhanden sein von Jellyfishs, nicht empfehlenswert. So begnügten wir uns auch heute mit der Nutzung der vom Hotel zur Verfügung gestellten Infrastruktur.

Am Abend besuchten wir den Nightmarket. Bereits schon seit einigen Tagen, waren wir nicht mehr gleich konsequent im Umgang mit der Regel „cook it, peel it or leave it“. So genossen wir auch an diesem Abend frisches Obst und Fruchtsäfte von den zahlreichen Foodständen. Diesmal allerdings sollte es Timon zum Verhängnis werden (und damit wohl auch uns). In der Nacht musste er sich heftigst Übergeben und hatte mit Bauchkrämpfen zu kämpfen.

07.04.17
Glücklicherweise war am nächsten Morgen alles vorüber und Timon wieder der Alte. So schauten wir uns bei schwülem und regnerischem Wetter George Town an und bewunderten die alten Colonialhäuser wie auch das Fort und zum Schluss sah David sich noch alleine (die Kids haben bei der Hitze schlapp gemacht) die Pfahlbauten an.

Danach gings mit der Standseilbahn auf den Penang Hill, wo wir nach dem Mittagessen den durch das Wetter etwas getrübten Blick über die Insel genossen.

Zurück im Hotel machten wir Gebrauch von den hier unzählig zur freien Verfügung angebotenen Blockbuster Filmen und ruhten so vor dem erneuten Gang zum Nightmarket noch ein bisschen aus. Und selbstverständlich befolgten wir heute den viel gelobten Essensgrundsatz wieder und gönnten uns statt Obst ein Glacé aus der Kühltruhe 😊

Melaka – Port Dickson – Kuala Lumpur – Genting Highlands

30.03.17

Bei der Ankunft in Melaka Downtown mussten wir uns erst mal Regenschirme besorgen. In der mitgebrachten Regenjacke war es nicht auszuhalten. Also feilschten wir an einem überdachten Strassenstand eine Weile um einen guten Preis um dann, beim Verlassen des Standes, festzustellen, dass es gar nicht mehr regnet. Sollten wir die Schirme nun vergeblich gekauft haben, so war es uns das trotzdem Wert.  Allerdings werden wir immer mal wieder von heftigen Schauern heimgesucht, was hier ganz normal und in der tropischen Hitze auch ganz Willkommen ist.
Melaka, die älteste Stadt Malaysias, hat den Charakter einer chinesischen Provinzstadt. Rund um den Melaka Fluss reihen sich die Händler und Guesthouses, aber auch Hindu-Tempel, Moschen und Kirchen aneinander. Die geschichtsträchtige Stadt, deren Einfluss einst so gross war, dass sich die meisten Sultanate im ganzen Land von diesem Ort ableiten, hat sich zwischenzeitlich dem Tourismus verschrieben. Das ist nicht nur, aber auch durch die Anwesenheit von bekannten, grossen Namen (Modehäusern, div. Fastfoodrestaurants, Hotelketten usw.) gut sichtbar. Wir verbrachten einige Stunden im Ort, schauten uns neben Chinatown auch die Ruinen der St. Pauls-Kirche, das Stadthuys und den ehemaligen Gouverneurssitz an und verweilten noch eine Weile auf einem grossen Kinderspielplatz.

Anschliessend ging die Fahrt weiter nach Port Dickson, wo wir unser nächstes Hotelzimmer gebucht hatten. Dort staunten wir nicht schlecht, als wir die Zimmertür öffneten und glaubten, uns in einem Hamam zu befinden. Um zum Wohn- und Schlafbereich zu gelangen, musste man erst mal ein riesiges Badezimmer (2 Räume) mit sowohl einer grossen Eckbadewanne und separatem Duschbereich, durchqueren. Ein bisschen speziell, aber ansonsten einigermassen stilvoll eingerichtet.

31.03.17

Nebst Wäsche waschen und Bargeld besorgen (hört sich einfacher an als es ist), stand heute vor allem Faulenzen,
Schwimmen, eine Turtleaufzuchtstation besuchen und Segway ausprobieren auf dem Plan.
Zu meiner Erleichterung erwartete uns hier ein lockerer Umgang bezüglich Schwimmbekleidung. Es hatte viele Chinesen und auch einige westliche Touristen in „normalen“ (ja, was ist schon normal?) Badehosen und Bikinis.

Unsere blondschopfigen Kinder sind eine riesen Attraktion für die Asiaten. Es wird fast permanent und ungeniert fotografiert und gefilmt. Nuria hat das posieren schon recht gut drauf, Timon ergreift meistens die Flucht, sobald die Kameras gezückt werden .

01.04.17
Kuala Lumpur stand eigentlich nicht zur Dabatte. Es lag aber gerade so schön auf dem Weg. Und da es hier gute Notbook Doktoren gibt, war der Zwischenstopp eine gebuchte Sache. Während sich also ein solcher Spezialist um die gecrashte Harddisk kümmerte, fuhren wir mit der Monorail zu den Petronas Towers um wenigstens ein halbwegs berechtigtes Häckchen hinter „Kuala Lumpur gesehen“ zu machen.

Anschliessend gings zurück zum Computer Center. Dort hatte man inzwischen für ein paar Ringits eine neue Harddisc eingebaut und ein nigelnagelneues Windows drauf installiert. Die kaputte Harddisc bleibt zur weiteren Analyse beim Profi. Nach einem Zwischenstopp im gigantischsten Einkaufscenter, welches wir je betreten hatten und deren Innenraum einer stark genutzten Achterbahn Raum bot, gings weiter nach Genting Highlands. Dieser Ort war uns gleich von mehreren Malayen empfohlen worden. Aber….

02.04.17
eine total verkappte und misslungene Mischung aus Las Vegas, Europa Park und St. Moritz sollte uns dort erwarten. Beginnen wir doch von vorne. Die Übernachtungen hatten wir im Awasantower gebucht. Und zwar gleich doppelt, da wir dachten die Zimmer wären jeweils nur für zwei Personen. Falsch gedacht. Die Zimmer waren riesig und hätten locker für uns alle gereicht. Stornieren konnten wir so kurzfristig nicht mehr, also breiteten wir uns in den beiden benachbarten Zimmern (Räuberhöhle und Prinzessinenpalast, ihr dürft 3x raten wer wo schlief) im 23sten Stockwerk so richtig aus.

Am nächsten Tag gings mit der Skyway auf den Berg. Es war alles etwas Wolkenverhangen und die Sicht war schlecht. Trotzdem waren wir einigermassen schockiert, als der Berggipfel in Sicht kam. Mehrere Wolkenkratzer in desolatem Zustand „zieren“ das Hochplateau. Zwei der Gebäude sind dazu in den schillerndsten Regenbogenfarben bemalt. Dazu ist von oben aus der Gondel eine Grossbaustelle in Sicht.

Einmal ausgestiegen bot sich ein ganz anderes Bild. Eine Luxusboutique reihte sich an die andere. Dazu prangten in einwandfreien goldenen Lettern die Wegweiser zu den verschiedenen Hotels. Alles war in einem grossen Gebäudekomplex miteinander verbunden. Einen Ausgang fanden wir erst nach etwa 30 Minuten umherirren und von dort kam man nicht etwa ins Grüne sondern nur auf einen völlig zubetonierten Parkplatz. Eigentlich wollten wir schon ziemlich enttäuscht und entnervt aufgeben, als wir noch ein Hinweisschild zum Indoor-Themenpark fanden. Konnte ja nicht schaden sich das mal anzuschauen. Immerhin haben wir uns, als wir nach einer weiteren halben Stunde Suche endlich fündig wurden, bei dessen Anblick köstlich amüsiert. Tatsächlich hatte hier jemand die Idee, eine Art Indoor Vegas mit Bahnen, Snowpark, unzähligen Kitsch- und Ramschläden und mindstens eben so vielen Verpflegungsmöglichkeiten aufzustellen. Sogar ein Kinderkasino gibt es hier. Wenn auch die Trekkingschuhe vergeblich montiert worden waren, so bekamen wir immerhin das geboten 😂

Bei der Fahrt nach unten verliessen wir die Seilbahn bei der Zwischenstation um eine buddhistische Tempelanlage, deren Zugang von der Seilbahnstation aus mit einem Rolltreppenhaus erschlossen ist, zu besuchen (insgesammt mit 10 langen Rolltreppen, die Trekkingschuhe hatten einmal mehr das Nachsehen).

Obwohl es hier oben mit etwa 23 Grad Celsius empfindlich kalt ist, liessen wir den Tag am Pool ausklingen.

Singapur Teil 2 und unsere abenteuerliche Reise nach Malaysia

27.03.17
Nach einem für hiesige Verhältnisse langweiligen Frühstück bei McDonald’s stand heute Sentosa auf dem Tagesprogramm. Zur grossen Freude der Kinder gings mit der Seilbahngondel (made in Switzerland) aus dem obersten Geschoss von einem der Wolkenkratzer direkt rüber auf die von Touristen bevölkerte Insel. Mit einer zweiten Seilbahn dann weiter zu den verlassenen Stränden von Palawan wo wir uns eine Weile mit den Kids vergnügten.

Zurück in Sentosa bestaunten wir einmal mehr das Wahrzeichen von Singapur, den Merlion…

…und schlenderten noch kurz duch die gigantiasche, teils openair, Shoppingmall, bevors wiederum mit der Seilbahn weiter zum Mount Faber ging. Den hätten wir uns jedoch auch sparen können, da dort vor allem grosse Menschenmengen und wenig anderes geboten wurde.

Das Highlight vom Tag sollte uns aber am Abend erwarten. Davids Singapurer Arbeitskollege führte uns in ein Restaurant, dessen Spezialität die landestypischen Dumplings sind. So eine Art in Weidekörben gedämpfte und in allen erdenklichen Variationen gefüllte Teigtaschen. Mit Fleisch, Gemüse, süssem Bohnenmousse oder sogar Suppe sind diese Delikatessen gefüllt…etwas gewöhnungsbedürftig aber in einigen Ausführungen durchaus ein kulinarisch lohnendes Erlebnis.

Und ach ja, die angekündigte grosse Fotogallerie wird es diesmal von uns leider nicht geben. Als Folge eines unglücklichen Sturzes vom Notebook auf den Fussboden hat die Harddisc leider einen Totalschaden erlitten. Somit sind wir weder in der Lage die Fotos von der Kamera zu sichern (da älteres Semester und nur USB und grosse SD Karte), noch Bilder in grösserer Anzahl oder guter Qualität aufs Netz rauf zu laden. Die Bilder in diesem Blog stammen deshalb ausschliesslich von der Handy- und iPadcam

28.03.17
Mit Sack und Pack ging es am nächsten Tag zur Busstation. Dort bestiegen wir den Superexpress Coach, welcher uns nach Malaysia bringen sollte. Ufff, spätestens beim Zoll von Singapur kamen erstmals wieder so richtige Backpacker Gefühle auf. Nicht die Guten, die man in Erinnerung behält. Sondern die, die einem mit der Situation wieder siedend heiss einfallen. Menschenmassen in giganitisch langen Schlangen, mehr oder weniger geduldig am anstehen. Glücklicherweise bot der Fussboden ein günstiges Muster auf, so dass Timon schnell mit den mitgebrachten Spielzeugbussen und -Autos einen ganzen Autbahnpark erdacht hatte. Endlich durch den Zoll war natürlich unser echter Bus längst weitergefahren und wir durften auf den nächsten warten. Das dauerte wieder und als er endlich kam drängten sich ungleich viel mehr Leute Richtung Eingang. Irgendwie passten dann doch alle rein und es ging weiter über die Meeresenge durchs Niemandsland an die Malaysische Grenze. Dort das Ganze nochmals von vorne bevor wir dann endlich nach Johor Bahru kamen. Nach der extremen Sauberkeit sowie dem Hauch von Luxus und dem Flair für Eleganz in Singapur wähnten wir uns hier nun in einer richtig asiatischen Stadt, wie wir es von früher kennen. Ein Gewimmel von Menschen, huppende und teils verloterten motorisierte Strassenfahrzeuge, überall Stromkabel, schmutzige Hausfassaden, spannende Gerüche (wohlwollend formuliert) und viel Menschengeschnatter. Dazu die drückend schwüle Hitze, ein stark bewölkter Himmel und durchgeschwitzte Kleidung. So kämpften wir uns zu Fuss zu unserer Autovermietung, welche eigentlich nur gerade so um die Ecke vom Zollgebäude liegt. Da es keinen direkten Weg gab, brauchten wir dafür trotzdem fast eine Stunde und konnten dann dort mit gut 3 Stunden Verspätung glücklich unseren grossen Toyota Irgendwas Nochniegehört entgegen nehmen. Kinder rein, Gepäck rein und los gehts Richtung Westküste (bereits abweichend von unseren ursprünglichen Plänen). Unterwegs stellten wir erfreut fest, dass sich das Preisniveau stark verändert hat. Für umgerechnet 5 Franken ass die ganze Familie auf der Autobahnraststätte zu Mittag (wenn man das um 16:00 noch so nennen kann). Weiter gings Richtung Melaka, wo wir bei strömendem Regen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in einem Ferienresort eincheckten. Diesmal mit herrlichen Platzverhältnissen. Mit 2 Schlafzimmern (jeweils mit eigenem Bad) und einem grossen Wohnbereich bietet das hier den Kids ein Paradies um Verstecken zu spielen.

29.03.17
Der heutige Tag gehörte ganz den Kindern und im Gegensatz zu sonst so Oft spielten wir mal nur die Statisten. In der riesigen zum Hotelkomplex gehörenden Splashpoolanlage vergnügte sich die Jungmanschaft während etwa 5 Stunden am Stück und unterbrach das Herumtollen auf den Rutschen und mit den vielen Wasserpielen höchsten um mal kurz während 10 Minuten ein paar Pommes und Chicken Nuggets in sich rein zu stopfen.

Etwas befremdlich war für uns, dass es zwar viele Sitzgelegenheiten, aber keine Liegestühle gab. Ausserdem trugen die Frauen alle Ganzkörperbadeanzüge inkl. Kopftuch, was mich mit Shorts und T-Shirt halb nackt erscheinen liess und mich im weiteren dazu veranlasste auf das Badevergnügen zu verzichten, da ich (bis jetzt) nichts anderes als ein Bikini dabei habe. Dabei soll die Westküste des Landes die liberalere von Beiden sein. Ich hoffe mal, dass sich dies in den grösseren Orten und auf den touristischen Inseln bewahrheitet, da ich grundsätzlich darauf bedacht bin, mich in fremden Ländern an deren Kultur anzupassen, aber nun mal wirklich keine Lust habe mich für das Sonnen- und Wasserbad komplett einzukleiden 😝

Singapur Teil 1

25.03.17

Warum auf einem Flug, welcher gegen 23:00 startet, kaum in der Luft, ein vollständiges, warmes und üppiges Abendessen serviert wird, liegt jenseits unserer Logik. Aber man muss ja nicht immer alles verstehen. Ansonsten genossen wir den guten Service und modernen Standard. Die Kinder haben die ersten paar Stunden geschlafen und wurden anschliessend durch das kindergerechte, elektronische Unterhaltungsprogramm bestens beschäftigt. So landeten wir einigermassen entspannt gegen 18:00 lokale Zeit in Singapur. 2 Stunden später hatten wir unser winziges Hotelzimmer bezogen und waren, mangels Möglichkeiten etwas zu verstauen auch schnell wieder draussen um etwas zu Essen zu suchen. In einer Art asiatischem Foodcourt (welcher mich total überforderte) gabs dann auch einiges an Undefinierbarem mit viel Reis. Die innere Uhr verhinderte dann zumindest bei den Kids trotz später Stunde ein schnelles einschlafen.

