Joshua Tree National Park. Wow!

Auf der Fahrt zum Joshua Tree National Park wurde das Wetter immer besser. Ausserdem veränderte sich die Landschaft schon vor dem Park auf eindrückliche Art und Weise. Es sah aus, als hätten Riesen aus sehr grossen, rundlichen Steinen gigantische Steinhaufen gebaut. Unsere Kinder glauben jetzt noch, dass es (natürlich nur ganz, ganz liebe) Riesen waren. Wenige Fahrminuten vor dem Parkeingang besuchten wir das entsprechende Visitor Center und erfreuten uns einmal mehr an der üblichen etwas komplizierten aber überaus charmanten und freundlich amerikanischen Art der dortigen Mitarbeiter:
M: „May I help you, Sir?“
D: „Yes, we’d like to buy the Anual National Park Pass“
M: „Oh, great, you will be served right next after this gentlemen“ (er weist auf den Herrn vor uns)
D: „Yes, thank you very much for that information“ (darum stehen wir ja in dieser Kolone, soviel haben wir doch immerhin schon mitbekommen ;-))
Dann wird noch ein kurzer netter Smalltalk betrieben, der hilfsbereite Mitarbeiter, welcher aber offensichtlich selbst keine Jahrespässe verkaufen kann/darf, präsentiert noch stolz seinen deutschen Wortschatz, und dann kommen wir an die Reihe.

Bei der Einfahrt in den Park kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Wie bloss ist es möglich, dass diese riesigen, runden, manchmal überhängenden Steine (einige mit dem Durchmesser von mehr als einem Meter) nicht von den darunter liegenden Steinenformationen herunterrollen.

Unzählige Stopp- und Fotogelegenheiten liessen wir auf dem Weg zu unserem Campingplatz aus, da wir diesen nicht vorreservieren konnten und daher nicht zu spät da sein wollten um noch einen guten Platz zu ergattern. Dies gelang uns dann auch und nach einer kurzen Mittagsmahlzeit, machten wir uns auf, zur kurzen Wanderung zum impossanten Skull Rock.

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Bei eisiger Kälte wachten wir am nächsten Morgen auf und kuschelten uns alle noch eine ganze Weile im „Elternschlafzimmer“ zusammen. Danach gabs Frühstück und dann gings zum Hidden Valley Trail. Fantastisch! Mutterseelenallein wanderten wir auf dem eindrücklichen Weg, umgeben von den typischen Gesteinsformationen und einer eindrücklichen Flora und Fauna. Der dem Park Namengebende Joshua Tree ist allgägenwärtig und sieht aus wie eine Mischung aus Baum und Kaktus. Sogar den Kindern hats gefallen und ganz nach dem Vorbild von Luis und Joya (danke!!) wurden die knapp 1.6 mls fast ganz ohne meckern marschiert. Erst kurz vor dem Ende des Weges hat sich Timon bei einem Sturz das Knie aufgeschlagen. War ja auch erst das dritte mal innerhalb unserer nun doch schon 6 Tage dauernden Camperreise 😮

Danach fuhren wir noch einige der am Vortag verpassten Sehenswürdigkeiten ab (wobei Timon den Rest verschlief). Den Nachmittag verbrachten wir mit relaxen, klettern, schlafen, lesen und spielen auf unserem wunderschön gelegenen Campingplatz. Gegen Abend wurde es wieder ungemütlich windig, was uns zwar nicht vom grillieren, aber dann doch vom geniessen des Abendessens draussen abhielt.

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Morgen gehts weiter, teilweise über die historische Route 66, nach Kingman.

On the road

Nachdem ich diese Nacht nun zum dritten mal aufgestanden bin um mindestens eines der Kinder zu beruhigen, entschloss ich mich gegen drei Uhr Nachts mein Schlafgemach ins Alkoven (Bett über der Fahrerkabine) zu verlegen. Auch deshalb, weil es gefühlte -10 Grad Celsius in unserem mobilen Zuhause hatte und ich mir bei jedem Aufstehen den A….. abfror. Nur blöd, dass sich die Kids unglaublich breit gemacht hatten, und ich es auf dem engen (in der Höhe gemessen, die Liegefläche wäre riesig) Raum auch mit schieben und würgen nicht auf mehr als ein kleines Eckchen brachte und dieses auch noch mit dem Fernseher teilen musste. Krumm wie eine Banane und steif wie ein Holzstock scheuchte ich die Kinder nach der allgemeinen Tagwach um etwa 7h aus dem Bett um mir dann noch ein paar Extraminuten alleine zu gönnen.

