Offline

Wir nähern uns dem Ende unserer grossen Malaysia Reise. Die letzten Tage verbringen wir in einem Ferienresort auf der traumhaft schönen Insel Redang. Schnorcheln, Sandburgen bauen, schlemmen, Beachball spielen, lesen, schwimmen, spazieren und die Äffchen und Eichhörnchen (auch auf unserem Balkon) beobachten.

Nur das. Ausser mit einem sehr dürftigen Internetzugang im Lobbybereich sind wir offline, und das ist auch gut so. Deshalb gibt es von uns nicht mehr viel zu lesen. Dafür haben wir dann auch noch was zu erzählen. Gleich wenn wir zurück sind. Schon bald! Machts gut 😘

Wasserpark – Dschungel – Trauminsel

14.04. – Bukit Merah
Heute besuchten wir den Waterpark in Bukit Merah. Dieser wird vorwiegend durch Einheimische bevölkert und bietet neben Wellenbad und diversen (Splash-)Pools einge Wasserrutschen. Die Sicherheitsmassnahmen sind ziemlich übertrieben, so dass wir Timon nur mit viel Überredungskunst und ein paar Schummeleien überhaupt auf die harmlosen Rutschen bekamen. Mangels besseren Alternativen mussten wir schliesslich zum ersten mal in diesen Ferien in einem wirklich miesen Hotel übernachten. Für diese eine Nacht gings.

15.04. Royal Belum
Um so grösser war unsere Freude, als wir tags darauf unser Lager im Nationalpark Royal Belum bezogen. Nachdem wir gleich nach dem Frühstück erst noch mit dem Boot die Orang Utan Insel aufgesucht haben (sehr schön und informativ ist das gewesen. Hinter Gitter sind überigens die Besucher, die Affen können sich auf der Insel frei bewegen)…

…fuhren wir ca. 3 Stunden Richtung Osten ins Landesinnere. Dort, mitten in einem national Forest, hatten wir, nur zwecks Zwischenstopp, eine Übernachtung gebucht. Zum Glück hatten wir noch den ganzen Nachmittag zur Verfügung. Es war einfach traumhaft. Alles.

16.04 – Perhentian
Nach weiteren 3 Stunden Fahrt erreichten wir Kuala Besut. Ursprünglich wollten wir an den Lake Kenyir im grössten und ältesten Nationalpark des Landes, dem Taman Negara. Allerdings ist man dort abgängig von Touren- und Unterkunftsanbietern da die meisten Sehenswürdigkeiten und Schlafmöglichkeiten nur auf dem Wasserweg erreichbar sind. Unsere Kontaktaufnahme einige Tage zuvor blieb unbeantwortet, weswegen wir uns spontan umentschieden und eines der letzten freien Zimmer auf der Insel Perhentian gebucht haben. Wir sollten diesen Entscheid nicht bereuen. Nach einer rasanten Fahrt übers Meer (Flug würde es noch besser beschreiben) erreichten wir nach etwa 40 Minuten unser Resort, welches wunderbar eingebettet in Palmen direkt Strand liegt.


17.04.
Mit viel Gemurre seitens der Kinder packten wir am nächsten Morgen unseren Tagesrucksack um durch den Dschungel auf die andere Seite der Insel zu spazieren. Die erste Herausforderung bestand darin, den Trampelpfad, welcher gemäss Aussage eines Einheimschen während etwa 40 Minuten über den dicht bewachsenen Hügel zum anderen Ufer führen sollte, zu finden. Schliesslich unterwegs wurde es uns dann irgendwann schon ein bisschen mulmig zumute, als der Weg immer schlechter begehbar wurde. Der Blick aufs Navi zeigte nach 30 Minuten etwa einen Drittel der Wegstrecke an (wobei auf der Online-Karte kein Weg eingezeichnet war).