26.03.17
Dafür schlummerte es dann am nächsten Morgen ruhig und friedlich bis um 10:00. Spätestens beim Riesenrad, stellten wir fest, dass das Preisniveau für Touristen, mindestens eben so hoch wie in Zürich ist. Für 108 $ gabs immerhin eine klimatisierte Gondel, Gesellschaft aus der Heimat und während 10 Minuten eine tolle Aussicht über die Bucht und die Skyline. Imposant war auch der Ausblick vom Marina Bay Sandspark und der spätere Spaziergang im Gardens by the Bay mit seinen gigantischen Baum- und lebensgrossen Dinosauriersklulpturen. Wenn aber nun jemand die Kinder fragt, was ihnen heute am besten gefallen hat, dann antworten sie, dass das Plantschen am Abend im Hotelpool am allerschönsten war. Oder das Glacé nach dem Znacht 😉

Alles in allem haben wir uns trotz Hitze und Zeitverschiebung schon recht gut anklimatisiert. Morgen gehts mit der Seilbahn nach Sendosa und am Dienstag weiter über die Grenze nach Malaysia. So der Plan.

Fotos folgen….

Routenidee

Geplant und Durchorganisiert?!? Wie in den USA Ferien? Nein, diesmal nehmen wir es vorweg und lassen uns auf der Route inspirieren. Dank WLAN und Smartphone können wir in Singapur immer noch einen Organisationsmarathon hinlegen, sollten wir kalte Füsse vor unserer eigenen Spontanität bekommen. Fest steht: wir fliegen nach Singapur fünf Wochen später zurück von Kuala Terengganu. Ausserdem verbringen wir die letzten paar Tage Cocktail schlürfend am Strand von Pulau Redang. Und eine ungefähre Vorstellung haben wir:

Und sollte noch jemand Inputs für uns haben…sie werden dankbar von uns aufgenommen….

Nachdenklich

So. Wer jetzt den grossen 2016 Sasi-Jahresrückblick erwartet, der irrt sich. Es ist nämlich so, dass sich meine 30er so gaaanz langsam dem Ende zu neigen. Also auch ein passender Zeitpunkt um mal kurz inne zu halten und sich ein paar Gedanken zu machen. Vieles ist in diesen 30ern in meinem Leben passiert; die 400 Tage als Weltenbummler, Hochzeit haben wir gefeiert, ein Haus gebaut und zwei wunderbare Kinder bekommen. Das sind die Highlights. Dazu kamen neue Freundschaften, 4 Arbeitgeber (die Kinder nicht mitgezählt), spannende Ferienreisen, eine noch andauernde Weiterbildung und jede Menge Hochs, aber auch einige Tiefs.

Zurück blickend (nicht nur auf die letzten zehn Jahre und vor allem auch mit dem Blick rund herum), kann ich sagen, dass das Leben manchmal ein echtes Arschloch sein kann. Trotzdem, ich bin zufrieden. Und die Vorteile mit 39 liegen eindeutig auf der Hand. Man ist immer noch jung. Nämlich! Ausserdem weiss man was man will (und was nicht). Und habe ich schon erwähnt, dass man immer noch jung ist? Wer die Freunde sind, weiss man auch. Mit dem eigenen Körper wird man tendenziell auch versöhnlicher, obwohl man mit 39 ja immer noch ziemlich jung ist (nur falls ich vergessen habe, das zu erwähnen). Es ist auch viel schöner, auf Reisen in anständigen Hotelzimmern zu übernachten, als in billigen Absteigen. Und welche Trends man getrost auslassen kann, ist einem schon vor deren Erscheinen klar. Ausserdem ist es doch höchst erfreulich, dass nach jahrzehntelanger Beitragszahlungen an die Krankenkassen auch endlich mal wieder etwas zurück kommt. Bei der Arbeit erwartet niemand mehr, dass ich etwas sofort kapiere, geschweige denn, nach einer Woche immer noch weiss. Wenn ich die neue und alte Rechtschreibung vermische, sagt auch niemand etwas (für alle jüngeren Leser, es gab mal eine alte Rechtschreibung). Und….äh, wie war das noch, was wollte ich jetzt schon wieder schreiben….? 😜

Was die nächsten 10 Jahre wohl so mit sich bringen werden? Ich denke der Fokus wird sich ändern. Nach der Planung und Realisierung kommt jetzt wohl eine Phase der Erhaltung und Optimierung (hoffe ich. Irgendwie…). Ich bin gespannt und freue mich auf die Zeit, die vor mir liegt. Ich danke allen, die mich während der letzten bald 40 Jahre über lange oder kürzere Zeitspannen begleitet haben und mich noch begleiten werden. Ganz besonders danke ich meinen Kindern, welche dem Wort Mutterliebe eine so unendlich tiefe und überhaupt erst fassbare Bedeutung verliehen haben. Und von ganzem Herzen danke ich meinem Mann, David Schiess, welcher nun schon fast mein halbes Leben lang an meiner Seite ist und meine Launen, Ideen und Zipperlein mit stoischer Ruhe erträgt. Mich immer wieder aufrichtet, manchmal bremst und mit aller Kraft unterstützt.
Vielen Dank euch allen und ein gutes 2017! 🎉

Hillary

Woran hat es gelegen? Was ist dieses schlimme Verbrechen, dass Hillary Clinton begonnen hat, dass ihr amerikanischen Wähler einen Menschen wie Donald Trump dieser Frau vorzieht? Was hat sie für euch unwählbar gemacht? Ich kann ja verstehen, wenn sie nicht jedermanns Liebling ist. Aber dafür DIESE Alternative? Wie verzweifelt und unzufrieden muss die Mehrheit von euch Wählern doch sein! Wobei das ja nicht die ganze Wahrheit ist. Erst das Wahlsystem hat den eindeutigen Sieg möglich gemacht. Aber schon die Tatsache, das es absolut gesehen ein Kopf an Kopf Rennen war, lässt mich ratlos zurück. War es der Umstand, dass die Frau taktisch vor ging? Ihr Leben lang. Dass sie immer schon ihre Ziele erreichen wollte? Wer hat ein Solches nicht schon einmal hartnäckig verfolgt. Ist dafür vielleicht auch andere Wege gegangen, unkonventionelle? Wisst ihr denn, was ihre Ziele waren? Werft ihr der Frau vor, dass sie ihren Stil einige Male in ihrem 68 jährigen Leben änderte? Ich spreche von Äusserlichkeiten, der Kleidung, der Frisur usw. Oder war es das, dass sie mit 17 Jahren eine andere politische Meinung hatte als heute? Oder ist es doch die E-Mail Affäre? Oder der Umstand, dass sie ihren Mann, dessen Wahl zum Präsidenten im übrigen massgeblich auf Hillary’s Engagement zurück zu führen war, damals nicht verlassen hat? Vielleicht tat sie das, weil sie möglicherweise ein höheres Ziel vor Augen hatte. Aber egal, das geht mich ja sowieso nichts an. So wie niemanden. Ich habe gegoogelt, habe dabei verschiedene Berichte aus vertrauenswürdigen Quellen gelesen und doch nicht herausgefunden, weswegen sie so dermassen unbeliebt ist. So sehr, dass die Hälfte der amerikanischen Urnengänger lieber Trump wählt. Vielleicht hat jemand eine plausible Antwort für mich.

Wie dem auch sei, die Amerikaner und die Welt müssen mit den Tatsachen leben. Gespannt (leicht angespannt trifft es wohl eher) blicke ich auf die Amtszeit dieses Mannes, welcher demnächst das Zepter schwingen wird. Immerhin, das kann er ja hervorragend. Möge es ihm gelingen, die richtigen Leute um sich zu versammeln (so wie damals bei der Erbauung des Trump Towers), welche in der Lage sind die notwendige Schadensbegrenzung zu betreiben.

Vorbemerkung zum Amerikablog

Die Beiträge in dieser Blogkategorie sind, entgegen eines Blogtypischen Aufbaus, chronologisch aufsteigend nach Datum des Erlebens geordnet. Will heissen, der älteste Beitrag kommt zuerst, ähnlich einem Tagebuch. Dies dient, jetzt im Rückblick, der erleichterten Lesbarkeit, führt aber leider auch zu einem falschen Publikationsdatum (ich habe auf die schnelle keine bessere Lösung gefunden). Im Malaysia Blog sind die Beiträge (noch) nach Aktualität geordnet, d.h. der neueste Artikel (aktuellstes Erlebnis) steht zuoberst, mit korrektem Publikationsdatum…

Oh du schöne Clubferien!

Spätestens bei der ersten Mahlzeit frage ich mich, wie ich immer wieder darauf rein fallen kann. Das Angebot hörte sich einfach zu schön an. Zwei-Zimmer Appartement mit Meeresblick direkt am Strand, Kinderbetreuung praktisch den ganzen Tag, riesiger Kidssplashpool und Minidisco (jaja, sind die Kinder glücklich sinds s’Mami und dä Papi au blablabla usw…). Ausserdem 5.5 Punkte bei Holidaycheck und 94% Weiterempfehlung. Da KANN man ja wohl nichts falsch machen! Oder? Ankunft, Check-in mit Plastikbändeli fassen und Zimmer beziehen, wobei direkt am Strand nicht ganz wörtlich zu nehmen ist. Immerhin die Aussicht stimmt. Vor dem Abendessen noch ein kurzer Abstecher zum Kidspool. Fantastisch! Sogar freie Liegestühle hats. Abends um 17:30. Den Kindern gefällts, es wird geplanscht, getobt und gequitscht. Uff, die latente Anspannung bezüglich Erfüllung unserer Erwartungen lösen sich etwas. Dann kommts. Das erste Abendessen. Ziemlich voll, denken wir. Der Umgangston unter den Feriengästen nicht immer ganz so umgänglich wenns um den nächsten freien Tisch geht. Und dabei ist ja noch nicht mal alles ausgebucht. Schliesslich haben die Schulferien in vielen Regionen im grossen Kanton nördlich von uns noch nicht angefangen. Wir nehmens gelassen. Nächster Tag. Kids ab in den Miniclub. Der eigentliche Grund sich Clubferien anzutun. Passt! Den Kindern gefällts einmal mehr. Wir zu den Pools. Freie Liegestühle? Fehlanzeige. Leute hats auch nicht. Aber jede Menge Handtücher. In der Schämiecke noch zwei einzelne freie Liegestühle. Jeeehhhh, usere! Eine Stunde in der prallen Sonne bei 30° Celsius. Ein abseits stehender, verwaister Sonnenschirm findet im Angesicht schweisstreibender Schwerstarbeit den Weg zu uns. Nach 10 Minuten kommt ein Bademeister und weist darauf hin, dass auf diesem vertrockneten braunen ehemalgiem Rasenstück keine Sonnenschirme erlaubt sind. Charmant entschuldigt sich mein Mann auf spanisch und erklärt dem pflichtbewussten Mann, dass wir das nicht gewusst haben und er den Schirm gerne mitnehmen darf. Der Gute ist positiv angetan, meint ihm persönlich seis ja völlig egal und mit Blick auf den schweren Sockel, es sei schon okey. Während der kommenden Stunde beehrt er uns immer wieder mit kurzen Besuchen um ein paar Worte mit meiner besseren Hälfte zu wechseln. Dann nach etwa 2 Stunden das unvermeidliche. Ein rotbäuchiger Deutscher kommt….und an dieser Stelle möchte ich mit allem Nachdruck festhalten, dass ich überhaupt nichts gegen Deutsche habe, im Gegenteil, einige der tollsten Meschen die ich kenne stammen aus diesem Land! ….und behauptet der Sonnenschirm GEHÖRE ihm. Wir sind sprachlos und reagieren nicht. 10 Minuten später kommt seine Partnerin und findet, wenigstens fragen hätten wir ja können. Ja, finden wir auch, wenn der Schirm geöffnet, sonst wie benutzt oder wenigstens beschriftet ausgesehen hätte. Unter dem mitleidigen Blick des Bademeisters wird der Schirm ohne ein weiteres Wort weg gehievt….wohlverstanden nicht wirklich an seinen Ursprungsplatz zurück….Wir haben auch Mitleid. Mit diesem Pärchen, welches offensichtlich ganz ohne Kinder freiwillig hier ist. Und irgendwie auch aus ganz vielen anderen Gründen.

Also gut, ich hasse mich gerade selbst dafür, dass ich, als überpriveligierte Person mit Wahlmöglichkeiten, mich über so etwas auslasse. Aber neben den schönen und idyllischen Bildern, die schon haufenweise entstanden sind, war es mir gerade ein spontanes Bedürfnis diesen Text in mein Smartphone zu tippen. Glückliche Kinder alleine reichen mir wohl nicht. Gerade fühle ich mich ein bisschen wie bei meinem ersten Kater, wo ich mir geschworen habe: NIE WIEDER (….und was ist passiert 😉).

Bevor es jetzt mitleidige oder berechtigt sarkastische Kommentare hagelt….warum ich das poste? Ich habs mühselig unter Kindergeschrei und -gespritze auf dem um 7:00 Morgens reservierten Liegestuhl getippt. Wozu? Um die unproduktive Zeit, welche die Kinder im Kidsclub verbringen auszufüllen. Macht sich hier etwa Langeweile breit?!? Jaaaaa, und so soll es doch im Urlaub sein. Oder

Der Countdown läuft….

Die letzten Vorbereitungen sind in vollem Gange…

Die Packliste ist geschrieben und der Vorsatz sich daran zu halten gefasst, erste Kleiderstapel sind auf dem Gästebett sortiert (dabei wurden die Mengenangaben auf der Packliste schon mal grosszügig relativiert) und der Kühlschrank wird auch immer leerer.

Am Donnerstag geht’s los….!!!!

Wir sind gespannt und etwas aufgeregt 😉

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Die Sache mit der Bildrotation

Nein, das ist kein Reisebeitrag, aber ein Beitrag zu den Beiträgen, oder so ähnlich…auf jeden Fall etwas für Technik Interessierte….

Wie auch immer, nachdem ich mir die halbe Nacht wegen einem technischen Problem um die Ohren geschlagen habe, verspüre ich nun das Bedürfnis darüber zu berichten. Und schliesslich ist das ja ein Blogg. Lesen kanns ja wer will.

Also, dann mal von vorne. Seit ich unsere Homepage, diesmal einfachheitshalber mit dem CMS von WordPress, wieder in Betrieb genommen habe, stellte sich beim testen heraus, dass einige der eingefügten Bilder je nach Gerät (PC, Smartphone, iPad, ….) verdreht dargestellt werden. Sprich unsere Kinder rannten plötzlich senkrecht die Fussböden hoch oder fuhren mit dem Velo die ebenso senkrechte Strasse herunter. Wer unsere Kids kennt, weiss wie unglaubwürdig das ist. Das Problem war, dass verschiedene Geräte nach dem Upload die Fotos mit unterschiedlicher Ausrichtung anzeigten. Auf dem iPad korrekt, auf dem PC falsch oder umgekehrt. Das heisst, je nachdem, wurden die Orientierungs-Informationen aus den EXIF Tags der Bilder übernommen oder eben nicht. Und je nach Kamera App oder Art des Uploads (aus der Dropbox, aus der Handygalerie, …) war die Sachlage nochmals unterschiedlich. Nur schon das herauszufinden und zu verifizieren hat mich über eine Stunde gekostet. Am Ende war klar, dass das CMS auf unserer Website dieses Problem lösen muss. Nachdem Dutzende von Plugins erfolglos installiert und durchgetestet waren, blieb nur noch die Notlösung, nämlich ein Plugin zu finden, welches sämtliche EXIF Informationen aus den Fotos entfernt und die Rotation der Fotos dann manuell direkt auf dem rudimentären Medieneditor von WordPress vorzunehmen. Das ist zwar aufwändig, aber die einzige Möglichkeit, wenn man die Bilder direkt von unterschiedlichen Geräten hochladen möchte (ein PC oder Notebook mit umfassenden lokalen Bildbearbeitungssoftware steht während dem Reisen ja nicht immer zur Verfügung). Also geht’s nochmals auf die Suche nach einem Pluggin. So scrolle ich also Nachts um halb Zwei gemütlich durch die Suchergebnisse „EXIF remove“ und stolpere nach gerade mal so gefühlten zwei Sekunden über dieses hier: Image Rotation Fixer. Halleluja! Mein Puls beschleunigt sich. Ich bin wieder hellwach. Nein, so ganz traue ich dieser Sache nun wirklich noch nicht und glaube es erst wenn ich es gesehen habe. Nach weiteren zwei Sekunden ist das Plugin installiert. Die Tests dauern dann nochmals ein paar Minuten und….