Der heutige Weg führte uns über die unterschiedlichsten Strassen und durch verschiedene Landschaften. Nach dem Verlassen des Joshua Tree NP gings erst einmal Meilenweit geradeaus durch dürre, karge Steppe. Erinnerte ein bisschen ans australische Outback.

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Bei Topock verliessen wir den Highway und steuerten unser grosses Vehikel mit klapprigem Inhalt auf die alte, unebene Route 66. Es war ein holpriges, lautes und teilweise auch recht kurviges Vergnügen. Kurz vor Oatman begegneten uns die für diese Gegend bekannten (halb)wild lebenden Esel. Manchmal blockierten sie die Strasse so sehr, dass der Verkehr gänzlich zum erliegen kam. Oatman selbst ist ein kleiner Ort, welcher versucht, den Charme aus der Zeit, als die Route 66 noch eine wichtige Verbindungsstrasse war, zu vermitteln. Dies gelingt halbwegs.

Kurz nach Oatman kamen wir wieder auf den Highway und bald darauf checkten wir auf dem Campingplatz in Kingman ein. Den Nachmittag und Abend widmeten wir den örtlichen Shoppingmalls.

Nun, was habe ich geschrieben von gefühlten -10 Grad? Als wir Tags darauf nach Williams rein fuhren, wo eigentlich unser nächster Übernachtungsstopp geplant gewesen wäre, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen. Wildes Schneegestöber und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt erwarteten uns dort.

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Brrrrrriiiihhhhhhhgitttt. Das hatten wir doch vor 3 Monaten oder so Zuhause. Nein, hier wollten wir nicht bleiben. Also kauften wir bloss kurz ein, tankten nochmals auf

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und fuhren weiter nach Tusayan (unmittelbar vor dem Grand Canyon), wo das Wetter zwar nicht besser war, aber wir einen Campground mit Strom hatten. Da für die Nacht tatsächlich Minusgrade erwartet wurden, machten wir unser fahrbares Bettenlager wintertauglich und leerten die Wassertanks. Das heisst, falls jemand musste, raus in die Kälte. Bloss nicht! Also gabs nach dem Abendessen nur noch Kaugummi gegen den Durst ;-). Und in der Nacht brauchten wir tatsächlich zum ersten mal die Heizung und waren heilfroh drum, eine solche zu haben.

Morgen gehts zum Grand Canyon. Wir freuen uns und hoffen trotz dem grauen Wetter auf gute Sicht! Viele Grüsse nach Hause 🙂

Grand Canyon

Was für ein Aufwachen! Teilweise blauer Himmel über Tusayan und sogar ein paar Sonnenstrahlen lachten uns entgegen. Nichts wie los! Seit Jahren träumte ich davon den Grand Canyon zu besuchen. Beim Eingang zum Grand Canyon National Park hatte sich schon eine kleine Schlange von Autos, Motorhomes und schweren Bikes gebildet. Trotzdem waren wir früh drin und merkten erst beim Campingplatz, dass wir ja viel zu früh fürs check-in waren. Tja, kein Problem für uns. Beim Visitor Center parkierten wir und packten uns erst mal warm ein. In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter leider merklich verschlechtert. Weiter gings zum Park Shuttle Bus. Inzwischen schneite es wieder. Tapfer stiegen wir dennoch an der Endstation aus. Eine eisige Bise mit viel Schneegestöber wehte uns entgegen. Brrrrrrrr!

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Trotzdem kämpften wir uns zum Rim. Aber….Null Sicht. Gerade mal die ersten 2-3 Meter den Felsen runter konnte man sehen. Weder die Schlucht, geschweige denn die gegenüberliegende Felswand war erkennbar. Da war keine Spur von den Bildern, welche wir am Vorabend im IMAX-Film gesehen hatten. Also nahmen wir den nächsten Bus zurück zum Parkplatz vom Visitor Center und kuschelten uns nach einer heissen Milch aus der Camperküche erst mal unter die warmen Bettdecken in unserem mitgebrachten Schlafzimmer. Wie praktisch!!! So verbrachten wir dann die nächsten 2 Stunden, bis am Himmel wieder kleine blaue Flecken sichtbar waren. Also nochmals auf den gleichen Bus und zu den gleichen Aussichtspunkten. Was für ein Unterschied! Zwar war noch immer alles Wolkenverhangen, aber die Sicht in den Canyon war trotzdem toll und das Gefühl an dieser Kante zu stehen und einen solchen Blick geniessen zu dürfen einfach grandios. Dannach waren wir dann auch nicht mehr zu früh für unseren Campingplatz. Wohl eher schon etwas spät 🙂

Tags drauf war David schon morgens um halb sieben ganz hibbelig. Die Sonne schien und kein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Bevor sich das ändern konnte, waren wir schon wieder am Rim und genossen erneut die atemberaubende Aussicht.