Unsere Sandalen hatte ich im Schlamm und Sumpf längst abgeschrieben und Timon musste von David über längere Streckenabschnitte getragen werden. So mühten wir uns bei etwa 35 Grad im Schatten ab, bis endlich zwischen den Bäumen ein Fleck türkisblaues Meer durchschimmerte. Yeah! Geschafft! Belohnt wurden wir mit einem praktisch Menschenleeren, weissen Sandstrand, klarem Wasser und Idylle pur. Zurück nahmen wir dann einige Stunden später ein Wassertaxi. Die Kinder bekamen dann auch das grösste und wohlverdienteste Glacé aus der ganzen Gefrierbox. Wobei wir uns im Rückblick ja schon einig waren,  dass wir alle Zusammen ein cooles Abenteuer erlebt haben 😎👍

18.04.
Dito Tag vorher, abzüglich Dschungeltrekking dafür plus leichter Sonnenstich meinerseits.


19.04. Kuala Terengganu
Heute mussten wir diesen wunderbaren Fleck Erde leider wieder verlassen. Allerding nur um uns ein kleines bisschen Richtung Süden zu bewegen. In Kuala Terengganu übernachten wir um morgen zuerst unser Mietauto zurück geben und dann das nächste Boot nach Pulau Redang nehmen. Und ja, ich bin langsam ein bisschen schreibmüde 😊

Nach einigen Turbulenzen im Paradies angekommen – LANGKAWI

08.04.17
Hui, jetzt wo ich das schreibe ist es gerade mal 24 Stunden her, seit wir das Hard Rock Hotel und damit irgendwie so eine Art geschützten Raum verlassen haben. In dieser Zeit ereilte uns eine zerbrochene Windschutzscheibe, ein weiterer Magenkäfer sowie fehlende Papiere für den Fährentransport für unseren fahrbaren Untersatz. Nach dem Check-out in Penang genossen wir den Nachmittag noch am Pool, da wir die Nacht vor der Überfahrt nach Langkawi sowieso nur im Hafenhotel zu verbringen gedachten. Gegen 16:00 fuhren wir dann aber los und gerieten auf der Autobahn in den Sandsturm eines LKW’s. Dummerweise führte das zu einem etwa 12 cm langen Riss auf unserer Windschutzscheibe. Immerhin nicht im Blickfeld des Fahrers. Da wir schon spät dran waren und für den nächsten Tag auch noch die Fähre gebucht hatten, entschieden wir, vorerst nichts zu unternehmen. Die Scheibe war sowieso hinüber und so können wir auch noch eine Weile damit rum fahren, bevor wir versuchen werden, sie irgendwo ersetzen zu lassen. Die Nacht verbrachten wir in zwei Doppelzimmer, wobei das nicht ganz richtig ist. David bevorzugte in seinem, seit diesem Abend stark angeschlagenen, Zustand das Badezimmer.

08.04.17
Er fühlte sich am nächsten Morgen wie gerädert und noch immer geplagt von Bauchkrämpfen, dazu stellten wir dann auch noch fest, dass uns ein benötigtes Dokument für die Überfahrt fehlte. So ging ein Telefon- und SMS-Marathon mit der Autovermietung los. Da es Sonntag war, konnten wir die Hauptzentrale nicht erreichen und wurden erstmals von Filiale zu Filiale weitergereicht. Wie sich kurz nach Einzug der Rampe herausstellte, hat es um etwa 10 Minuten nicht gereicht, dass das fehlende Dokument an die Reederei gefaxt werden konnte. So mussten wir das Auto stehen lassen und durften trotzdem im Tiefkühlfach, auch Passagierraum genannt, Platz nehmen. Den Autoschlüssel überliessen wir vertrauensselig einer Angestellten der Fährgesellschaft, so dass unser Wagen am nächsten Tag nachgeliefert werden konnte. Wir hofften bloss, dass das alles klappen würde, und die Scheibe die Vibrationen der Fähre auf dem Weg nach Langkawi überstehen würde. Für heute hatte uns ein Angestellter vom Schiff ein Taxi organisiert (da der Autofährhafen irgendwo im Nirgendwo ist). So kamen wir dann etwa 20 Minuten später in unserem Hotel an. Ein richtiges Juwel und eher ein Museum als ein Hotel. Gebäude aus der Kolonialzeit wurden aus dem ganzen Land zusammengekauft, demontiert und wieder aufgestellt und dabei liebevoll restauriert und zu einem Hotel umfunktioniert.