ES FUNKTIONIERT!!!!!!

Geschafft. So einfach kann es sein und so viele Stunden kann man damit verbraten.

Selig lasse ich mich ins Bett fallen und warte, nochmals eine gefühlte Ewigkeit bevor das Flimmern vor den Augen aufhört und das Gedankenkarussel bereit ist, sich dem ersehnten Schlaf hinzugeben.

Und wenn jetzt noch irgendjemand ein falsch gedrehtes Bild in unseren Beiträgen findet…BITTE BEHALTET DAS FÜR EUCH!

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Ein Gruss vom Jetlag

Nachdem wir um 17h gut am Flughafen in LA  gelandet sind und uns anschliessend im Hotel einquartiert hatten,  bestellten wir uns im Hotel-Restaurant eine Familienpizza. Niemand hatte Hunger. Wen wundert es? Unser Rhythmus war noch nicht umgestellt. Wer isst schon Morgens um 4 gerne Pizza mit einer ein zentimeterdicken Käseschicht. Also liessen wir uns ins Bett fallen und schliefen  schnell ein. Doch um 2h wachten wir alle auf. Der Dialog:

 

T: Mami……Maaaaaaaaamiiiiiii!!!!!

S: Hmmmmm?

T: ich ha hunger

N: ich au!

D: Pscht, schlafed wiiter

T: Maaaaaaami

S: Schlaf jetzt Timon

T: Mami ich will öppis säge

S: Mmmmh…..😩

T: Maaaaaaamiiiii!!!!!

S: ja, Timon….dänn säg….

T: ha sooooo fescht hunger, Mami

S: ha jetzt nüt, i 4h gits Zmorge….schlaf jetzt wiiiter

N: tschipfutschipfu…..blabberblabber

…….

…….

…….

N: Timon, chum mir gönd ächli mit euisne Rucksäck go spiele

S: jetzt lieged here und sind mal ruhig

T: Maaaaaaaaamiiiiiii!

S: schlaf jetzt Timon

T: Muss öppis säge

S: Also, was dänn

T: chasch d’Decki schön mache?

S: drfür shlafsch nacher!!! (was dann nicht der Fall war)

3:00

S: aauuuuuutsch! Min Zäie, dä ver….d….bl….. Hocker (nach dem Gang ins Bad)

T: Maaaaaaaaamiiiiiii! Ha soooo Hunger.

…….

…….

S: (im  Rucksack kramend) wo isch das bl…. Silserbrötli us em Flugzüg?

N: Mami, ich han aber au hunger…

D: han au no so es Brötli. Und ha au hunger

S: es hät no Pizza

……

……

3:50 (alle satt)

S: so, jetzt wird gschlafe

….

….

 

T: Maaaaaaaaamiiiiiii, will näbe dir liege!

S: nei

N: ich will au

D: ich gah is Bett vo dä Chind

T: Neeeeeeiiiiiiiiiiiii, will näbed s’Mami

S: also, ich gah zu dä Chind

…..

N: Tschipfutschipfu, Tschipfutschipfu, tüüüüt, tüüüt

T: roti rösli im garte, maierisli im …….

(irgendwann schläfts)

7:50

Tagwach…..

😐😪😜😑😁😂

Und für alle die noch nicht genug haben, hier noch ein paar Worte zur Reise:

Alles verlief wie am Schnürchen. Die Kinder haben sich vorbildlich benommen. Die Zwischenlandung in London war problemlos, wenn auch die Kontrollen etwas umständlich waren. Die in transparenten Beutel verstauten Flüssigkeiten wurden in andere transparente Beutel gesteckt. Hauptsache Compliance! Dafür interessierte sich Niemand für den vergessenen Nasenspray in meiner Hosentasche 😅.  Hier noch ein paar Impressionen:

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Unterwegs in Malibu

Nach der ersten harten Nacht im Flughafenhotel von LA, begann der Tag dann doch eher gemütlich. Um etwa 8:00 standen wir auf, genossen wenig später das reichhaltige Frühstücksbuffet und wurden dann einigermassen püntklich vom Road Bear Shuttle (unser Camper Vermieter) abgeholt. Kurz darauf wurde es uns dann definitiv zu gemütlich. Wir, die darauf brannten endlich unser Zuhause für die nächsten 7 Wochen zu begutachten, lernten, was es heisst im Stau vor Los Angeles festzustecken. Irgendwo hatte es einen Unfall gegeben. Mit viel Verspätung und erst am späten Nachmittag kamen wir bei der Vermietung an. Bis dann endlich alle Formalitäten erledigt waren und wir los durften war es schon fast Abend. Unser erstes Ziel hiess Walmart. Dort mussten wir unsere Bestellung abholen (Kindersitze, diverses Campingequipement) sowie unseren ersten Einkauf tätigen. Gesagt getan.

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Danach gings zu unserem ersten Campground, welcher sozusagen direkt am Meer in Malibu lag. Sozusagen, weil leider ein 4 spuriger Highway dazwischen lag….

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…aber für den ersten Abend war uns das egal. Wir waren einfach nur noch müde und froh darüber, das rückwärts einparken mit diesem riesen Schiff (zumindest von aussen, innen, so merkten wir bald, war der Platz gar nicht mal sooooooooo giganitisch 😉 ) problemlos von statten gegangen war.

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Der nächste Tag:

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Zum baden wars für uns zu kalt und zu wellig. Andere hat das nicht abgehalten. Trotzdem genossen wir diesen wunderschönen Nachmittag am Strand von Malibu in vollen Zügen.

Am Abend wollten wir dann voller Enthusiasmus den neu gekauften Grill in Betrieb nehemen. Schon beim Auspacken, erfassten uns erste leise Zweifel, ob das am selben Tag noch klappt. Es waren gefühlte 7000 Einzeilteile davon etwa 200 Schrauben und Muttern. Na ja, was erwartet man schon bei einem Gasgrill für 40$, trotzdem…

….an diesem Abend gab es feine Pasta mit einer leckeren Fertigtomatensauce 🙂

Auf nach San Diego

Früh, viel zu früh, wachten wir an diesem Sonntag auf. Um 6:00 waren alle schon quickfidel und wer mich kennt, weiss, dass dies fast schon ein Grund zum feiern ist. Wie auch immer, wenn wir schon mal alle wach sind, so dachten wir, können wir auch gleich früh los. Also kurz frühstücken, alle unsere 7 Sachen im Motorhome sichern und los gehts in Richtung San Diego. Bei herrlich wenig Verkehr erst mal durch LA und dann immer weiter Richtung Süden. Nahe San Diego am Mission Beach legten wir einen Stopp ein und genossen den schönen Park und die Kinder den grossen Spielplatz

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Danach führte unsere Route zum Cabrillo National Monument mit dem Old Point Loma Lighthouse und einer wunderbaren Aussicht auf die Stadt.

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Schliesslich erreichten wir unser Tagesziel, den Campingplatz in San Diego. Dieser war gleich beim Eingang mit einem Pool ausgestattet und Nuria hielt es keine Sekunde mehr im Camper aus. Kaum war der Motor aus, hatte sie die Badehose schon an und auf gings zum Plantschen. Anschliessend weihten wir unseren Grill, ganz nach amerikanischer Art, mit ein einer Ladung Burger ein. Die vermeintlichen grünen Peperonis, welche als Beilage gedacht waren, entpuppten sich als extrem scharfe Chillis 😉

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Den nächsten Tag widmeten wir San Diego. Allerdings war das Wetter nicht so ganz auf unserer Seite und so fuhren wir nur einige Sehenswürdigkeiten an, machten ein paar Fotos,

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während die Kids schliefen (jaaaa, extrem bequem und man beachte den Socken von Timon…die werden definitiv nicht mehr gewaschen)

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und machten es uns am Nachmittag auf dem Campground gemütlich. Es wurde etwas schöner und die Kinder wollten unbedingt wieder in den Pool.

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Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass 10 Meter neben dran die Strasse repariert wurde…

….mit einem Presslufthammer!!!

Abends erfreuten wir uns am chinesischen Buffet, für welches chinesische Landsleute wohl eher nur ein müdes Lächeln übrig gehabt hätten. Trotzdem, uns hat’s geschmeckt und dass auch Pommes und Co. angeboten wurden, war für unsere Kinder (und damit auch für uns) perfekt.

Morgen geht es weiter in den Joshua Tree Nationalpark. Wir freuen uns!

Machts gut und bis bald 🙂

Joshua Tree National Park. Wow!

Auf der Fahrt zum Joshua Tree National Park wurde das Wetter immer besser. Ausserdem veränderte sich die Landschaft schon vor dem Park auf eindrückliche Art und Weise. Es sah aus, als hätten Riesen aus sehr grossen, rundlichen Steinen gigantische Steinhaufen gebaut. Unsere Kinder glauben jetzt noch, dass es (natürlich nur ganz, ganz liebe) Riesen waren. Wenige Fahrminuten vor dem Parkeingang besuchten wir das entsprechende Visitor Center und erfreuten uns einmal mehr an der üblichen etwas komplizierten aber überaus charmanten und freundlich amerikanischen Art der dortigen Mitarbeiter:
M: „May I help you, Sir?“
D: „Yes, we’d like to buy the Anual National Park Pass“
M: „Oh, great, you will be served right next after this gentlemen“ (er weist auf den Herrn vor uns)
D: „Yes, thank you very much for that information“ (darum stehen wir ja in dieser Kolone, soviel haben wir doch immerhin schon mitbekommen ;-))
Dann wird noch ein kurzer netter Smalltalk betrieben, der hilfsbereite Mitarbeiter, welcher aber offensichtlich selbst keine Jahrespässe verkaufen kann/darf, präsentiert noch stolz seinen deutschen Wortschatz, und dann kommen wir an die Reihe.

Bei der Einfahrt in den Park kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Wie bloss ist es möglich, dass diese riesigen, runden, manchmal überhängenden Steine (einige mit dem Durchmesser von mehr als einem Meter) nicht von den darunter liegenden Steinenformationen herunterrollen.

Unzählige Stopp- und Fotogelegenheiten liessen wir auf dem Weg zu unserem Campingplatz aus, da wir diesen nicht vorreservieren konnten und daher nicht zu spät da sein wollten um noch einen guten Platz zu ergattern. Dies gelang uns dann auch und nach einer kurzen Mittagsmahlzeit, machten wir uns auf, zur kurzen Wanderung zum impossanten Skull Rock.

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Bei eisiger Kälte wachten wir am nächsten Morgen auf und kuschelten uns alle noch eine ganze Weile im „Elternschlafzimmer“ zusammen. Danach gabs Frühstück und dann gings zum Hidden Valley Trail. Fantastisch! Mutterseelenallein wanderten wir auf dem eindrücklichen Weg, umgeben von den typischen Gesteinsformationen und einer eindrücklichen Flora und Fauna. Der dem Park Namengebende Joshua Tree ist allgägenwärtig und sieht aus wie eine Mischung aus Baum und Kaktus. Sogar den Kindern hats gefallen und ganz nach dem Vorbild von Luis und Joya (danke!!) wurden die knapp 1.6 mls fast ganz ohne meckern marschiert. Erst kurz vor dem Ende des Weges hat sich Timon bei einem Sturz das Knie aufgeschlagen. War ja auch erst das dritte mal innerhalb unserer nun doch schon 6 Tage dauernden Camperreise 😮

Danach fuhren wir noch einige der am Vortag verpassten Sehenswürdigkeiten ab (wobei Timon den Rest verschlief). Den Nachmittag verbrachten wir mit relaxen, klettern, schlafen, lesen und spielen auf unserem wunderschön gelegenen Campingplatz. Gegen Abend wurde es wieder ungemütlich windig, was uns zwar nicht vom grillieren, aber dann doch vom geniessen des Abendessens draussen abhielt.

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Morgen gehts weiter, teilweise über die historische Route 66, nach Kingman.

On the road

Nachdem ich diese Nacht nun zum dritten mal aufgestanden bin um mindestens eines der Kinder zu beruhigen, entschloss ich mich gegen drei Uhr Nachts mein Schlafgemach ins Alkoven (Bett über der Fahrerkabine) zu verlegen. Auch deshalb, weil es gefühlte -10 Grad Celsius in unserem mobilen Zuhause hatte und ich mir bei jedem Aufstehen den A….. abfror. Nur blöd, dass sich die Kids unglaublich breit gemacht hatten, und ich es auf dem engen (in der Höhe gemessen, die Liegefläche wäre riesig) Raum auch mit schieben und würgen nicht auf mehr als ein kleines Eckchen brachte und dieses auch noch mit dem Fernseher teilen musste. Krumm wie eine Banane und steif wie ein Holzstock scheuchte ich die Kinder nach der allgemeinen Tagwach um etwa 7h aus dem Bett um mir dann noch ein paar Extraminuten alleine zu gönnen.

Der heutige Weg führte uns über die unterschiedlichsten Strassen und durch verschiedene Landschaften. Nach dem Verlassen des Joshua Tree NP gings erst einmal Meilenweit geradeaus durch dürre, karge Steppe. Erinnerte ein bisschen ans australische Outback.

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Bei Topock verliessen wir den Highway und steuerten unser grosses Vehikel mit klapprigem Inhalt auf die alte, unebene Route 66. Es war ein holpriges, lautes und teilweise auch recht kurviges Vergnügen. Kurz vor Oatman begegneten uns die für diese Gegend bekannten (halb)wild lebenden Esel. Manchmal blockierten sie die Strasse so sehr, dass der Verkehr gänzlich zum erliegen kam. Oatman selbst ist ein kleiner Ort, welcher versucht, den Charme aus der Zeit, als die Route 66 noch eine wichtige Verbindungsstrasse war, zu vermitteln. Dies gelingt halbwegs.

Kurz nach Oatman kamen wir wieder auf den Highway und bald darauf checkten wir auf dem Campingplatz in Kingman ein. Den Nachmittag und Abend widmeten wir den örtlichen Shoppingmalls.

Nun, was habe ich geschrieben von gefühlten -10 Grad? Als wir Tags darauf nach Williams rein fuhren, wo eigentlich unser nächster Übernachtungsstopp geplant gewesen wäre, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen. Wildes Schneegestöber und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt erwarteten uns dort.

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Brrrrrriiiihhhhhhhgitttt. Das hatten wir doch vor 3 Monaten oder so Zuhause. Nein, hier wollten wir nicht bleiben. Also kauften wir bloss kurz ein, tankten nochmals auf

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und fuhren weiter nach Tusayan (unmittelbar vor dem Grand Canyon), wo das Wetter zwar nicht besser war, aber wir einen Campground mit Strom hatten. Da für die Nacht tatsächlich Minusgrade erwartet wurden, machten wir unser fahrbares Bettenlager wintertauglich und leerten die Wassertanks. Das heisst, falls jemand musste, raus in die Kälte. Bloss nicht! Also gabs nach dem Abendessen nur noch Kaugummi gegen den Durst ;-). Und in der Nacht brauchten wir tatsächlich zum ersten mal die Heizung und waren heilfroh drum, eine solche zu haben.

Morgen gehts zum Grand Canyon. Wir freuen uns und hoffen trotz dem grauen Wetter auf gute Sicht! Viele Grüsse nach Hause 🙂

Grand Canyon

Was für ein Aufwachen! Teilweise blauer Himmel über Tusayan und sogar ein paar Sonnenstrahlen lachten uns entgegen. Nichts wie los! Seit Jahren träumte ich davon den Grand Canyon zu besuchen. Beim Eingang zum Grand Canyon National Park hatte sich schon eine kleine Schlange von Autos, Motorhomes und schweren Bikes gebildet. Trotzdem waren wir früh drin und merkten erst beim Campingplatz, dass wir ja viel zu früh fürs check-in waren. Tja, kein Problem für uns. Beim Visitor Center parkierten wir und packten uns erst mal warm ein. In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter leider merklich verschlechtert. Weiter gings zum Park Shuttle Bus. Inzwischen schneite es wieder. Tapfer stiegen wir dennoch an der Endstation aus. Eine eisige Bise mit viel Schneegestöber wehte uns entgegen. Brrrrrrrr!