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Bei der kleinen Wanderung war der Spassfaktor für die Kinder diesmal nicht ganz so gross wie im Joshua Tree NP. Mami war eine schreckliche Spielverderberin und untersagte sämtliche Kletterversuche. Nun ja, die Chance war diesmal nicht bloss 1.3m sondern eher 1300m zu stürzen. Dafür durften wir dann später lange mit Timons heiss geliebtem Parkbus fahren. Und das erst noch ziemlich lange, wenn auch mit diversen Aussichtstopps. Nach einer kurzen Nachmittagspauses und dem frühen Abendessen, fuhren wir für den Sonnenuntergang nochmals zum Rim. Etwas spät waren wir schon dran und dann erwischten wir auch noch den Thouwabou-Bummler-Ghetto-Bus. Wir schafften es aber sozusagen auf die Minute zum Beginn des Sonneruntergangs. Nur…bis wir einen Platz fanden, die Kamara richtig eingestellt hatten und die Kids sicher „verstaut“ hatten, war die Sonne schon fast weg. Das Ganze hat tatsächlich nur etwa 2 Minuten gedauert. Irgendwie wars trotzdem schön. Nein, wirklich, es war schön!

Wir haben hier eine lausige Internetverbindung. Hier trotzdem ein paar Bilder vom Grand Canyon:

Nach zwei Nächten bei Temperaturen im mittleren Minusbereich (ja, das lässt Interpretationsspielraum zu), genossen wir in der folgenden Nacht wieder den Komfort der internen sanitären Einrichtung. Davor mussten wir wegen der Frostgefahr in den Frisch- und Abwassertanks darauf verzichten (wobei ich diese Winterisierungs-Regel ja grosszügig ausgelegt hätte – besonders beim nächtlichen Gang auf die Toilette- , aber mein Mann ist in solchen Sachen ja immer sehr korrekt und vernünftig ;-))

So, morgen gehts weiter nach Page (in die Wärme) mit dem Antelope Canyon und Horseshoe Bend. Wenn wir das veröffentlichen können, sind wir dann wohl schon da.

Lake Powell, Antelope Canyon und Horseshoe Bend

Gemütlich fuhren wir an diesem Morgen aus dem Grand Canyon NP heraus. Unterwegs gab es nochmals zwei Stopps mit phänomenaler Aussicht, einer davon am berühmten Desert View Point mit dem Desert Tower. In letzterem finden sich viele Zeichnungen und Symbole der Navajas.

Dannach hiess es ByeBye du atemberaubender Grand Canyon, bis vielleicht wenn überaupt in vielen, vielen Jahren wieder einmal (wäre aber auf alle Fälle nochmals eine Reise wert).

Die Weiterfahrt führte dann erst mal durch eher langweilige Steppe bis wir in die Nähe von Page beim Lake Powell kammen. Da veränderte sich die Landschaft wieder auf eindrückliche Art und Weise. Hoch ragten die roten, impossanten Sandsteinfelsen in die Höhe und die Strasse führte manchmal mitten zwischen zwei solchen Hügeln durch.

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Die Fahrt ging weiter, mit kurzem Stopp in Page, über den Colorado River am Glenn Canyon Damm zum Lake Powell und unserem Camp Ground im Glenn Canyon National Park. Ein richtig komfortabler Campingplatz. Und wunderbar herrliches T-Shirt Wetter. Schon beim Check-In standen ein paar Leute in Badebekleidung rum.