„Unser“ Haus wurde um das Jahr 1900 auf Penang erbaut und diente später einer chinesischen Familie als Wohnsitz:

Der Gewinn dieses Resorts kommt vollumfänglich einem guten Zweck zugute und nachdem wir die Leute hier, und deren Engagement, kennen gelernt haben, glauben wir das sogar.

Nachdem David sich den Nachmittag über erholt und die Kinder den sehr schön und passend angelegten Pool auf Herz und Nieren geprüft hatten, machten wir uns auf zum berühmten und in Gehdistanz erreichbaren Cenai Beach. Zwar tatsächlich wunderschön, mit dem schneeweissen breiten Sandstrand und dem tiefblauen Wasser, aber irgendwie total überbevölkert. Sportler, Hippies, Backpackers, Gestrandete, Hippsters, Geschäftsleute (sowohl lokale wie auch Reisende mit offensichtlich viel Geld) und andere Sonnenhungrige treten sich auf die Füsse.

In einem kleinen lokalen Strandrestaurant assen wir etwas, bevor wir mit dem Taxi zurück ins Hotel fuhren.

10.04.17
Am nächsten Tag fuhren wir wiederum mit dem Taxi zum Hafen, wo wir dann tatsächlich unser ersehntes Auto in Empfang nehmen konnten. Der Riss war zwar um einiges gewachsen, aber immerhin in eine günstige Richtung, so dass wir vermutlich auch mit Riss bis zum Ende der Mietdauer das Auto so weiter fahren können. Direkt vom Hafen gings auf eine Krokodil Farm. Artgerechte Haltung sieht mit Sicherheit anders aus. Auch wenn sich die Auffangstation gross auf die Fahne schreibt, besonders tierfreundlich zu sein. Missgebildete Tiere werden in Einzelgehegen gehalten da sie sonst nicht überleben würden. Das mag ja schön und nett sein, jedoch wird der natürliche Verlauf der Natur nicht respektiert und diese Einzelhaltung…..na ja, lassen wirs. Zugegebenermassen war die Krokodilshow spannend und den Kindern hat es imsgesamt gefallen. Von einem Kauf der vielen Krokodillederprodukte ausserhalb der Farm haben wir abgesehen.

Danach fuhren wir zu einem Wasserfall und gönnten uns bei einem Bad die mehr als willkommene Erfrischung.

11.04.17
Faulenzen, am Cenai Beach entlang spazieren und Shopping standen heute auf dem Programm. Damit ist eigentlich alles gesagt.

12.04.17
Die bis dato wegen Wartungsarbeiten noch geschlossene Seilbahn, welche auf einen der Hügel (der Name ist mir gerade entfallen) hier auf Langkawi führt, wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zumindest weil es auch die steilste Gondelbahn der Welt sein soll und noch eine der modernsten dazu. Das wir am Wiedereröffnungstag nicht die einzigen Gäste sein werden war uns wohl bewusst. So nahmen wir die Zeit zum anstehen in Kauf und amüsierten uns dann dafür über das malayische Pärchen, welches hier ihre Flitterwochen verbringt und er, ein Bär von einem Mann, vor Angst zitterte, Bäche von Schweiss vergoss und bei kleinen Erschütterungen wie von einer Tarantel gestochen aufjuckte. Oben zogen leider Wolken auf und nahmen uns in kurzer Zeit die fantastische Sicht. Wir verzichteten dann, auch wegen des Chaos und den vielen Leuten, auf weitere Aktivitäten und reihten uns bereits nach kurzer Zeit wieder ein für die Fahrt nach unten.

13.04.17
Nach einem kurzen Schwumm im überaus stilvollen Hotelpool (so schlicht und dennoch elegant, dass man ein solch gutes Stück bei uns wohl nur in einem wirklich guten Wellnesshotel finden würde) mussten wir leider bereits schon wieder auschecken und diesen friedvollen Ort verlassen.

Zwar mit vielen zusätzlichen Insektenstichen, dafür aber tiefenentspannt fuhren wir zum Hafen um, diesmal hoffentlich mit Auto, die Fähre zurück ans Festland zu besteigen. So geschah es dann auch und wir fuhren anschliessend noch das kurze Stück bis Alor Setar um dort zu übernachten.