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Trotzdem kämpften wir uns zum Rim. Aber….Null Sicht. Gerade mal die ersten 2-3 Meter den Felsen runter konnte man sehen. Weder die Schlucht, geschweige denn die gegenüberliegende Felswand war erkennbar. Da war keine Spur von den Bildern, welche wir am Vorabend im IMAX-Film gesehen hatten. Also nahmen wir den nächsten Bus zurück zum Parkplatz vom Visitor Center und kuschelten uns nach einer heissen Milch aus der Camperküche erst mal unter die warmen Bettdecken in unserem mitgebrachten Schlafzimmer. Wie praktisch!!! So verbrachten wir dann die nächsten 2 Stunden, bis am Himmel wieder kleine blaue Flecken sichtbar waren. Also nochmals auf den gleichen Bus und zu den gleichen Aussichtspunkten. Was für ein Unterschied! Zwar war noch immer alles Wolkenverhangen, aber die Sicht in den Canyon war trotzdem toll und das Gefühl an dieser Kante zu stehen und einen solchen Blick geniessen zu dürfen einfach grandios. Dannach waren wir dann auch nicht mehr zu früh für unseren Campingplatz. Wohl eher schon etwas spät 🙂

Tags drauf war David schon morgens um halb sieben ganz hibbelig. Die Sonne schien und kein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Bevor sich das ändern konnte, waren wir schon wieder am Rim und genossen erneut die atemberaubende Aussicht.

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Bei der kleinen Wanderung war der Spassfaktor für die Kinder diesmal nicht ganz so gross wie im Joshua Tree NP. Mami war eine schreckliche Spielverderberin und untersagte sämtliche Kletterversuche. Nun ja, die Chance war diesmal nicht bloss 1.3m sondern eher 1300m zu stürzen. Dafür durften wir dann später lange mit Timons heiss geliebtem Parkbus fahren. Und das erst noch ziemlich lange, wenn auch mit diversen Aussichtstopps. Nach einer kurzen Nachmittagspauses und dem frühen Abendessen, fuhren wir für den Sonnenuntergang nochmals zum Rim. Etwas spät waren wir schon dran und dann erwischten wir auch noch den Thouwabou-Bummler-Ghetto-Bus. Wir schafften es aber sozusagen auf die Minute zum Beginn des Sonneruntergangs. Nur…bis wir einen Platz fanden, die Kamara richtig eingestellt hatten und die Kids sicher „verstaut“ hatten, war die Sonne schon fast weg. Das Ganze hat tatsächlich nur etwa 2 Minuten gedauert. Irgendwie wars trotzdem schön. Nein, wirklich, es war schön!

Wir haben hier eine lausige Internetverbindung. Hier trotzdem ein paar Bilder vom Grand Canyon:

Nach zwei Nächten bei Temperaturen im mittleren Minusbereich (ja, das lässt Interpretationsspielraum zu), genossen wir in der folgenden Nacht wieder den Komfort der internen sanitären Einrichtung. Davor mussten wir wegen der Frostgefahr in den Frisch- und Abwassertanks darauf verzichten (wobei ich diese Winterisierungs-Regel ja grosszügig ausgelegt hätte – besonders beim nächtlichen Gang auf die Toilette- , aber mein Mann ist in solchen Sachen ja immer sehr korrekt und vernünftig ;-))

So, morgen gehts weiter nach Page (in die Wärme) mit dem Antelope Canyon und Horseshoe Bend. Wenn wir das veröffentlichen können, sind wir dann wohl schon da.

Lake Powell, Antelope Canyon und Horseshoe Bend

Gemütlich fuhren wir an diesem Morgen aus dem Grand Canyon NP heraus. Unterwegs gab es nochmals zwei Stopps mit phänomenaler Aussicht, einer davon am berühmten Desert View Point mit dem Desert Tower. In letzterem finden sich viele Zeichnungen und Symbole der Navajas.

Dannach hiess es ByeBye du atemberaubender Grand Canyon, bis vielleicht wenn überaupt in vielen, vielen Jahren wieder einmal (wäre aber auf alle Fälle nochmals eine Reise wert).

Die Weiterfahrt führte dann erst mal durch eher langweilige Steppe bis wir in die Nähe von Page beim Lake Powell kammen. Da veränderte sich die Landschaft wieder auf eindrückliche Art und Weise. Hoch ragten die roten, impossanten Sandsteinfelsen in die Höhe und die Strasse führte manchmal mitten zwischen zwei solchen Hügeln durch.

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Die Fahrt ging weiter, mit kurzem Stopp in Page, über den Colorado River am Glenn Canyon Damm zum Lake Powell und unserem Camp Ground im Glenn Canyon National Park. Ein richtig komfortabler Campingplatz. Und wunderbar herrliches T-Shirt Wetter. Schon beim Check-In standen ein paar Leute in Badebekleidung rum.

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Am nächsten Morgen stand erst einmal der spektakuläre Antelope Canyon auf dem Programm. Über eine steile Treppe gings den schmalen Eingang zum Lower Canyon hinunter. Das Bild, das sich uns unten bot ist unbeschreiblich. Es fühlt sich an, als wäre man mitten in einem weichgeichneten Gemälde, bestehend aus warmen Rot- und Brauntönen. Es haut einem fast um ab dieser Schönheit. Und das obwohl man sich inmitten einer riesigen Horde Touristen befindet. Nuria wurde dann auch gleich von einer Koreanischen Familie für die Dauer der Tour adoptiert. Ich glaube diese irgendwie süssen Leute haben noch nie in ihrem Leben zuvor ein blondes Mädchen mit hellen Augen zu Gesicht bekommen 😍.

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Überhaut ist es auffallend wie oft wir hier in den USA auf unsere Kinder angesprochen werden (nein, nicht was man jetzt denken könnte, es ist immer nur positiv 😉 ). Schon als wir vor dem Eingang zum Antelope Canyon auf unsere Tour warteten, kam eine ältere Amerikanerin und verkündete wir hätten uns das Geld für die Tour ruhig sparen können. Etwas schöneres als unsere Kinder würden wir nämlich auch dort unten nicht zu Gesicht bekommen. Schmelz. Na ja, im Rückblick bin ich mir da nicht so ganz sicher 😀 . Es war wirklich sagenhaft.

Am Ende der Tour demonstrierte uns der Guide auf eindrückliche Art und Weise, wie der Canyon entstanden ist.

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Dannach fuhren wir zum nahe gelegenen Antelope Point, wo wir die Füsse badeten und Timon unfreiwillig ein Vollbad inkl. Kleidung nahm.

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Später am Nachmittag gings nochmals mit dem Boot in den Canyon um auch noch einen andere Sicht auf die steilen Felswände und eindrücklichen Sandsteinformationen zu geniessen.

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Dann noch ein kurzer Walk auf der Brücke vor dem Glenn Canyon Damm.

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Nach diesem anstrengenden Tag waren alle müde und eine extrem gesunde Mahlzeit im Pizze Hut (wieviel Käse passte eigentlich auf so eine Pizza? Und wie dick darf der Pizzateig sein, damit er gerade noch so in den Mund passt?) rundete den Tag ab 😮

Der Parkplatz in der Nähe des Horseshoe Bend war schon einigermassen gefüllt, als wir Tags drauf dort mit unserem Riesenschiff ein Plätzchen zum Parkieren suchten. Über sandige Wege gings erst hinauf und dann wieder hinunter. Den Fluss, tief unten in der Schlucht mit dem namengebenden Hufeisenförmigen Verlauf an dieser Stelle, konnte man aber erst unmittelbar am Abgrund erkennen. Und was für ein Abgrund! Ohne irgendwelche Sicherungen oder Absperrungen gehts einfach mal so 300m in die Tiefe. So ganz wohl ist einem da nicht, wenn man die Kinder mit sonnencremeglitschigen Händen versucht festzuhalten. So wechselten wir uns ab und genossen jeweils alleine den Blick in die Tiefe. Und was für einer. Es ist wirklich sagenhaft, was für ein Bild sich an der Kante zur Schlucht bietet. Wenn auch so ein Irrer, welcher mit Flip Flops unterhalb der Felskante herumkletterte ein bisschen ablenkte, liess sich der unbeschreibliche Ausblick doch nicht trüben.

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Der Rückweg 😉

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Den Nachmittag verbrachten wir dann mit plantschen im Pool und ersten Versuchen etwas gegen unseren doch immer noch sehr käsigen Teint zu unternehmen.

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Einblicke ins Monument Valley

In der Nacht auf heute regnete es was das Zeug hielt. 3/4 der Familie war davon hell wach. Gegen den Morgen tat es zum Glück etwas auf und es zeigten sich vereinzelte blaue Flecken zwischen den dunklen Wolken. Die wettertechnischen Aussichten verhiessen aber nichts allzu Gutes. Keine guten Voraussetzungen für unser nächstes Ziel, das Monument Valley, mit seinen impossanten Felsformationen (ja, einmal mehr), welches vor allem für stimmungsvolle Bilder, vor allem auch bei Sonnenuntergang bekannt ist. Nun ja, eine Wahl hatten wir ja nicht, unser Weg führte erst mal sowieso dahin.

Dort angekommen regnete es gerade. Wir richteten uns erst mal auf dem Besucherparkplatz gemütlich ein und assen etwas zu Mittag. Als sich wieder eine Lücke zwischen den Wolken zeigte, gaben wir alles mit Fotos schiessen und die Landschaft zu bestauenen.

Dannach wer-weissten wir noch eine Weile, ob wir bleiben sollten. Schliesslich entschlossen wir uns zur Weiterfahrt, da wir die Atmosphäre im touristischen Valley nicht besonders mochten. Ausserdem ist es irgendwie bedrücken, die Nachkommen des einstigen so stolzen und kämpferischen indianischen Volkes so zu sehen, wie man sie dort sieht. So gings also zurück auf die Strasse. Auf einem wunderschönen Campground Namens Sand Island, direkt an einem Fluss, liessen wir uns für die Nacht nieder und genossen den lauen und am Ende doch noch recht sonnigen Abend.

Natural Bridges und das Wetter

Dass ich einmal froh sein würde, wenn es regnet, hätte ich nie gedacht. Ausser bei tropischer Hitze, aber auch dann nur Nachts. Heute war es aber so und zwar nicht, gar nicht, wegen tropischer Hitze. Aber mehr dazu später. Der Tag startete auf Sand Island trüb, nass und grau, so ganz anders als der Vorabend. Nach dem gemütlichen Aufwachen und Frühstücken, gings auf zum Natural Bridges NP. Nach einer guten Stunde Fahrt, erreichten wir den Park. Am Himmel zeigten sich zwar Wolken aber es war trocken. Unser Plan sah vor zwei kleine Wanderungen zu unternehmen. Die erste etwa 1.5h (also für uns mit Kids mindestens 2h) und eine zweite, welche für uns etwa 1h Zeit beanspruchen würde. Wegen des trockenen Wetters, machten wir uns also schleunigst auf den Weg für die erste Wanderung und damit zur ersten Felsenbrücke, welche über die Jahrtausende durch Flüsse und Witterung enstanden ist. Der Weg war sehr interessant, über steile Fels- und Sandwege, steile Treppen und sogar eine aus rohen Ästen gezimmerte Leiter hinunter. Den Kindern hats auch Spass gemacht und auch Timon ist die Leiter selbst herunter geklettert. Als wir dann endlich am entferntesten und untersten Punkt (150m tiefer als der Parkplatz waren) fing es an zu regnen. Und nein, glaubt mir, das war definitiv noch nicht der Moment, wo ich froh war das es regnete. Nun, da der Regen nicht stark war, hofften wir, dass es dabei blieb, schossen in aller Eile unsere Fotos,

schulterten die Kinder, ich verpasste mir noch eine volle Dröhnung Ventolin und „rannten“ dann den Weg zurück. Zumindest David sagt, dass ich rannte. Sogar er kam ziemlich aus der Puste. Oooooookeyyy, er trug das schwerere Kind, unseren Wasservorrat, alle Snacks, die Spiegelreflexkamera, die übrigen Kleidungstücke und alles was ich jetzt hier noch vergessen habe. Totzdem…. Den zweiten Walk liessen wir dann aus, weil es erstens immer noch regnete und wir zweitens total durchgeschwitzt und aber auch durchfroren waren. Da wir auf dem Campground im Park nicht bleiben durften (unser RV ist wegen der Länge nicht zugelassen), fuhren wir weiter. In einem National Forest, in der Nähe von Monticello, wollten wir einen sehr schön gelegenen Campingplatz ansteuern. Nur blöd, dass es unterwegs immer stärker zu regnen und mit der Zeit auch zu schneien anfing. Wir fuhren den Campground trotzdem an, kamen aber zum Schluss, dass wir hier mit dem angebrochenen Nachmittag nichts anfangen könnten. Es schüttete aus Kübeln, schneite zwischendurch so, dass es ansetzte und es war eisig kalt draussen. Schade, der Platz wäre wirklich toll gewesen und hätte ein Kletterparadies für die Kinder geboten. So fuhren wir weiter Richtung Monticello um dort einen Campingplatz mit WiFi und Nahe gelegenen Restaurants anzusteuern. Durch halb verschneite Landschaften gings also weiter. Und ja, jetzt kommts, plötzlich ging das Schneegestöber in Regen über und der Schneehaufen auf unserer Motorhaube begann sich langsam aufzulösen. Ich war froh, dass es „nur noch“ regnete. Jaja, war alles nicht ganz soooooo dramatisch, aber fast 😉 . Wir erreichten Monticello, fanden einen CG mit gutem WLAN und verbrachten dort die ersten zwei Stunden, ohne dass wir uns für einen Platz registrieren konnten, weil niemand dort war. Halb so schlimm. Den Code fürs WLAN war an die Tür geklebt 😀 . Dann meldeten wir uns noch offiziell an und gingen in ein tolles Steakhouse essen. Ja, das sage ich, die vegi Körnlipickerin 🙂 . Ich weiss nicht obs am grossen Hunger lag, aber der Vegiburger war so was von lecker. Und die kleine Portion Sparerips von David hätte auch für eine halbe Volleyballmannschaft gereicht. Fast.

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Apropos Vegi, man findet im Land der Burger, Steaks und Hotdogs durchaus auch grilltaugliche, vegetarische Eiweisslieferanten (ich hasse die Bezeichnung Fleischersatzprodukte 😝). Gut, nicht ganz in dieser Vielfallt und Deliciösität wie bei uns (es ist hier alles etwas gummig in der Konsistenz), aber es gibt sie und sie sind durchaus geniessbar 😊 .

Danke

Vielen herzlichen Dank an euch alle! Wir freuen uns darüber, dass ihr unsere Reiseberichte verfolgt und über eure zahlreichen Feedbacks und Berichte von Zuhause! Wir denken oft an euch, es ist schön zu wissen, dass dies auch umgekehrt so ist 🙂

Zwischendurch (also eigentlich fast immer) haben wir schlechte Internetverbindungen und können Bilder nur mit vieeeeeel Geduld und manchmal auch mit erst nach mehreren Versuchen hochladen. Deshalb kommen einerseits unsere Antworten auf eure Nachrichten manchmal erst sehr spät (einfach weil wir am Ende manchmal die Nerven nicht mehr haben um noch länger mit ewig abbrechenden Verbindungen zu basteln) und andererseites sind einige unserer Blogbeiträge eher spärlich bebildert. Wenn wir zwischendurch doch mal eine bessere Verbindung haben, laden wir gerne noch weitere Fotos von unserer Reise hoch, so dass alle die es interessiert, diese nachträglich noch anschauen können.