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Am nächsten Morgen stand erst einmal der spektakuläre Antelope Canyon auf dem Programm. Über eine steile Treppe gings den schmalen Eingang zum Lower Canyon hinunter. Das Bild, das sich uns unten bot ist unbeschreiblich. Es fühlt sich an, als wäre man mitten in einem weichgeichneten Gemälde, bestehend aus warmen Rot- und Brauntönen. Es haut einem fast um ab dieser Schönheit. Und das obwohl man sich inmitten einer riesigen Horde Touristen befindet. Nuria wurde dann auch gleich von einer Koreanischen Familie für die Dauer der Tour adoptiert. Ich glaube diese irgendwie süssen Leute haben noch nie in ihrem Leben zuvor ein blondes Mädchen mit hellen Augen zu Gesicht bekommen 😍.

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Überhaut ist es auffallend wie oft wir hier in den USA auf unsere Kinder angesprochen werden (nein, nicht was man jetzt denken könnte, es ist immer nur positiv 😉 ). Schon als wir vor dem Eingang zum Antelope Canyon auf unsere Tour warteten, kam eine ältere Amerikanerin und verkündete wir hätten uns das Geld für die Tour ruhig sparen können. Etwas schöneres als unsere Kinder würden wir nämlich auch dort unten nicht zu Gesicht bekommen. Schmelz. Na ja, im Rückblick bin ich mir da nicht so ganz sicher 😀 . Es war wirklich sagenhaft.

Am Ende der Tour demonstrierte uns der Guide auf eindrückliche Art und Weise, wie der Canyon entstanden ist.

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Dannach fuhren wir zum nahe gelegenen Antelope Point, wo wir die Füsse badeten und Timon unfreiwillig ein Vollbad inkl. Kleidung nahm.

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Später am Nachmittag gings nochmals mit dem Boot in den Canyon um auch noch einen andere Sicht auf die steilen Felswände und eindrücklichen Sandsteinformationen zu geniessen.

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Dann noch ein kurzer Walk auf der Brücke vor dem Glenn Canyon Damm.

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Nach diesem anstrengenden Tag waren alle müde und eine extrem gesunde Mahlzeit im Pizze Hut (wieviel Käse passte eigentlich auf so eine Pizza? Und wie dick darf der Pizzateig sein, damit er gerade noch so in den Mund passt?) rundete den Tag ab 😮

Der Parkplatz in der Nähe des Horseshoe Bend war schon einigermassen gefüllt, als wir Tags drauf dort mit unserem Riesenschiff ein Plätzchen zum Parkieren suchten. Über sandige Wege gings erst hinauf und dann wieder hinunter. Den Fluss, tief unten in der Schlucht mit dem namengebenden Hufeisenförmigen Verlauf an dieser Stelle, konnte man aber erst unmittelbar am Abgrund erkennen. Und was für ein Abgrund! Ohne irgendwelche Sicherungen oder Absperrungen gehts einfach mal so 300m in die Tiefe. So ganz wohl ist einem da nicht, wenn man die Kinder mit sonnencremeglitschigen Händen versucht festzuhalten. So wechselten wir uns ab und genossen jeweils alleine den Blick in die Tiefe. Und was für einer. Es ist wirklich sagenhaft, was für ein Bild sich an der Kante zur Schlucht bietet. Wenn auch so ein Irrer, welcher mit Flip Flops unterhalb der Felskante herumkletterte ein bisschen ablenkte, liess sich der unbeschreibliche Ausblick doch nicht trüben.

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Der Rückweg 😉

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Den Nachmittag verbrachten wir dann mit plantschen im Pool und ersten Versuchen etwas gegen unseren doch immer noch sehr käsigen Teint zu unternehmen.

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Einblicke ins Monument Valley

In der Nacht auf heute regnete es was das Zeug hielt. 3/4 der Familie war davon hell wach. Gegen den Morgen tat es zum Glück etwas auf und es zeigten sich vereinzelte blaue Flecken zwischen den dunklen Wolken. Die wettertechnischen Aussichten verhiessen aber nichts allzu Gutes. Keine guten Voraussetzungen für unser nächstes Ziel, das Monument Valley, mit seinen impossanten Felsformationen (ja, einmal mehr), welches vor allem für stimmungsvolle Bilder, vor allem auch bei Sonnenuntergang bekannt ist. Nun ja, eine Wahl hatten wir ja nicht, unser Weg führte erst mal sowieso dahin.

Dort angekommen regnete es gerade. Wir richteten uns erst mal auf dem Besucherparkplatz gemütlich ein und assen etwas zu Mittag. Als sich wieder eine Lücke zwischen den Wolken zeigte, gaben wir alles mit Fotos schiessen und die Landschaft zu bestauenen.

