Melaka – Port Dickson – Kuala Lumpur – Genting Highlands

30.03.17

Bei der Ankunft in Melaka Downtown mussten wir uns erst mal Regenschirme besorgen. In der mitgebrachten Regenjacke war es nicht auszuhalten. Also feilschten wir an einem überdachten Strassenstand eine Weile um einen guten Preis um dann, beim Verlassen des Standes, festzustellen, dass es gar nicht mehr regnet. Sollten wir die Schirme nun vergeblich gekauft haben, so war es uns das trotzdem Wert.  Allerdings werden wir immer mal wieder von heftigen Schauern heimgesucht, was hier ganz normal und in der tropischen Hitze auch ganz Willkommen ist.
Melaka, die älteste Stadt Malaysias, hat den Charakter einer chinesischen Provinzstadt. Rund um den Melaka Fluss reihen sich die Händler und Guesthouses, aber auch Hindu-Tempel, Moschen und Kirchen aneinander. Die geschichtsträchtige Stadt, deren Einfluss einst so gross war, dass sich die meisten Sultanate im ganzen Land von diesem Ort ableiten, hat sich zwischenzeitlich dem Tourismus verschrieben. Das ist nicht nur, aber auch durch die Anwesenheit von bekannten, grossen Namen (Modehäusern, div. Fastfoodrestaurants, Hotelketten usw.) gut sichtbar. Wir verbrachten einige Stunden im Ort, schauten uns neben Chinatown auch die Ruinen der St. Pauls-Kirche, das Stadthuys und den ehemaligen Gouverneurssitz an und verweilten noch eine Weile auf einem grossen Kinderspielplatz.

Anschliessend ging die Fahrt weiter nach Port Dickson, wo wir unser nächstes Hotelzimmer gebucht hatten. Dort staunten wir nicht schlecht, als wir die Zimmertür öffneten und glaubten, uns in einem Hamam zu befinden. Um zum Wohn- und Schlafbereich zu gelangen, musste man erst mal ein riesiges Badezimmer (2 Räume) mit sowohl einer grossen Eckbadewanne und separatem Duschbereich, durchqueren. Ein bisschen speziell, aber ansonsten einigermassen stilvoll eingerichtet.

31.03.17

Nebst Wäsche waschen und Bargeld besorgen (hört sich einfacher an als es ist), stand heute vor allem Faulenzen,
Schwimmen, eine Turtleaufzuchtstation besuchen und Segway ausprobieren auf dem Plan.
Zu meiner Erleichterung erwartete uns hier ein lockerer Umgang bezüglich Schwimmbekleidung. Es hatte viele Chinesen und auch einige westliche Touristen in „normalen“ (ja, was ist schon normal?) Badehosen und Bikinis.

Unsere blondschopfigen Kinder sind eine riesen Attraktion für die Asiaten. Es wird fast permanent und ungeniert fotografiert und gefilmt. Nuria hat das posieren schon recht gut drauf, Timon ergreift meistens die Flucht, sobald die Kameras gezückt werden .

01.04.17
Kuala Lumpur stand eigentlich nicht zur Dabatte. Es lag aber gerade so schön auf dem Weg. Und da es hier gute Notbook Doktoren gibt, war der Zwischenstopp eine gebuchte Sache. Während sich also ein solcher Spezialist um die gecrashte Harddisk kümmerte, fuhren wir mit der Monorail zu den Petronas Towers um wenigstens ein halbwegs berechtigtes Häckchen hinter „Kuala Lumpur gesehen“ zu machen.

Anschliessend gings zurück zum Computer Center. Dort hatte man inzwischen für ein paar Ringits eine neue Harddisc eingebaut und ein nigelnagelneues Windows drauf installiert. Die kaputte Harddisc bleibt zur weiteren Analyse beim Profi. Nach einem Zwischenstopp im gigantischsten Einkaufscenter, welches wir je betreten hatten und deren Innenraum einer stark genutzten Achterbahn Raum bot, gings weiter nach Genting Highlands. Dieser Ort war uns gleich von mehreren Malayen empfohlen worden. Aber….

02.04.17
eine total verkappte und misslungene Mischung aus Las Vegas, Europa Park und St. Moritz sollte uns dort erwarten. Beginnen wir doch von vorne. Die Übernachtungen hatten wir im Awasantower gebucht. Und zwar gleich doppelt, da wir dachten die Zimmer wären jeweils nur für zwei Personen. Falsch gedacht. Die Zimmer waren riesig und hätten locker für uns alle gereicht. Stornieren konnten wir so kurzfristig nicht mehr, also breiteten wir uns in den beiden benachbarten Zimmern (Räuberhöhle und Prinzessinenpalast, ihr dürft 3x raten wer wo schlief) im 23sten Stockwerk so richtig aus.

Am nächsten Tag gings mit der Skyway auf den Berg. Es war alles etwas Wolkenverhangen und die Sicht war schlecht. Trotzdem waren wir einigermassen schockiert, als der Berggipfel in Sicht kam. Mehrere Wolkenkratzer in desolatem Zustand „zieren“ das Hochplateau. Zwei der Gebäude sind dazu in den schillerndsten Regenbogenfarben bemalt. Dazu ist von oben aus der Gondel eine Grossbaustelle in Sicht.

Einmal ausgestiegen bot sich ein ganz anderes Bild. Eine Luxusboutique reihte sich an die andere. Dazu prangten in einwandfreien goldenen Lettern die Wegweiser zu den verschiedenen Hotels. Alles war in einem grossen Gebäudekomplex miteinander verbunden. Einen Ausgang fanden wir erst nach etwa 30 Minuten umherirren und von dort kam man nicht etwa ins Grüne sondern nur auf einen völlig zubetonierten Parkplatz. Eigentlich wollten wir schon ziemlich enttäuscht und entnervt aufgeben, als wir noch ein Hinweisschild zum Indoor-Themenpark fanden. Konnte ja nicht schaden sich das mal anzuschauen. Immerhin haben wir uns, als wir nach einer weiteren halben Stunde Suche endlich fündig wurden, bei dessen Anblick köstlich amüsiert. Tatsächlich hatte hier jemand die Idee, eine Art Indoor Vegas mit Bahnen, Snowpark, unzähligen Kitsch- und Ramschläden und mindstens eben so vielen Verpflegungsmöglichkeiten aufzustellen. Sogar ein Kinderkasino gibt es hier. Wenn auch die Trekkingschuhe vergeblich montiert worden waren, so bekamen wir immerhin das geboten 😂

Bei der Fahrt nach unten verliessen wir die Seilbahn bei der Zwischenstation um eine buddhistische Tempelanlage, deren Zugang von der Seilbahnstation aus mit einem Rolltreppenhaus erschlossen ist, zu besuchen (insgesammt mit 10 langen Rolltreppen, die Trekkingschuhe hatten einmal mehr das Nachsehen).

Obwohl es hier oben mit etwa 23 Grad Celsius empfindlich kalt ist, liessen wir den Tag am Pool ausklingen.

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