Unterwegs auf malayischen Strassen und andere Besonderheiten in diesem Land

In einem guten Zustand sind sie, die Strassen von Malaysia, dass muss mal so gesagt weden (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ausser nach heftigen Regenfällen. Da kann es schon mal vorkommen, dass alles überschwemmt ist.

Über den Fahrstil hier lässt es sich streiten. Spannend sind die vielen runden Tafeln mit roter Umrandung und Zahl in der Mitte.

Die scheinen in erster Linie zur Zierde. Auch dann wenn in nächster Nähe ein Polizeiauto mitfährt. Und dass man auf zweispurigen Stassen auch die mittlere nutzen kann, ist ja wohl klar. Überhaupt sind mehrspuhrig geführte Strassen völlig überbewertet. Da kann man die überzähligen Spuren ja gleich zum Parkplatz umfunktionieren. Auch wenns deren 3 sind und es uns schleierhaft ist, wie diejenigen auf der mittleren Spur je wieder weg kommen (so gesehen auf Penang). Wir hingegen ziehen die bewachten, gebührenpflichtigen Parkflächen vor. Vor der Ausfahrt werden die Parktickets durch einen Angestellten in den Automatenschlitz gesteckt. Auch mit den Tickets der zahlreichen Seilbahnen verhält es sich so. Andere Länder, andere Sitten und Arbeitsplätze werden so auch noch geschaffen.

Essen ist für mich im ferneren Ausland so eine Sache. Wenig experimentierfreudig und vegetarisch. Nicht immer ganz einfach. Die malayischen Küche bietet zwar eine grosse Auswahl an Köstlichkeiten, auch ohne Fleisch und Fisch, aber die Anwendung der Rezeptur ändert sich von Garküche zu Garküche, von Familienrezept zu Familienrezept. So kann durchaus die Sosse aus pürierten Meeresfrüchten bestehen, was für den Malayen in keinem Widerspruch zu vegetarischer Kost steht. Aber im allgemeinen essen wir sehr gut, unglaublich günstig und westliche Alternativen werden notfalls auch immer angeboten. Gelernt haben wir, auf Sonderwünsche zu verzichten. Schon der Wunsch nach einer zusätzlichen Serviette überfordert in der Regel das Personal und führt zu ungeahnter Aufregung und Betriebsamkeit ohne Ergebnis. Und (auch gelernt) Toilettenpapier dabei zu haben (ersetzt notfalls auch die fehlende Serviette). Üblicherweise gibt es am stillen Örtchen nur einen ans Wasser angeschlossenen Schlauch. Interessant finden wir, dass viele Hotelgäste (vorwiegend jene asiatischer Herkunft), ganz nach dem Vorbild der Einheimischen ihre Abend Mahlzeiten in unzähligen dampfenden Tüten von den Night- und Foodmarkets holen um das Essen im Zimmer zu geniessen. In den westlichen Hotels findet man eine kunterbunte Ansammlung von Menschen verschiedenster Herkunft sowie Staats- und Religionszugehörigkeit. Die Malayen selbst tragen meist westliche Kleidung, die Frauen oft ein Kopftuch (sollte ich mir vielleicht auch überlegen. Schliesslich spielen dann ‚Bad-Hair-Days‘ keine grosse Rolle mehr und die hab ich hier, Stichwort ‚hohe Luftfeuchtigkeit‘, praktisch täglich 🙄). Beim Frühstück erscheinen die meisten Kinder im Piji. Auch die Grösseren. Unsere bis jetzt (noch) nicht. Beim Schwimmen bedecken viele ihre Haut mit mehr als nur Badehose oder Bikini. Aber das ist teilweise wohl auch der starken Sonneneinstrahlung geschuldet. Im allgemeinen sind die Menschen hier sehr freundlich und hilfsbereit. Unser Aufenthalt in diesem Land gestaltet sich kurzweilig und das Reisen ist einfach. Wir geniessen es! In diesen Sinne: Cheers und beste Grüsse nach Hause.