Hier eine erste (und hoffentlich nicht letzte) Bilderrunde:

im Grand Canyon NP


Und hier aus dem Antelope Canyon…

…und am Lake Powell (jaja, ein bisschen wurde mit den Farbfiltern herumgespielt 😉 )


Die Reise mit einem Wohnmobil gefällt uns bis jetzt sehr gut. Wir bezweifeln, dass wir ein solches Gefährt in der Schweiz mit unseren Fahrausweisen führen dürften. Hier jedoch ist das recht einfach. Und obwohl nach unserem Ermessen der Camper riesig ist, scheint er nach hiesigen Verhältnissen gerade mal so knapp durchschnittlich. Nach einigen Tagen haben wir auch herausgefunden, dass es sich gut fahren lässt, ohne zwischendurch das beachtlich überhängende Heck aufzusetzen :-o. Alles ist vorhanden (Kühlschrank, Gefrierer, Backofen, Herd, sogar Mikrowelle, Dusche, WC, usw) und das Platzangebot reicht, wenn man sich sowieso fast nur draussen aufhält. Trotzdem, wenn wir wieder Zuhause sind, wird uns auf der Strasse wohl alles eng und klein vorkommen, unser Haus im Gegensatz dazu aber wahrscheinlich riesig 😉

Und dann noch eine letzte Bemerkung an alle die sich sorgten, dass wir frieren könnten. Wir frieren wirklich nicht! Zumindest nicht Nachts im Camper. Dieses Teil hier hat eine gute Heizung, welche auch mit der Batterie funktioniert, also unabhängig davon ist ob wir am Übernachtungsplatz mit Strom versorgt werden oder nicht. Sogar heiss duschen können wir. Also, keine Sorge, trotzdem DANKE für die Anteilnahme.

So, jetzt ist wohl alles up-to-date. Eine bessere Verbindung als hier hatten wir noch nie. Wann wir das nächste mal so problemlos „liefern“ können, wissen wir noch nicht. Also, DANKE für eure Geduld.

Macheds guet, bis zum nächschte mal…😘😘😘

Canyon Lands National Park

Eigentlich sind wir jetzt schon im Arches National Park, haben mehrere Wanderungen hinter uns, davon eine von 5 km, 150 m aufwärts, mit Kindern auf dem Rücken, und eigentlich bin ich hundemüde (oder liegt das am Rotwein vom Znacht) und würde jetzt lieber schlafen. Aber da ich mit dem Tagebuch total im Verzug bin, schreibe ich jetzt trotzdem noch über Canyon Lands. Auch deswegen, weil der Park es wert ist, darüber geschrieben zu werden. Also….

…nachdem wir Mancos, beim Mesa Verde, verlassen hatten, führt unser Weg erst mal zurück durchs Farmland von Colorado und Utha nach Monticello (teilweise mit Blick auf die verschneiten Rocky Mountains) und weiter Richtung Canyon Lands National Park. Und eigentlich waren unsere Erwartungen nicht besonders. Hatten wir doch schon so viel schönes und impossantes gesehen, dass wir glaubten, uns könne so schnell nichts mehr beeindrucken. Weit gefehlt. Noch bevor wir in den Park hineinfuhren, türmten sich schon wieder die impossanten, teilweise über die Strasse überhängenden, roten Sandsteinfelsen. Und einmal mehr staunten wir schon wieder. Und auch die Kamera klickte schon wieder bevor wir überhaupt den Parkeingang erreicht hatten. Ja, hier geschrieben hört es sich vielleicht etwas langweilig an, aber es war einmal mehr…..einfach nur beeindruckend 😉

Da wir auf dem Campingplatz reserviert hatten, eilte es nicht dahin zu kommen und so machten wir erst mal einen kleineren Trail. Danach bezogen wir unseren Platz auf dem schönen Campground und bestaunten während dem grillieren das näher kommende Gewitter. Einen Blitz mit der Kamera einzufangen gelang leider (trotz Serienaufnahmen) nicht. Trotzdem, es war ein schönes Wetterschauspiel.

Am nächsten Tag liefen wir nochmals zwei Trails und hatten dabei immer die düsteren Regenwolken im Nacken. Bei der ersten Wanderung fiel der erste Tropfen just in dem Moment, als wir den Parkplatz wieder erreichten. Uff, Glück gehabt! Hier sei noch erwähnt, dass wir super mega stolz auf Nuria sind. Sie läuft bisher fast alles selbst und das mehrheitlich ohne murren und jammern 😍 . Nachdem wir auch noch den Scenic Drive abgefahren sind, entschieden wir uns, den Park einen Tag früher als geplannt zu verlassen, da die Wetteraussichten unbeständig waren und wir gesehen hatten, was wir sehen wollten. So fuhren wir an diesem Tag noch ins etwa 100 mls entfernte Moab, wo den Kindern sogar noch ein kurzes Plantschen im Pool gegönnt war (mir wäre es allerdings zu kalt gewesen – jaja, das ist noch schnell mal der Fall – , aber wie sagt man so schön, so härtet es ab 😆)

Mittwoch, 20.5.2015

Arches National Park und das Wandern

Nachdem wir ja jetzt schon mal richtig Nahe am Nationalpark waren, liessen wir uns Zeit. Nach dem Frühstück wurden erst mal Öl, Wasser und Reifendruck kontrolliert und korrigiert. Dabei machten wir noch Bekanntschaft mit Hook, Lightnings McQueens lebensgrossem Gspändli.

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Dann fuhren wir gemütlich zum Parkeingang. Da allerdings stellten wir fest, dass wir uns vielleicht doch besser ein bisschen beeilt hätten. Eine lange Schlange hatte sich schon gebildet, dabei war es doch erst etwa 9h Morgens. Nach geraumer Wartezeit, tuckerlten wir also sozusagen im Camper Konvoi gemütlich weiter. Bis zum ersten Ausgangspunkt für unsere morgentlichen Trails. Dies waren der impossante Double Arch,

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dem North- und South Window

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sowie dem Turret Arch

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Alles sogenante Felsbrücken, welche, wie schon bei Natural Bridges im Laufe der Jahrtausende durch Wasser und Klima entstanden sind. Der hohe Salzgehalt im Boden und den Felsen, hat hier ausserdem zusätzlich zur Formung der Landschaft beigetragen. Aprospo Klima; anstelle immer nur über das Wetter zu jammern, möchte ich hier auch mal erwähnen, dass wir heute einen herrlichen Tag erwischt haben. Und eigenlich, wenns drauf an kam überhaupt immer Glück gehabt haben (Holz alange). So genossen wir den tollen Blick auf diese Naturwunder und entschieden uns gleich, die Gunst der Stunde zu nutzen, und eine weitere Wanderung an diesem Nachmittag zu unternehmen. So kam es, dass wir, die 5 km Wanderung zum Delicate Arch noch an diesem Tag machten. Da die Kids schon etwas müde waren und es ausserdem kurz nach Mittag war und heiss….und sagte ich schon, dass sie müde waren….wie auch immer, anstelle Gejammer zu ertragen wurden die Beiden aufgeladen und hoch gings auf den Berg. Der Anblick war die Mühe wert. Ein Foto ohne fremde Menschen drauf, allerdings fast unmöglich.

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Und wegen einmal mehr akuter Absturzgefahr, liessen wir diesmal sogar das obligate Selfie aus. Jaja, für alle die es noch nicht gemerkt haben, wir sind inzwischen im Besitz eines solch peinlichen Selfiestickst. Unter den vielen Touristen fällt das allerdings nicht besonders auf. Und solange es immer wieder mal welche gibt, welche ihre Tablets und iPads in den Parks rumschleppen um Fotos zu machen, fallen wir wohl nicht besonders auf.

Die Barfusswanderung haben wir dann nach dieser Anstrengung auf den nächsten Tag verschoben. Unser Campground ist wieder einmal traumhaft schön gelegen und der Sternenhimmel einfach nur phänomenal. Nur die Mondsichel habe ich irgendwie doppelt gesehen. Den Entscheid ob’s jetzt an der in diesem Moment nicht auffindebaren Brille oder am Wein lag überlasse ich euch. Woher die Rechtschreibfehler und wirren Sätze in diesem Bericht stammen ebenfalls….

So, jetzt gehts ab ins Bett. Morgen sind etwa 11 km wandern angesagt (sofern das Wetter und der hoffentlich nicht vorhandene Muskelkater mitspielen).

Mittwoch, 20.5.2015

Um es vorweg zu nehmen, aus den 11 km wurde nichts. Bei weitem nicht. Und weder das Wetter noch der Muskelkater waren Schuld. Aber von vorne. Nach dem reichhaltigen Frühstück, waren wir trotz anstrengender Nacht (niemand hat gut geschlafen) noch frohen Mutes und schnürten unsere Wanderschuhe. Und los gings zum Devils Garden Trail. Doch schon nach wenigen Metern wollte Timon nicht mehr. Und nachdem er erst mal in der Trage verstaut war, mochte auch Nuria nicht weiter (wie war das nochmals mit gut wandern und so… 😮 ). Kaum war auch sie Huckepack, wollte sie wieder selbst gehen. Auf meinen Kommentar, dass ich doch geschrieben hätte, dass sie so gut läuft, erwiderte sie, Zitat: „aber Mami, jetzt chasch ja schriibe, dass ich ächli gjammered han und dänn aber wieder mega guet glofe bin“. Aber irgendwie war es heute überhaupt einfach niemandem recht zu machen. Dazu kam, dass uns kurz nach dem bekannten Landscape Arche jemand darüber aufklärte, dass es mit so kleinen Kindern auf keinen Fall zu den anderen Arches zu schaffen sei. Zwar könnten wir gut nochmals 5 km weiterwandern, aber das letzte Stück sei ohne Klettern nicht zu schaffen und auf jeden Fall zu gefährlich. Na ja, da alle sowieso schon ziemlich genervt waren, entschlossen wir uns zur Umkehr. Die sportlich anmutende amerikanische Familie (ja, gibt es auch), mit Kindern in ähnlichem Alter, welche ebenfalls an dieser Stelle kehrt machte, hat wohl unsere letzten Zweifel für diesen Entscheid vertrieben. Nach einer ausgiebigen Mittagspause begnügten wir uns am Nachmmittag mit den paar wenigen Metern zum Sand Dune Arches, welcher barfuss über weichen Sand erreichbar war. Dort interessierten sich die Kinder vor allem für die Bodenbeschaffenheit und wie gut dieser extrem feine Sand sich in die Hosentaschen füllen lässt, während wir einmal mehr die interessanten Felsformationen bestaunten.

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Obwohl wir einige der bekannten Arches nicht besichtigen konnten, waren wir durchaus zufrieden und abgesehen vom gewaltigen Touristenstrom (aber da waren wir ja zum Glück vorgewarnt, Danke Sara!), hat uns der Arches National Park sehr gut gefallen!

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Samstag 23. Mai 2015

Mesa Verde

Nach der gestrig trüben Anfahrt nach Mencos, hatten wir heute das Glück bei wunderbar klarem Himmel und gnädigen Temperaturen die grösste und bedeutendste kulturhistorische Stätte der USA besuchen zu dürfen. Den Mesa Verde National Park. Es war sehr impossant und eindrücklich, zu sehen, wie die Menschen damals ihre Häuser und andere Bauten in den Felsen errichteten und einiges darüber zu erfahren, wie sie lebten. Über Leitern und durch enge, niedrige Tunnels hindurch erkundeteten wir einige der etwa 4000 Stätte, welche sich in diesem Park befinden.

Hier ein paar Eindrücke davon:

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Sonntag, 17.5.15

Capitol Reef

Früh, seeeehhhr früh fuhren wir am nächsten Morgen los. Eigentlich war der Plan einen Platz auf dem schönen Fruita Campground beim Capitol Reef zu ergattern. Da diese nur nach dem Prinzip first comes first serves vergeben werden, muss man zeitig dran sein. Ausserdem war es Freitag und am drauf folgenden Montag ein Feiertag (Memorial Day). Wir wussten also, dass unsere Chancen nicht allzu gut standen. Zumal wir unterwegs auch noch einkaufen, tanken und dumpen (Abwassertanks entleeren) mussten. Trotzdem wollten wir es versuchen und da wir ja sowieso langsam zu Frühaufstehern mutiert waren, schafften wir es um kurz nach 6 vom Campingplatz zu rollen. Unsere Aktivitäten dauerten dann etwas länger als geplant und beim Einkaufen kam es noch zu einem kurzen Schwatz mit einem älteren Amerikanischen Paar, welches den gleichen Weg wie wir im Sinn hatte. Und es kam, wie es kommen mussten. Das nette Paar war einige Minuten vor uns auf der Strasse und wer erwischte wohl den letzten Campingplatz? Wir warens nicht 😉
Egal, wir entschieden uns den angebrochenen sonnigen Tag zur Besichtigung des Parks zu nutzen. Über einen felsigen Trail gings zur Hickman Bridge. Irgendwie hatten wir wohl noch nicht genug von all den felsigen Arches und Bridges. Es war eine wunderschöne Wanderung und alle genossen es sehr.

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Dannach fuhren wir nach Torrey, um dort festzustellen, dass alle Campgrounds in der näheren Umgebung ausgebucht waren (wer hätte das gedacht, am Freitag vor dem Memorial Weekend 😀 ). Die nette Dame vom Visitor Center versuchte noch den einen oder anderen CG auf dem Byway 12 (der Scenic Drive nach Escalante) anzufragen, erreichte aber niemanden. Dank einem Forum, dessen Existenz, nebenbei erwähnt, ich die halbe Planung für unsere Reise verdanke, wusste ich, dass zwischen Torrey und dem Capitol Reef ein grosser Parkplatz existiert, welcher für solche Situationen auch zum campen genutzt werden konnte. Die Einfahrt war etwas schwierig und man musste um die grossen Steinbrocken, welche mitten auf der Dirtroad lagen herumzirkeln. Dannach befand man sich dafür auf einem Platz mit Campingcharakter. Es gab Nischen und Feuerstellen und auch bereits zwei andere Camper. Im Laufe des Abends kamen nochmals etwa drei weitere dazu. So verbrachten wir einen angenehmen Abend (inkl. grillieren) und eine ruhige Nacht zum Nulltarif.

Samstag 23. Mai 2015

Winter auf dem Highway 12 und das Kodachrome Basin

In der Nacht auf heute hat es wieder angefangen zu regnen. Unsere Camping Nachbarn, so stellten wir am Morgen fest, hatten sogar mitten in der Nacht ihren Standplatz gewechselt. Wohl aus Angst, nicht mehr vom sandigen Untergrund weg zu kommen, sollte es zu stark regnen. Wir allerdings hatten es nicht eilig, es war wieder einemal alles in eine dicke graue Suppe gehüllt und die geplanten Aktivitäten entlang dem Byway 12 würden wohl buchstäblich ins Wasser fallen. Dachten wir. Aber wie heisst es so schön, es kommt erstens anders, zweitens als man denkt. Nun, wir ersparen euch die vielen Worte und dokumenieren unsere Fahrt mit Bildern.

Nun, so schnell erschüttert uns ja nichts mehr. Spätestens nach 1h Fahrt entschieden wir uns, dass aus dem Bad beim Lower Calf Creek wohl nichts würde. Immerhin befanden wir uns an der höchsten Stelle auf fast 3000 m.ü.M. Nach etwa 2h erreichten wir Escalante, wo wir eine Stopp zum Wäsche waschen und Lunch einlegten.

Zu unserem Campingplatz im Kodachrome Basin State Park fuhren wir nochmals eine halbe Stunde. Es regnete in Strömen. Sonst wäre….ähhh, ist es sehr schön hier. Und immerhin, am Abend während unseres Regenspaziergangs tat es noch etwas auf und die Sonne zeigte sich doch noch. So genossen wir die Abendstunden und die Kinder durften ausnahmsweise lange über die Bettgehzeit hinaus draussen Verstecken spielen.