Cameron Highlands und Penang

03.04.17
Aus der Ferne eröffnete sich der Blick auf ein Gebäude, deren Bewohnbarkeit wir stark anzweifelten. Des öfteren schon, sind wir an leerstellenden Gebäuderuinen vorbei gekommen. Um so grösser war unsere, positiv ausgedrückt, Überraschung beim näher kommen, als wir bemerkten, dass wir soeben unsere Unterkunft, ein 4-Sterne Hotel zu Gesicht bekommen hatten. Wie so oft hier, täuscht manchmal der erste Eindruck. Die Fassade hinten schien russgeschwärzt, die Fenster blind und überhaupt sah alles baufällig aus. Bei der Lobby angekommne, war alles superpompös; ein riesiger Vorbau, edel in Marmor gehalten empfängt den zukünftigen Gast. Einmal durch die grosse Glasfront hindurch wird man an einer repränsentablen Rezeption aus hochwertigem Teakholz begrüsst. Gleich daneben findet sich eine grosse Lounge mit teuren Ledersofas, wertvollen Perserteppichen und einem gemütlichen mit Schiefersteinen besetzten Cheminée. Das passt schliesslich zu dem in den Bergen gelegenen Ort. Unser Zimmer selbst, welches dann in einem Nebengebäude lag, war einmal mehr riesig (2 Schlafzimmer, 2 Bäder, grosser Wohn- und Aufenthaltsbereich) aber sonst nicht besonders. Das alles ist ziemlich typisch. Auf den äusseren Schein wird sehr viel Wert gelegt, wenn man ein bisschen dahinter blickt, ist plötzlich nicht mehr so viel davon übrig. Aber wir waren ja nicht wegen des Hotelzimmers nach Cameron Highlands gefahren.

04.04.17
Am nächsten Morgen nämlich, wollten wir hinauf nach Mossy Forest. Der Weg dort rauf hat bei mir, obwohl normal weder ziemperlich noch besonder ängstlich, Zeitweilig fast zu einem Herzstillstand geführt. Die Strasse war teilweise kaum als solche zu bezeichnen. Mit vielen Rissen, Löchern und kapputen Rosten, war sie zudem so steil und schmal, dass ein Kreuzen von zwei Fahrzeugen fast niergendwo möglich war. Oben angekommen sah dann das etwa so aus.

Die Fahrzeuge der Anderen:

Unseres:

Nach dem Dschungelwalk, dessen Faszination von Flora und Fauna bis dahin in diesen Ferien unübertroffen war, gings den gleichen Weg wieder runter, wo wir dann merkten, dass Kreuzen an einigen Stellen gezwungenermassen doch möglich ist.

Mit Bremsen, welche kurz vor der Überhitzung standen, erreichten wir das Ende der Bergstrasse, wo wir dann noch eine Teeplantage besuchten.

Bei sehr angenehmen Temparaturen wanderten wir in diesen speziell angelegten Feldern herum.

Die Pflanzen sind gerade so hoch, dass man von Timon bestenfalls mal ein bisschen blonde Haare oben raus gucken sah.

Nach Tee und Kuchen, sowie der Besichtigung einer Teeproduktion verbrachten wir den Abend im Ort bei einer kleinen, anscheinend permanent aufgebauten Chilbi, deren Karusselle und so weiter extra für unsere Kinder in Betrieb genommen wurden.

05.04.17
In Penang gibt es ein Hard Rock Hotel. Und selbstverständlich mussten wir, nach einem längeren Fahrtag, dort einchecken. Etwas anderes, kam für David natürlich nicht in Frage. Gesagt getan. Die anschliessende Abkühlung in der riesigen Poollandschaft, war ein willkommener Abschluss dieses Tages.

06.04.17
Im Meer zu baden ist leider in der aktuellen Jahreszeit wegen dem gehäuften vorhanden sein von Jellyfishs, nicht empfehlenswert. So begnügten wir uns auch heute mit der Nutzung der vom Hotel zur Verfügung gestellten Infrastruktur.

Am Abend besuchten wir den Nightmarket. Bereits schon seit einigen Tagen, waren wir nicht mehr gleich konsequent im Umgang mit der Regel „cook it, peel it or leave it“. So genossen wir auch an diesem Abend frisches Obst und Fruchtsäfte von den zahlreichen Foodständen. Diesmal allerdings sollte es Timon zum Verhängnis werden (und damit wohl auch uns). In der Nacht musste er sich heftigst Übergeben und hatte mit Bauchkrämpfen zu kämpfen.

07.04.17
Glücklicherweise war am nächsten Morgen alles vorüber und Timon wieder der Alte. So schauten wir uns bei schwülem und regnerischem Wetter George Town an und bewunderten die alten Colonialhäuser wie auch das Fort und zum Schluss sah David sich noch alleine (die Kids haben bei der Hitze schlapp gemacht) die Pfahlbauten an.

Danach gings mit der Standseilbahn auf den Penang Hill, wo wir nach dem Mittagessen den durch das Wetter etwas getrübten Blick über die Insel genossen.

Zurück im Hotel machten wir Gebrauch von den hier unzählig zur freien Verfügung angebotenen Blockbuster Filmen und ruhten so vor dem erneuten Gang zum Nightmarket noch ein bisschen aus. Und selbstverständlich befolgten wir heute den viel gelobten Essensgrundsatz wieder und gönnten uns statt Obst ein Glacé aus der Kühltruhe 😊

Melaka – Port Dickson – Kuala Lumpur – Genting Highlands

30.03.17

Bei der Ankunft in Melaka Downtown mussten wir uns erst mal Regenschirme besorgen. In der mitgebrachten Regenjacke war es nicht auszuhalten. Also feilschten wir an einem überdachten Strassenstand eine Weile um einen guten Preis um dann, beim Verlassen des Standes, festzustellen, dass es gar nicht mehr regnet. Sollten wir die Schirme nun vergeblich gekauft haben, so war es uns das trotzdem Wert.  Allerdings werden wir immer mal wieder von heftigen Schauern heimgesucht, was hier ganz normal und in der tropischen Hitze auch ganz Willkommen ist.
Melaka, die älteste Stadt Malaysias, hat den Charakter einer chinesischen Provinzstadt. Rund um den Melaka Fluss reihen sich die Händler und Guesthouses, aber auch Hindu-Tempel, Moschen und Kirchen aneinander. Die geschichtsträchtige Stadt, deren Einfluss einst so gross war, dass sich die meisten Sultanate im ganzen Land von diesem Ort ableiten, hat sich zwischenzeitlich dem Tourismus verschrieben. Das ist nicht nur, aber auch durch die Anwesenheit von bekannten, grossen Namen (Modehäusern, div. Fastfoodrestaurants, Hotelketten usw.) gut sichtbar. Wir verbrachten einige Stunden im Ort, schauten uns neben Chinatown auch die Ruinen der St. Pauls-Kirche, das Stadthuys und den ehemaligen Gouverneurssitz an und verweilten noch eine Weile auf einem grossen Kinderspielplatz.

Anschliessend ging die Fahrt weiter nach Port Dickson, wo wir unser nächstes Hotelzimmer gebucht hatten. Dort staunten wir nicht schlecht, als wir die Zimmertür öffneten und glaubten, uns in einem Hamam zu befinden. Um zum Wohn- und Schlafbereich zu gelangen, musste man erst mal ein riesiges Badezimmer (2 Räume) mit sowohl einer grossen Eckbadewanne und separatem Duschbereich, durchqueren. Ein bisschen speziell, aber ansonsten einigermassen stilvoll eingerichtet.

31.03.17

Nebst Wäsche waschen und Bargeld besorgen (hört sich einfacher an als es ist), stand heute vor allem Faulenzen,
Schwimmen, eine Turtleaufzuchtstation besuchen und Segway ausprobieren auf dem Plan.
Zu meiner Erleichterung erwartete uns hier ein lockerer Umgang bezüglich Schwimmbekleidung. Es hatte viele Chinesen und auch einige westliche Touristen in „normalen“ (ja, was ist schon normal?) Badehosen und Bikinis.

Unsere blondschopfigen Kinder sind eine riesen Attraktion für die Asiaten. Es wird fast permanent und ungeniert fotografiert und gefilmt. Nuria hat das posieren schon recht gut drauf, Timon ergreift meistens die Flucht, sobald die Kameras gezückt werden .