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Am übernächsten Morgen, als wir das Kodachrome Basin verliessen:

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Samstag, 23.5.2015

Bryce Canyon National Park

Am nächsten Morgen führte unser Weg erst mal ins Visitor Center von unserem nächsten Highlight, dem Bryce Canyon National Park. Dort informierte uns der Ranger darüber, dass im Laufe des Morgens mit Regenschauern und Nachmittags mit Gewittern zu rechnen sei. Und dass der Abstieg in den Canyon bei Regen äusserst rutschig und gefährlich sei. Also entschlossen wir keine Zeit zu verlieren und möglichst rasch los zu ziehen, da wir unbedingt auch runter wollten. Mit dem Parkbus gings los. Und oh weh, noch keine 3 Minuten waren wir unterwegs und es begann zu regnen. So disponierten wir um und stiegen beim Inspiration Point, dessen Name mehr als passt, aus…

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…und spazierten erst mal dem Rim entlang zum Sunset Point. Wie schön diese Aussicht wieder einmal war! Natürlich haben wir auch vorher schon Bilder vom Bryce Canyon gesehen, aber der Anblick von der Kante über diese bizarren Felsformationen erschlägt einem fast (natürlich im positiven Sinne). Und das auch bei grauem Himmel.

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In der Zwischenzeit hatte es immerhin aufgehört zu regnen. Beim Sunset Point angekommen, entschieden wir uns die kurze Wanderung in die Schlucht hinunter zu wagen. Der Navajo Loop führte über weichen, erdigen, sogar leicht lehmigen Boden steil hinunter. Unten angekommen, wurden wir mit der aufreissenden Wolkendecke belohnt. Der Aufstieg durch die impossante Wall Street liess jegliche Anstrengung vergessen (wahrscheinlich war es auch gar nicht anstrengend, da man sowieso alle 2 Meter anhalten musste um Fotos zu schiessen).

Es war eine sehr schöne Wanderung gewesen. Oben angekommen schlenderten wir noch eine Weile am Rim entlang, fotografierten dabei selbstverständlich die berühmte Kiefer (es gibt Leute die behaupten bessere Fotos davon als wir zu haben, was wir allerdings stark zu bezweifeln wagen 😉 )…

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…und gelangten irgendwann wieder zu unserem Camper, welcher beim Visitor Center parkiert war. Nach dem späten ZmiZvi (Zmittag-Zvieri) gings zurück zum Campground im Kodachrome Basin. Das angekündigte Gewitter blieb zum Glück aus.

Sonntag, 24.5.2015

Zion National Park

Tags drauf gings zum nicht allzu weit entfernten Zion National Park. Zur Abwechslung war für einmal nicht nur die Umgebung rot, sondern auch die Strasse.

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Und etwas Aufregung war dann doch auch noch dabei. Für eines der beiden Tunnels, welche wir durchfahren mussten, war nämlich unser Motorhome zu hoch. Zumindest wenn wir dies standesgemäss auf unserer Seite der Strasse hätten durchfahren müssen. Aber….kein Problem. Für ein paar Dollars wird einfach der Gegenverkehr gesperrt und man durchfährt das ca. 1 Meile lange Tunnel genau in der Mitte.

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Unsere wunderschön gelegene Campsite befand sich dirket am Virgin River. Innerhalb der ersten 5 Minuten machten wir schon Bekanntschaft mit mehreren Eichhörnchen, einem Reh und einigen Lizards.

Wir hatten ausserdem direkten Zugang zum vorgelagerten Sandstrand, welcher zur Freude der Kinder von einem kleinen Bächlein durchzogen war. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir an diesem herrlichen Platz….die Kinder am buddeln und plantschen, ich mit einem spannenden Buch, David am schlafen 😉

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Irgendwann stellten wir dann auch noch fest, dass wir am Camper wohl besser das Fliegengitter schliessen, ansonsten hat man drinnen schnell, zwar süsse, aber trotzdem ungebetene Gäste in Form von Eichhörnchen.

Am nächsten Tag war ein grosser Wandertag für uns. Erst mal gings mit dem Parkshuttle zur Zion Lodge. Von dort aus führte ein teilweise steiniger und steiler Trail zu den verschiedenen Emerald Pools. Ganz zum Vergnügen der Kinder durfte bei jeder Pause nach Lust und Laune „götsched“ werde.

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Nuria ging den ganzen Weg nach oben alleine. Und ich!! trug Timon den ganzen Weg hoch und wieder runter. Und weil sich das so wunderbar schreibt, gleich nochmals: ICH!! trug Timon den ganzen Weg 😉 . Wieder zurück bei der Lodge gab es Mittagessen

und danach zur Feier des Tages noch eine zweite Wanderung dem Fluss entlang. Da meine Füsse nach einer Weile wegen der Druckstellen zu streiken anfiengen, gings barfuss weiter, was wunderbar funktionierte. Wohingegen andere auf der ganzen Linie streikten 😉

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Die Rückfahrt mit dem Parkbus hatte es dann noch in sich. Nur so viel: niemandem, aber auch wirklich überhaupt gar niemandem in diesem ganzen Bus wäre es wohl in den Sinn gekommen unseren Sohn als süss zu bezeichnen 😮

Zurück auf dem Campingplatz lernten wir dann unsere neuen Schweizer Nachbarn kennen. Zu unserer aller Freude verstanden wir uns sehr gut und ihre beiden Buben waren jeweils im gleichen Alter wie Nuria und Timon. Die beiden „Grossen“ haben gleich auf Anhieb Freundschaft geschlossen (so schnell wie an diesem Tag ist Nuria sonst bloss mit dem Essen fertig, wenn sie danach mit Joya oder Ekaterina spielen kann). Wir hatten einen sehr gemütlichen Abend (danke nochmals!).

27.5.2015

Viva Las Vegas

Wir sind vor wenigen Stunden in Las Vegas angekommen. Da wir während der letzten Tage nie vernünftige Internetverbindungen hatten, kommen jetzt gleich mehrere Bereichte auf einmal.

Den Bericht vom Valley of Fire und dann auch von Vegas selbst, werde ich noch nachliefern.

Vorerst wünschen wir Euch viel Spass beim lesen!

Liebe Grüsse und ein dicker Knuddel nach Hause!

Bis bald!

😘😘😘

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Valley of Fire

Nach einer kurzen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Weg. In St. Georg war wieder einmal ein Grosseinkauf angesagt. Da wir seit einigen Tagen keine Begegnung mit einem grösseren Supermarkt mehr hatten, waren wir total ausgeschossen. So füllten wir wieder einmal mehrere Einkaufwagen und ärgerten uns anschliessend darüber, dass mal wieder nicht alles in den Kühlschrank passte. Mit etwas Geschick und teils Ausweichen auf den Gefrierer gings dann aber doch. Kurz darauf erreichten wir das Valley of Fire, wo wir als erstes den Campingplatz aufsuchten, da es hier keine Möglichkeit zur Reservierung gegeben hatte. Aber es hatte noch genug freie Sites und wir konnten uns eine sehr schöne aussuchen. In der brütenden Nachmittagshitze (zum ersten mal überhaupt auf unserer Reise 🙂 ) gings dann doch erst mal zum Visitor Center und anschliessend zum Elephant Rock.

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Für mehr konnten wir uns im Moment nicht mehr aufraffen. Aber das war egal, den Kindern gefiels auf dem Campingplatz und es wurde nach Lust und Laune auf den umliegenden Felsen geklettert. Nach dem Abendessen hatten wir, und damit meine ich vor allem meinen Mann, die glorreiche Idee, nochmals ins Valley rein zu fahren, um einen ersten Trail zu laufen, und den Sonnenuntergang zu bestaunen. Tja, impossant, gigantisch und beeindruckend ist das ja schon alles. Nur dass die Sonne wegen den länger werdenden Schatten nicht mehr allzu oft zu sehen ist und die Wege nicht besonders gut gekennzeichnet, geschweige denn einfach so erkennbar sind, ist dann schon etwas weniger toll. So brachen wir nach 15 Minuten die Mission ab, da wir Gefahr zu laufen drohten uns zu verirren. Und wie die Temperaturen in der Nacht sind wollten wir lieber nicht auf diese Weise herausfinden. So erreichten wir dann doch immerhin noch knapp bei Tageslicht unseren Campingplatz und genossen den lauen Abend. Ein paar Fotos hats dann doch noch gegeben.

Und auf dem Campingplatz wurden wir herzlich begrüsst von diesem Langohr:

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27.5.2015

Wegen der Hitze, entschlossen wir uns am nächsten Morgen früh raus zu fahren um einige der Trails abzuklappern. Na ja, sooooo früh wars dann am Ende auch wieder nicht, zumindest konnten wir das Frühstück schon bei mehr als angenehmen Temparaturen draussen geniessen.

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Auf dem Weg zur Firewave waren wir dann trotzdem ganz alleine. Der Anblick einfach wieder einmal nur unbeschreiblich. Die Farbenvielfallt lässt sich auf den Fotos kaum festhalten, geschweige denn das dargebotene Panorama.

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Nach der Firewave gings wieder einmal querfeldein zum inoffiziellen aber keinesweg unbekannten Crazy Hill. Nicht unbekannt deswegen, weil uns der ansonsten eher etwas mürrische Ranger im Visitor Center netterweise den Weg auf unserer Karte einzeichnete. Danach liefen wir noch den White Dome Trail.

Anschliessend war es uns zu heiss um weiter zu wandern. Es war aber erst 11h. Und hungrig war noch niemand. Ausserdem ging die Tür zu unserem Wohnmobil nicht mehr zu. Irgendwie hatte sich der Mechanismus verklemmt und man konnte sie, wohlverstanden, nicht mehr einrasten. Erst einmal lösten wir alle Schrauben. Das brachte nichts. Dann hämmerten wir mit dem Taschenmesser dagegen (die grosse Werkzeugkiste haben wir dummerweise Zuhause gelassen). Das brachte auch nichts. Am Ende versuchten wir es noch mit viel Schwung und roher Gewalt. Und siehe da, die Tür war wieder zu. Allerdings wussten wir nicht ob der Mechanismus nun funktioniert oder nicht und da wir im Handynetzlosen Valley of Fire nicht das Risiko eingehen wollten am Ende mit offener Tür herumfahren zu müssen, wurde ab jetzt nur noch durch die Fahrerkabine ein und ausgestiegen. Aber eben, für weitere Wanderungen war es uns zu heiss. Was also machen mit dem angebrochenen Tag? Obwohl wir eigentlich zwei Tage hätten bleiben wollen, entschiedenn wir uns weiter zu fahren, da es in Vegas eine Station unserers Vermieters hat und wir hofften, den defekten Schliessmechanismus reparieren lassen zu können. So verliessen wir mit der passenden Musik von Aerosmith‘ „Amazing“ den Park um dann etwa 90 Minuten später mit dem fast ebenso passenden „Paradise City“ von Guns n’Roses nach Las Vegas rein zu fahren. Beim Fast Food Mittagsstopp versuchten wirs dann nochmals mit der Tür und siehe da, alles funktionierte wieder. So entschieden wir uns den Reparaturstopp auszulassen und gleich unseren Campingplatz anzupeilen. Aber mehr dazu dann im Vegas Bericht. Machts gut, bis bald….

29.5.2015

Las Vegas und Death Valley

Also, wo sind wir stehen geblieben? Wir erreichten unseren Campingplatz mitten in Las Vegas am frühen Nachmittag. Zur Erinnerung, dies nachdem wir am Morgen noch diverse Trails im Valley of Fire durchwandert haben. So waren wir alle ziemlich geschafft. David machte sich mit den Kids auf zum Pool, während ich endlich mal wieder unseren Blogg auf einen neueren Stand brachte. Gegen Abend dann zog es uns an den berühmten Stripe, mit all den Casinos, Bars, Shows, Restaurants, verrückten Leuten, lauter Musik, gigantischen Hotelkomplexen, überhaupt grössenwahnsinnigen Gebäuden, ……! Also eigentlich perfekt für einen tollen Ausgang jedoch alles andere als passend für eine Familie mit kleinen Kindern. Nun ja, diese kleinen Kinder hatten wir nun mal und hungrig waren sie auch noch 😉 . Wer uns gut kennt, weiss natürlich, wo wir unser Dinner genossen. Jawohl, im Hardrock Café 🎸😎🎸. Oh mann, das ist ja lange her! Und waren die Portionen schon immer so gross? Egal, wir genossen es.

Anschliessend schlenderten wir noch eine Weile am Stripe entlang. Nuria und Timon kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Anblick einer knapp bekleideten Frau, fast nur geschmückt mit grossen roten Federn, entlockte bei Nuria gar den Begeisterungsruf: Lueged mal, lueged, ä Änte! 😂 Am besten gefiel uns aber die Wassershow beim Bellagio.

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So schnell wie an diesem Abend haben die Kinder schon lange nicht mehr geschlaffen. David auch nicht 😉

Als ich am nächsten Morgen vor der Rezeption stand um Münzen für die Waschmaschine zu wechseln, musste ich feststellen, dass diese erst in knapp 2h öffnen würde. Also gings zum gleich nebenan liegenden Kasinokomplex vom Circus Circus (ja, 2x ist korrekt). Dort liess ich mir einen Plan geben und irrte dann trotzdem erst mal in dem riesigen Gebäude umher um das sogenannte Cashier Cage zu suchen, den nur dort, so hiess es, könnte ich für 20$ Quarters bekommen. Ein bisschen deprimierend fand ich es dann schon als die nette Dame mich dann, nach einem kuren Blick auf mein Erscheinungsbild, gleich fragte, ob ich die Coins für Laundry benötige. Tja, wahrscheinlich klebte der rote Sandstaub trotz langer Dusche immer noch an mir. Und wer wechselt schon solche kleinen Beträge in einem Kasino? Und dann noch zum Waschen 😶 ???

Nachmittags war es dann an mir mit den beiden Wasserraten am Pool zu relaxen. David machte eine Fotorunde dem Stripe entlang. Ja, wirklich eine Fotorunde! Zumindest kehrte er zwar mit dem Taxi aber trotzdem mit Blattern an den Füssen zurück, was aber vielleicht auch an den für weitere Fussmärsche ungünstigen FlipFlops gelegen hat.

Später fanden wir dann ein Restaurant, welches auch einen klimatisierten Aussenbereich vorzuweisen hatte und dannach schauten wir uns, auf Nurias ausdrücklichen Wunsch hin, nochmals die Wassershow vor dem Bellagio an.

Da wir das Death Valley nur durchquert haben, hänge ich diesen Bericht gleich hier mit rein. Erst mal suchten wir vor dem Verlassen von Vegas sowieso noch ein Outlet auf, um uns noch mit ein paar Kleidern einzudecken. Nun, David brauchte diverse neue Kleider für den Job (was schon mal viiiieeeeeel Zeit in Anspruch nahm, da der Verkäufer wesentlich mehr daran interessiert war, die durch unsere herum rennenden Kidis leicht touchierten Kravatten und Kleider wieder zu richten, als sich um die Bedürfnisse meines Mannes zu kümmern), danach musste ich dringend ein paar Sommersachen für die Kinder zusammen suchen und dann….ja, dann war schon nach Mittag und wir wollten ja noch durchs Death Valley. Für mich hats also nicht mehr gereicht. Nicht mal für ein paar Schuhe. Heul! Schnief! 😭 Wehe, wenn wir nicht nochmals Zeit für ein Outlet finden! Und jetzt bloss keine Kommentare von wegen Jammern auf hohem Niveau….😝

Als wir dann endlich vom Parkplatz rollten, war es schon ziemlich spät und einen Walmart und eine Tankstelle brauchten wir auch noch. Zum Glück gibt es im Death Valley nicht allzu viel zu machen. Zumindest für uns nicht, bei gut 45° Celsius.

Und nochmals zur Erinnerung, das war vor einer Woche

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Und hier die Bilder von heute aus dem Death Valley, in Nevada:


30.5.2015

Inzwischen sind wir beim Zwischenstopp am Lake Isabella. Die Temparaturen sind genau richtig um den Pool zu geniessen…

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…und nach dem vielen amerikanischen auswärts Essen endlich wieder einmal zu grillieren (obwohl Timon wohl inzwischen auch von Pommes leben könnte) 🍟 😉 :

Am Pool tauchte irgendwann eine Kindergeburtstagsgesellschaft auf, da war’s mit der Ruhe und Gemütlichkeit vorbei. Aber immerhin fehlte es ab dann definitiv nicht mehr an Wasserspielsachen. Wieder einmal mit neu gewonnen Gspändlis aus der Heimat liessen Nuria und Timon den Abend auf dem schönen Spielplatz ausklingen.

Morgen gehts in den Sequoia National Park. Sonnige Grüsse nach Hause!

31.5.2015

Sequoia National Park

Wirklich impossant! Wenn diese Bäume, welche bis zu 3500 Jahre alt sind, doch nur sprechen könnten. Wobei….was haben sie wirklich gesehen? Andere Bäume! Wilde Tiere! Vielleicht gelegentlich mal einen Menschen? Bis die Gegend zum National Park ernannt wurde und die Menschen in Scharen herbeipilgerten. Aber eindrücklich ist das Ganze schon. Und über mehrere Tausend Jahre gibts wohl auch bei einem gemütlichen Leben doch die eine oder andere spannende Episode.

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Als wir an diesem Morgen bei unserem Campingplatz auf den Park Shuttle warteten, leistete uns eine ganze Schulklasse Gesellschaft. Hmmm, nicht gerade das worauf wir aus waren, wenn wir darauf hofften irgendwelche Wildtiere zu sehen. Also liessen wir die Haltestelle, welchen die Truppe nahm, aus und stiegen wenig später aus um zum General Sherman Tree zu gelanngen, dem nach Volumen grössten bekannten Baum Weltweit. Man kriegt den Eindruck, dass ein ganzes Hotel in dessen Stamm Platz finden würde.

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Die Bäume hinter unserem Haus werden mich künftig wohl irgendwie an etwas gross geratene Zahnstocher oder so erinnern…

Danach genossen wir fast mutterseelenalleine den Congress Trail, an dessen Route die Bäume nach politischen Gremien benannt sind. Ein wunderschöner Trail, welcher über diverse Bächlein und unter einigen Baumstammtunnels hindurchführte. Auch die Kinder waren begeistert.

Beeindruckt haben uns auch die vielen teilweise verkohlten Sequoia Bäume, welche aber trotzdem stark und gesund wirkten. Später haben wir gelesen, dass immer mal wieder Brände wüteten, diese jedoch den Sequoias oft nicht allzuviel anhaben konnten. Die Baumstämme haben einen einigermasssen Brandresistenten Kern. Der durch das Feuer ausgelichteten Wald verschafft den Überlebenskünstlern dann zudem mehr Sonnenlicht und Wasser, was das Wachstum wiederum fördert.
Um uns später für den Big Tree Trail zu stärken, gabs beim Start, einem lauschigen Plätzchen bei einer Lichtung, erst mal ein Picknick.

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Danach liefen wir den Rundweg, wobei wir sogar aus einiger Entfernung einen Schwarzbären beobachten konnten.

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Um auch noch etwas für unsere Fitness zu tun, stiegen wir dann am Nachmittag die 400 Stufen zum Moro Rock hinauf. Die Kinder wieder einmal schlafend auf dem Rücken 😉 .

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Oben angekommen konnten wir uns die phänomenale Aussicht leider nur vorstellen, da sich der strahlend blaue Himmel in eine graue Suppe verwandelt hatte. Da es auch etwas nach Regen roch, machten wir uns ziemlich rasch wieder an den Abstieg.

Auf der Busfahrt zurück, traffen wir dann gleich mehrere Schweizer Familien und wer hätte das gedacht…. alle hatten ein Kind, welches im Sommer eingeschult (Kindergarten) wird 🙂

So ganz anders als am Vorabend grillierten wir dann am Abend bei grauem Himmel und kühlen Temperaturen. Geschmeckt hat’s trotzdem.

Yosemite National Park…das Wiedersehen!

Nach einer gefühlten Ewigkeit…was heisst gefühlt….nach einer Ewigkeit von fast zwei Jahrzehnten war ich besonders gespannt, wie es im Yosemite National Park heute aussieht. Damals hat es mir hier ausserordentlich gut gefallen und ich kam mit grossen Erwartungen in diesen Park. Ich freute mich auf das Wiedersehen mit dem Half Dome, dem El Capitan und dieser unbeschreiblich schönen Natur mit unzähligen Bächen, Wasserfällen und Wäldern. Über die Bergkette fuhren wir von Westen her ins Yosemite Valley hinein und erhaschten schon mal ein paar erste Blicke auf den markanten Half Dome.

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Jaaa, ganz genau so hatte ich das in Erinnerung. Unten im Tal angekommen, war ich dann doch einigermassen schockiert über die gigantischen Menschenmassen, die extrem touristische Aufmachung und das Verkehrschaos. War das damals auch schon so? Zumindest für die Besteigung des Half Domes brauchte man damals noch keine Permit, welche heutzutage, nebenbei bemerkt, jeweils Anfangs April unter unzähligen Bewerbern für die ganze Saison ausgelost wird. Nicht dass ich jemals oben gewesen wäre (was ich heute ein bisschen bereue), aber trotzdem. Immerhin, die Highlights waren noch da und unser Campground war schön gelegen und wir waren glücklich darüber hier, bei wunderprächtigem Wetter, unsere erste von zwei Nächten verbringen zu dürfen. Und den Kindern gefiels auch. Die Piratenflagge unserer Nachbarn fanden sie besonders faszinierend.

Am nächsten Morgen machten wir uns erst mal auf zum Mirror Lake. Auf einem Trail, welcher (leider) auch von Reitern benutzt wird (dem „Dung“ und Geruch nach recht häufig) gelangten wir zu einem wunderschönen Teich mit glasklarem Wasser. Zu Nurias Entzücken mussten wir erst noch den Bach über eine Brücke, bestehend aus Steinen und Ästen, überqueren. Um trockenen Fusses ans andere Ende zu gelangen forderte dies einiges an Konzentration und Geschick.

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Belohnt wurde man dafür mit einem tollen Sandstrand  und glasklarem Wasser, an einem wirklich schönen Plätzchen zum Verweilen. Wir haben das alle sehr genossen.

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Danach gings zu den Yosemite Falls, welche wir allerdings nur von unten aus bewunderten.

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Wir waren wohl alle ein bisschen Wandermüde. Ausserdem war die Vorstellung die Wanderroute mit einer riesigen Menschenmenge zu teilen nicht allzu verlockend. Am Nachmittag verabschiedete sich die Sonne und gelegentlich kam es zu kurzen Regenschauern. Wir erkundeten uns trotzdem noch über die total gemütlich aussehende Rafting Tour. Immer wieder sieht man Schlauchboote friedlich den ruhigen Fluss runter treiben. So dachten wir, dass dies für die Kinder sicher auch ein riesen Spass wäre. Zumal man hier ja sowieso mit Schwimmwesten ausgestattet wird. Aber leider werden Kids erst ab einem Körpergewicht von etwa 20kg, zugelassen. Und das haben unsere, trotz 5 Wochen Pommes, Chicken Nuggets und Grillwürstchen, noch nicht geschafft (zum Glück auch…, ich möchte ja nicht wissen wie wir die Kinder dann in Rückentragen rumschleppen würden 😉 ).

Mein Fazit: Der Yosemite NP ist nach wie vor einer der schönsten Parks für mich, allerdings haben das inzwischen wohl auch ein paar andere für sich entdeckt und es hat zu viele Leute hier. Ob es daran liegt, dass wir auf unserer Reise oft Trails ganz für uns alleine hatten, oder ob es hier wirklich so überlofen ist, kann ich im Moment nicht beurteilen. Für einen Rückzug und um etwas Ruhe zu finden, würde ich auf alle Fälle nicht (mehr) hierher kommen. Für ein tolles Naturerlebnis und falls gewünscht halsbrecherische Klettertouren jedoch auf jeden Fall.

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So, das wärs für den Moment mal wieder gewesen. Im Moment machen wir in Manteca Zwischenstopp. Morgen gehts nach San Francisco 🙂

Liebe Grüsse und machets guet!

San Francisco

Bevor wir nach San Francisco rein fuhren, verbrachten wir noch zwei erholsame Tage in Manteca, ca 90 Fahrminuten vor Frisco, bei herrlichem Poolwetter mit Relaxen, Baden, Waschen, Putzen (und zwar den Grossputz, also doch ganze 20 Minuten für unsere rollende Villa) und last but not least mit Essen in einem sensationell feinen mongolischen Restaurant. In der Tat konnten wir uns dort dort für etwa 30 $ (die ganze Familie, inkl. Wein, all u can eat, inkl. Apetizer & Suppe, ….) die Bäuche mit wirklich feinen, vor unseren Augen frisch zubereitetem und zur Abwechslung auch mal ziemlich gesundem Speisen füllen. Wir mussten trotz meiner anfänglichen Skepsis unbedingt gleich beide Abende dort verbringen.

So, aber ihr wollt ja sicher lesen, was wir in San Francisco erlebt haben, also genug von unsere kulinarischen Höhenflügen. Wir fuhren also bei 31° Celsius in Manteca weg und via San Mateo Bridge nach San Francisco rein. Als wir uns dem Campground näherten, fiel uns auf, dass die Leute auf der Strasse trotz sonnigem Wetter in dicke Pullis und Jacken gehüllt waren. Wir trugen wohlverstanden kurze Shorts und dünne T-Shirts. Doch tatsächlich, die Scheiben fühlten sich kalt, sehr kalt an. So hielt sich der Schock, als wir dann ausstiegen einigermassen in Grenzen. Etwas mühseliger war dann der Umstand, dass die Rezeption vom Campingplatz zu war. Ja, gut, es war Sonntag, aber wir hatten ja schliesslich eine bestätigte Reservation. Glücklicherweise konnte uns dann einer der anderen Camper sagen, auf welcher Site der Camphost zu finden ist. So konnten wir dann unseren Platz doch noch beziehen, uns warm einkleiden und los gehen Richtung Down Town. Natürlich mussten wir als erstes die Seelöwen am bekannten Pier 39 besuchen. Die Kinder staunten über diese teilweise Kolossähnlichen Kreaturen und wir beobachteten die Tiere eine Weile.

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Danach gingen wir zu Fuss zum bekannten Teilstück der Lombard Street, wo sie sich, wunderprächtig mit Blumenbeeten geschmückt und schönen Hausfassaden umrahmt, nur für PW’s befahrbar durchs Quartier schlängelt. Irgendwie ein riesen Spektakel und natürlich ein entsprechend grosser Touristenauflauf. Hier das Meer aus Blumen und Autos 🙂

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Später gings nach China Town, dessen Strassen und Gassen einem bisweilen vergessen lassen, dass man sich mitten in einer amerikanischen Grossstadt befindet.

Dannach reichte es „nur noch“ für einen kurzen Walk durch den Business Destrict (letztes Bild oben) und zurück zu unserer Bahnstation. Also irgendwie haben wir in diesem halben Tag doch schon ganz schön viel gesehen 🙂

Rechtzeitig am nächsten Morgen gings wieder los, da wir noch von Zuhause aus Tickets für die Besichtigung von Alcatraz gebucht hatten. Dementsprechend waren wir dann viel zu früh in der Stadt. So entschieden wir uns noch für eine kurze Fahrt mit dem Cable Car, was uns noch fast zum Verhängnis werden sollte.

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Erst unterwegs merkten wir, dass wir in eine völlig falsche Richtung fuhren. Egal, wir haben ja noch sooooooo viieeeeeel Zeit. Also fuhren wir bis zu Endstation (schliesslich ist es auch total faszinierend dem Operator beim Schalten und Walten mit diesen Zahnradhebeln, Bremsen und was auch immer zuzuschauen) und orientierten uns dann dort mal am Stadtplan, wo wir dann jetzt genau hin müssen. Noch 45 Minuten bleiben uns bis das Boot ablegt. Also Abmarsch. Wer schon mal in Frisco gewesen ist, weiss, dass dies bedeutet Strasse rauf, Strasse runter, rauf, runter, rauf, ……..!

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Nun gut, irgendwie lief uns die Zeit davon und wir versuchten fieberhaft ein Taxi zu kriegen. Natürlich hetzten wir dabei immer weiter in Richtung Piers. Partout wollte sich kein freies Taxi finden lassen. Und der Minutenzeiger war so was von unbarmherzig. Was würde mich das ärgern zum zweiten mal in dieser Stadt zu sein ohne Alcatraz gesehen zu haben. Tickets sind oftmals Wochen im voraus ausverkauft, wir hätten also keine Chance auf die Insel zu kommen, falls wir unsere Tour verpassen würden. Aber….wir haben es geschafft! Wir kamen zwar so spät, dass wir, komplett durchgeschwitz wie wir waren, durch einen Seitenzugang an allen Anstehenden (für das nächste Schiff) vorbei, direkt auf das Boot geleitet wurden, aber egal (oder sogar noch besser? Schliesslich ersparten wir uns so die Ansteherei…), wir waren auf dem Schiff. Und warten, bis dieses ablegt, mussten wir auch nicht. Zum Verschnaufen blieb auf der kurzen Fahrt allerdings keine Zeit. Das Panorama mit der Skyline und und der näherkommenden Insel war zu schön um ruhig sitzen zu bleiben und den Anblick zu verpassen.

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Alcatraz selbst ist wirklich eindrücklich. Zumindest für grosse Leute. Unsere Kinder fanden das Audiogerät weitaus interessanter als alles was man auf der Aussenanlage sowie im inneren des ehemaligen Gefänginstrakts sehen konnte. Und dummerweise haben wir für die Kinder auch nur eines dieser Geräte mitgenommen (und dieses funktionierte noch nicht mal), weil wir tatsächlich dachten, Nuria könnte vielleicht schon etwas verstehen. Riiiieeeeesen Fehler. Und das hätten wir doch wissen sollen, schliesslich sind wir jetzt dann schon bald 3 Jahre Eltern von zwei Geschwistern. Während also die Kinder um das spannende Gerät streitend an unseren Shirtzipfel hängten, lauschten wir, so gebannt  wir konnten den Ausführengen unserer Audiotour. Die Erläuterungen des Speakers waren auch immer mit den passenden Hintergrundgeräuschen unterlegt, so dass man sich wirklich ein bisschen vorstellen konnte, wie das bis vor etwa 53 Jahren, bevor die Anstalt wegen zu hoher Kosten geschlossen wurde, zu und her ging. Besonders die Szene als es zu einer gewaltigen Schiesserei bei einem Ausbruchsversuch kam, wurde sehr eindrücklich beschrieben und akustisch belebt. Mehrere Wärter sowie alle Insassen eines ganzen Traktes kamen dabei ums Leben. Geschickter gingen beim Ausbrechen die 3 Gefangenen vor, welche von der Gefängisinsel tatsächlich entkommen konnten. Sie gruben mit normalen Suppenlöffeln während über einem Jahr (woher man das so genau weiss ist mir allerdings schleierhaft) ein Loch in die Wand und gelangten so in den Entlüftungsschacht, und dann irgendwie aufs Dach und so weiter…. Wie im Film halt. So ganz habe ichs wohl nicht mitgekiegt. Die Kinder hingen schliesslich immer noch lärmend an meinen Hosenbeinen. Nun gut, die Gefangenen sind auf alle Fälle der Insel entkommen und gemäss offizieller Angaben bis heute nicht mehr wiedergesehen. Allerdings ist es auch gut möglich, dass sie im Meer ertrunken sind. Das Wasser in der Bucht ist eisig kalt und die Strömung sehr stark. Aber es sind ja nur etwa 1.8 km bis zum Festland. Das müsste doch zu schaffen sein, oder? Oder sie wurden doch geschnappt (was dann verschwiegen wurde, damit niemand weiss, dass es doch möglich ist von Alcatraz auszubrechen), wie sonst hätte man wissen sollen, dass die „Löffelgrabarbeiten“ ein Jahr gedauert haben? Ich langweile euch jetzt aber nicht länger mit meinen Mutmassungen und Verschwörungstheorien, hier sind die Bilder von der Insel:

Natürlich mussten wir dann später auch unbedingt noch einen dieser Doppeldecker Touribusse nehmen. Wer David gut kennt, weiss, dass dies zum Familie-Schiess-City-Trip Standardprogramm gehört. Ich hasse die Dinger ja normalerweise. Da aber diesmal nun auch mein Sohn dabei war, und mir in den Ohren lag, wann wir denn nun endlich mit dem Bus ohne Dach fahren, hatte ich keine Chance. Und die Füsse dankten es am Ende auch.