01.04.17
Kuala Lumpur stand eigentlich nicht zur Dabatte. Es lag aber gerade so schön auf dem Weg. Und da es hier gute Notbook Doktoren gibt, war der Zwischenstopp eine gebuchte Sache. Während sich also ein solcher Spezialist um die gecrashte Harddisk kümmerte, fuhren wir mit der Monorail zu den Petronas Towers um wenigstens ein halbwegs berechtigtes Häckchen hinter „Kuala Lumpur gesehen“ zu machen.

Anschliessend gings zurück zum Computer Center. Dort hatte man inzwischen für ein paar Ringits eine neue Harddisc eingebaut und ein nigelnagelneues Windows drauf installiert. Die kaputte Harddisc bleibt zur weiteren Analyse beim Profi. Nach einem Zwischenstopp im gigantischsten Einkaufscenter, welches wir je betreten hatten und deren Innenraum einer stark genutzten Achterbahn Raum bot, gings weiter nach Genting Highlands. Dieser Ort war uns gleich von mehreren Malayen empfohlen worden. Aber….

02.04.17
eine total verkappte und misslungene Mischung aus Las Vegas, Europa Park und St. Moritz sollte uns dort erwarten. Beginnen wir doch von vorne. Die Übernachtungen hatten wir im Awasantower gebucht. Und zwar gleich doppelt, da wir dachten die Zimmer wären jeweils nur für zwei Personen. Falsch gedacht. Die Zimmer waren riesig und hätten locker für uns alle gereicht. Stornieren konnten wir so kurzfristig nicht mehr, also breiteten wir uns in den beiden benachbarten Zimmern (Räuberhöhle und Prinzessinenpalast, ihr dürft 3x raten wer wo schlief) im 23sten Stockwerk so richtig aus.

Am nächsten Tag gings mit der Skyway auf den Berg. Es war alles etwas Wolkenverhangen und die Sicht war schlecht. Trotzdem waren wir einigermassen schockiert, als der Berggipfel in Sicht kam. Mehrere Wolkenkratzer in desolatem Zustand „zieren“ das Hochplateau. Zwei der Gebäude sind dazu in den schillerndsten Regenbogenfarben bemalt. Dazu ist von oben aus der Gondel eine Grossbaustelle in Sicht.

Einmal ausgestiegen bot sich ein ganz anderes Bild. Eine Luxusboutique reihte sich an die andere. Dazu prangten in einwandfreien goldenen Lettern die Wegweiser zu den verschiedenen Hotels. Alles war in einem grossen Gebäudekomplex miteinander verbunden. Einen Ausgang fanden wir erst nach etwa 30 Minuten umherirren und von dort kam man nicht etwa ins Grüne sondern nur auf einen völlig zubetonierten Parkplatz. Eigentlich wollten wir schon ziemlich enttäuscht und entnervt aufgeben, als wir noch ein Hinweisschild zum Indoor-Themenpark fanden. Konnte ja nicht schaden sich das mal anzuschauen. Immerhin haben wir uns, als wir nach einer weiteren halben Stunde Suche endlich fündig wurden, bei dessen Anblick köstlich amüsiert. Tatsächlich hatte hier jemand die Idee, eine Art Indoor Vegas mit Bahnen, Snowpark, unzähligen Kitsch- und Ramschläden und mindstens eben so vielen Verpflegungsmöglichkeiten aufzustellen. Sogar ein Kinderkasino gibt es hier. Wenn auch die Trekkingschuhe vergeblich montiert worden waren, so bekamen wir immerhin das geboten 😂

Bei der Fahrt nach unten verliessen wir die Seilbahn bei der Zwischenstation um eine buddhistische Tempelanlage, deren Zugang von der Seilbahnstation aus mit einem Rolltreppenhaus erschlossen ist, zu besuchen (insgesammt mit 10 langen Rolltreppen, die Trekkingschuhe hatten einmal mehr das Nachsehen).

Obwohl es hier oben mit etwa 23 Grad Celsius empfindlich kalt ist, liessen wir den Tag am Pool ausklingen.