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Völlig erschöpft und voll gepackt mit den vielen kunterbunten Eindrücken aus der Stadt (bunt passt ja gut zu Frisco 😉 ) sanken wir an diesem Abend ins Bett.

Für den dritten und letzten Tag hatten wir kein spezifisches Programm mehr. Was wir sehen wollten, haben wir gesehen. So führte unser Weg am nächsten Tag erst mal in die Einkaufsmeile. Da wir uns in einer der teuersten Städte des Landes befanden (ich meine irgendwo mitbekommen zu haben es sei sogar inzwischen die Teuerste, aber das könnt ihr ja googeln….), war die Ausbeute nicht besonders gross. So zog es uns dann noch am gleichen Morgen zurück zum Pier 39 und zu den Seelöwen. Gemütlich assen wir dort zu Mittag und schlenderten noch eine Weile durch die Gassen. Natürlich durfte auch eine Runde auf dem Karussell nicht fehlen.

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San Francisco….

…..eine wirklich tolle Stadt und auf alle Fälle einen Besuch wert!

Morgen geht’s auf den Highway 1. Unsere letzte Etape auf der Camperreise. Wir freuen uns auch noch darauf und wünschen euch allen Zuhause (und natürlich auch jenen in den Ferien) eine schöne Zeit.

Via Big Sur zum Pismo State Beach

Am heutigen Tag werden wir noch herausfinden, wohin all das Geld fliesst, welches dem Staat Kalifornien fehlt (u.a. um die Strassen intakt zu halten….). Aber mehr dazu später. Früh an diesem letzten Morgen in San Francisco wurden wir durch das stetige Prasseln des Regens auf unser Roadbärli (wie unser fahrende Villa von David inzwischen liebevoll genannt wird…) geweckt. Tatsächlich schüttete es was das Zeug hält. Na, wenn das mal keine Aufforderung zum Gehen ist. So rollten wir nach dem Frühstück gemütlich in Richtung Küstenstrasse, dem bekannten Highway 1, welcher sich die ganze Küste hinunter zieht. Bei unserem ersten Stopp, dem Pigeon Lighthouse war der Himmel noch immer grau, aber es regnete nicht mehr.

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Danach fuhren wir weiter, durch das malerische Santa Cruz und assen dann später an der Küste ein kleines Mittagessen.

Dabei leisteten uns einige Seelöwen aus sicherer Distanz Gesellschaft. Schliesslich mussten wir uns entscheiden, ob wir das anscheinend prächtige Aquarium in Monterey besuchen wollten. Immerhin würde uns der Eintritt für die ganze Familie $130 kosten. Und es war ja schon nach 14h und die Kids könnten quengelig werden. Aber sie nahmen uns am Ende die Entscheidung ab, indem sie kurz vor der Stadt einschliefen. So fuhren wir weiter, dem 17 Mls Drive entlang der Küste und am Pebble Beach entlang. Eine wirklich wunderschöne Gegend mit Wahnsinns-Stränden und pächtigen, gepflegten Park- und Golfanlagen. Und ja, genau hier, wo sich eine Millonenschwere Villa an die nächste reiht (wobei das nicht ganz richtig ist, dazwischen liegen jeweils etwa 2 Fussballfelder Gartenanlage), hier mangelt es wohl nicht an dem sonst in diesem Staat abhanden gekommenen Geld. Manchmal sind schon die Einfahrten auf die Anwesen (noch vor den sehenswerten, schmiedeisernen und manchmal kunstvoll gearbeiteten Toren) grösser als unser ganzes Grundstück. Fotos habe ich leider keine. Schliesslich will ICH ja auch nicht, dass irgendwelche dahergelaufene Touristen unser Haus fotografieren und die Bilder ins Internet stellen! Dass sich die Villen auf der falschen Strassenseite befanden und ich als Beifahrer einen denkbar schlechten Kamerablick auf die Objekte hatte (Navi, Rückspiegel, Scheibenfassung, Alkoven über uns oder der Insektenfriedhof auf der Frontscheibe war immer im Weg), spielt dabei überhaupt keine Rolle 😉

Am späten Nachmittag kamen wir auf dem schönen Campingplatz im Big Sur State Park an. Die Kinder waren nach den drei Citydays wieder einmal im Element und nach 5 Minuten so eingedreckt, dass sogar nach der Dusche vor dem Schlafengehen noch ein dunkles Rinnsal einen Weg zu Timons Hals fand 😮

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Mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein wachten wir am nächsten Morgen auf. Das war’s dann leider auch schon mit dem blauen Himmel. Je näher wir der Küste kamen, desto trüber wurde die Sicht. Der Nebel war teilweise so dicht, dass wir, obwohl es nicht regnete, eine nasse Frontscheibe hatten. Und das an dieser doch eigentlich so wunderbaren Küstenstrasse. Gern würden wir euch spannendere Bilder zeigen, aber mehr haben auch wir nicht zu Gesicht bekommen:

Immerhin lichtete sich der Schleier zwischendurch ein wenig und bei unserem ersten richtigen Halt an der Küste von Piedras Blancas war die Sicht gut genug für das was wir sehen wollten. Das waren nämlich die eindrücklichen, massigen, verspielten, gigantischen, faulen, schönen aber vor allem faszinierenden Seeelefanten, welche hier Zuhause sind. Timon fand zwar den Touristenbus auf dem Parkplatz erst mal viel interessanter, als er dann aber den ersten Elephant Seal entdeckte, gabs kein Halten mehr. Die Kinder konnten ihre Blicke kaum noch abwenden so angetan waren sie von den Tieren. Leider passen die Dinger knapp nicht ins Handgepäck (Männchen: 5m, 2300kg), sonst hätten wir wohl glatt einen für den Garten mit nach Hause nehmen müssen

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(öööhhh, ja, das ist ein Kleiderbügel, was Timon dort in der Mitte in der Hand hält. Aber in echt ist es eine Fotokamera, ein Zug, ein Messer, ein Handy, ein Tablet…..oder einfach nur das derzeitige Lieblingspielzeug 😀 )

Weiter gings zum Moro Rock (welcher wieder im Nebel lag) und dann nach Pismo Beach, wo wir unseren Campingplatz gebucht haben. Obwohl wieder alles grau in grau war, haben wir noch einen kleinen Spaziergang über die Sanddünen an den riesigen, feinsandigen Strand gemacht und hoffen jetzt gaaaanz fest, dass es morgen etwas schöner ist, so dass wir uns beim Sandburg bauen und Füsse baden (mehr lässt der Pazifik hier wohl kaum zu) nicht die Zehen abfrieren.

Unsere Hoffnung bezüglich Wetter wurden enttäuscht. Auch am nächsten Tag präsentierte sich die Aussicht als graue, undruchdringliche Suppe. Aber, und wer hätte das gedacht, sollte uns dies zu einem tollen Erlebniss verhelfen (habe ich schon mal erwähnt, das Timon und ich Sonntagskinder sind?). Nun, auch wenn der Strand hier traumhaft schön ist, in diesem Nebel wollten wir nicht bleiben. Einer der Campground Mitarbeiter hat uns darüber informiert, dass das hier fast immer so sei. JEDEN Tag. Zum Glück hat uns das früher niemand gesagt. Er riet uns dann zum wenige Meilen entfernten Avila Beach zu fahren, dort sei es fast immer sonnig. Hmmmm, wir verstehenn dieses Küstenwetter irgendwie nicht so ganz. Egal, wie empfohlen fuhren wir zurück Richtung Norden an besagten Strand….tatsächlich in die Sonne. Dort war gerade so etwas wie ein Quartierfest im Gange und es gab viele Stände mit Leckereien. So futterten wir uns erst mal durch und suchten uns dann ein schönes Plätzchen.

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Ein bisschen wunderten wir uns darüber, warum es auf dem langen Steg in der Nähe so viele Leute hatte. Bis uns ein Licht aufging. Ein grosse Walfamilie verweilte nur wenige Dutzend Meter vom Strand entfernt und immer wieder mal tauchte einer dieser gigantischen Meeresbewohner aus dem Wasser auf. Natürlich waren wir hin und weg. Es war so faszinierend. Auch die Pelikane zu beobachten, welche die Wale, dessen massige Körper oft nur ganz knapp unter der Wasseroberfläche trieben, als schwimmende Inseln benutzen und auf ihnen landeten. Viele Fotos haben wir nicht zu bieten. Nebst, dass wir die grosse Kamera nicht mit hatten, wäre es zu schade gewesen, das ganze Schauspiel durch das Display vom Handy zu beobachten.

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So, jetzt gehts ab ins Bett, morgen müssen wir den Camper zurück geben (heul….). Bevors dann übermorgen weiter nach Mexiko geht, liefere ich euch dann aber noch den letzten Bericht. Vom Lake Casitas…

Lake Casitas mit Zwischenstopp in Santa Barbara

Unsere letzte Station, bevors dann zurück nach Malibu ging, hiess Lake Casitas. Geplant gewesen wären allerdings zwei Übernachtungen an der Küste, dem State Beach von El Capitan. Da ich schon vor unserer Reise mitbekommen habe, dass es dort immer mal wieder Probleme gab, haben wir uns entschieden, parallel dazu einen zweiten Campingplatz, ein wenig im Landesinneren zu reservieren. Und siehe da, kurz vor San Francisco bekamen wir die Cancellation von El Capitan. Die Nachforschung hat ergeben, dass es mal wieder irgendwelche Probleme mit einer der vorgelagerten Ölbohrinseln im Ozean gegeben hat. Als wir dann am Campingplatz vorbeifuhren, sahen wir gerade eine grosse Gruppe von Menschen in Ganzkörperschutzanzügen auf dem Platz arbeiten. Wirkte irgendwie unheimlich. Bevor wir also unseren Erstazplatz ansteuerten, haben wir noch einen Stopp in der „kleinen“ Stadt Santa Barbara eingelegt (hat schliesslich nur gerade mal gut 80’000 Einwohner). Wir schlenderten eine Weile durch die charmante Altstadt, bevors dann wirklich zum Lake Casitas ging.

Zum ersten mal auf unserer Reise hatten wir sowas wie einen Partycampingplatz. Ein farbige Grossfamilie hatte wohl sowas wie ein Familientreffen. Aber es war ja auch Samstag und auch wenn eine gewisse Geräuschkulisse noch lange in die Nacht hineien vorhanden war, hat uns das nicht sonderlich gestört. Und der Spielplatz hat schliesslich genug entschädigt 😉

Für den nächsten Tag stand der Besuch im Adventure Water Park auf dem Programm. Aber schon wieder hatte uns der Nebel eingholt. Dafür haben wir am Vortag Wale gesehen! Nämlich! Also entschieden wir ins gut 40 Minuten entfernte Outlet zu fahren und uns irgendwo auch noch um die Wäsche zu kümmern. Gesagt getan. Gegen Abend wurde es dann doch noch schön und wir fuhren zurück um den Wasserpark  noch kurz zu geniessen. Und was für ein Park. Wenn das mal nicht ultra cool ist….:

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Eine neue Idee für unseren Garten (neben dem Seeelefanten). Mein Mann hat aber leider so gar keine Lust das für mich…..ähhhh für die Kinder zu bauen. Also wirds wohl doch nichts draus 😮

Am nächsten und letzten ganzen Tag von unserer Camperreise mussten wir dann gleich nochmals in den Wasserpark.

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Und dann, oh weh und jammer und heul und überhaupt mussten wir zurück nach Malibu, wo uns nichts anderes übrig blieb als zu packen, aufzuräumen und zu putzen. Immerhin lernten wir auf dem Campingplatz in Malibu noch ein junges Paar kennen (er, zu Davids Freude, HCFG FAN), welchem wir unseren halben Hausrat vermachen konnten. So verhilft unser heiss geliebter Grill hoffentlich noch zu ein paar weiteren gemütlichen Barbecues. Ein letztes mal frisch geduscht im Camper:

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So und während ich das jetzt schreibe, sollte ich eigentlich noch im Bettchen liegen und von Mexiko träumen. Aber natürlich habe ich wieder mal das Gefühl, die rollende Villa müsste in saubererem Zustand zurück als wir sie bekommen haben und kann um kurz nach 6 nicht mehr weiter schlafen. Mit einem (ganz fest) weinenden und einem lachenden Auge gehts nun für uns weiter in Richtung Süden des Kontinents. Es war eine äusserst intensive und traumhaft schöne Zeit mit unserem Roadbärli.

Das nächste und letzt mal werden wir uns aus Mexiko melden. Und dann heisst es schon…..bis bald 😀

Bye Bye

San José del Cabo

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass unser Hotel „nur“ die zweite Wahl war? Der All-Inclusive Familienkomplex, welchen wir im Frühherbst letzten Jahres gebucht hatten, wurde durch den Hurricane im September so stark zerstört, dass eine Wiedereröffnung erst im Frühling 2016 zu erwarten ist. Wie an so vielen Gebäuden hier, wird auch dort fleissig repariert und wieder aufgebaut. Wo das Geld fehlt, lässt mans eben wie es ist.

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Es ist wirklich ein riesen Glück, dass bei diesem Jahrzehntwirbelsturm niemand ums Leben gekommen ist.

Wir auf alle Fälle sind mit dem Ersatz, welchen wir vor allem aufgrund mangelnder Auswahlmöglichkeit gebucht haben, mehr als zufrieden. Zwar ist das hier alles andere als ein Familienhotel aber vielleicht ist es auch das, was es so paradisisch schön macht 😆😜. Uns gefällts. Mehr als das. Und den Kindern auch.

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Wie ihr euch gut vorstellen könnt, leben wir im Moment einfach so in den Tag hinein und geniessen das in vollen Zügen. Morgens werden wir mit dem Rauschen des Meeres wach und dann gehts meist erst mal zum Pool, wo zumindest die Kinder schon mal vor dem Frühstück ausgiebig plantschen.

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Dann gehts ins Openair Restaurant, wo uns lauter Köstlichkeiten erwarten. Alles à la carte. Und die Aufmerksamkeit und Freundlichkeit der Menschen, welche hier arbeiten, ist einfach nicht zu toppen. Etwas gewöhnungsbedürftig war es anfangs schon, dass einem sogar die Serviette auf dem Schoss ausgebreitet wird.

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Dann ist wieder Pool und Strand angesagt. Die dezente Panflötenmusik, welche im Hintergrund zu hören ist, und einem unter anderen Umständen wohl gehörig auf die Nerven gehen würde, passt hier einfach perfekt dazu. Irgendwann im Laufe des Tages wird dann die Poolbaar besucht…

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…und ein Snack in einem der Hotelrestaurants (immerhin 3 an der Zahl, für so ein kleines Hotel ist das doch ziemlich beachtlich) oder auf dem Liegestuhl gehören auch zum Standardprogramm.

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Manchmal sind wir bis Abends um 19h draussen,

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…bevor wir uns im Zimmer, wo meist schon ein süsser Gruss aus der Küche auf uns wartet, frisch machen um dann noch ein edles Abendessen zu geniessen.

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Obwohl Pommes hier nicht in Massen vorhanden sind, schmeckts auch den Kindern. Nach den Ferien ist eindeutig Diät angesagt. Oooops 😉

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Tja, dieses Shirt wird uns wohl nicht mehr nach Hause begleiten.

So, das wars. In einer Woche gehts zurück nach LA und dann am Donnerstag nach Hause (wo wir am Freitag landen). Wir freuen uns auf euch. Ganz ehrlich. Es ist paradisisch hier und wir würden es sicher länger aushalten. Aber wir vermissen euch. Bis bald und machts gut 😘😘😘