Dannach wer-weissten wir noch eine Weile, ob wir bleiben sollten. Schliesslich entschlossen wir uns zur Weiterfahrt, da wir die Atmosphäre im touristischen Valley nicht besonders mochten. Ausserdem ist es irgendwie bedrücken, die Nachkommen des einstigen so stolzen und kämpferischen indianischen Volkes so zu sehen, wie man sie dort sieht. So gings also zurück auf die Strasse. Auf einem wunderschönen Campground Namens Sand Island, direkt an einem Fluss, liessen wir uns für die Nacht nieder und genossen den lauen und am Ende doch noch recht sonnigen Abend.

Natural Bridges und das Wetter

Dass ich einmal froh sein würde, wenn es regnet, hätte ich nie gedacht. Ausser bei tropischer Hitze, aber auch dann nur Nachts. Heute war es aber so und zwar nicht, gar nicht, wegen tropischer Hitze. Aber mehr dazu später. Der Tag startete auf Sand Island trüb, nass und grau, so ganz anders als der Vorabend. Nach dem gemütlichen Aufwachen und Frühstücken, gings auf zum Natural Bridges NP. Nach einer guten Stunde Fahrt, erreichten wir den Park. Am Himmel zeigten sich zwar Wolken aber es war trocken. Unser Plan sah vor zwei kleine Wanderungen zu unternehmen. Die erste etwa 1.5h (also für uns mit Kids mindestens 2h) und eine zweite, welche für uns etwa 1h Zeit beanspruchen würde. Wegen des trockenen Wetters, machten wir uns also schleunigst auf den Weg für die erste Wanderung und damit zur ersten Felsenbrücke, welche über die Jahrtausende durch Flüsse und Witterung enstanden ist. Der Weg war sehr interessant, über steile Fels- und Sandwege, steile Treppen und sogar eine aus rohen Ästen gezimmerte Leiter hinunter. Den Kindern hats auch Spass gemacht und auch Timon ist die Leiter selbst herunter geklettert. Als wir dann endlich am entferntesten und untersten Punkt (150m tiefer als der Parkplatz waren) fing es an zu regnen. Und nein, glaubt mir, das war definitiv noch nicht der Moment, wo ich froh war das es regnete. Nun, da der Regen nicht stark war, hofften wir, dass es dabei blieb, schossen in aller Eile unsere Fotos,

schulterten die Kinder, ich verpasste mir noch eine volle Dröhnung Ventolin und „rannten“ dann den Weg zurück. Zumindest David sagt, dass ich rannte. Sogar er kam ziemlich aus der Puste. Oooooookeyyy, er trug das schwerere Kind, unseren Wasservorrat, alle Snacks, die Spiegelreflexkamera, die übrigen Kleidungstücke und alles was ich jetzt hier noch vergessen habe. Totzdem…. Den zweiten Walk liessen wir dann aus, weil es erstens immer noch regnete und wir zweitens total durchgeschwitzt und aber auch durchfroren waren. Da wir auf dem Campground im Park nicht bleiben durften (unser RV ist wegen der Länge nicht zugelassen), fuhren wir weiter. In einem National Forest, in der Nähe von Monticello, wollten wir einen sehr schön gelegenen Campingplatz ansteuern. Nur blöd, dass es unterwegs immer stärker zu regnen und mit der Zeit auch zu schneien anfing. Wir fuhren den Campground trotzdem an, kamen aber zum Schluss, dass wir hier mit dem angebrochenen Nachmittag nichts anfangen könnten. Es schüttete aus Kübeln, schneite zwischendurch so, dass es ansetzte und es war eisig kalt draussen. Schade, der Platz wäre wirklich toll gewesen und hätte ein Kletterparadies für die Kinder geboten. So fuhren wir weiter Richtung Monticello um dort einen Campingplatz mit WiFi und Nahe gelegenen Restaurants anzusteuern. Durch halb verschneite Landschaften gings also weiter. Und ja, jetzt kommts, plötzlich ging das Schneegestöber in Regen über und der Schneehaufen auf unserer Motorhaube begann sich langsam aufzulösen. Ich war froh, dass es „nur noch“ regnete. Jaja, war alles nicht ganz soooooo dramatisch, aber fast 😉 . Wir erreichten Monticello, fanden einen CG mit gutem WLAN und verbrachten dort die ersten zwei Stunden, ohne dass wir uns für einen Platz registrieren konnten, weil niemand dort war. Halb so schlimm. Den Code fürs WLAN war an die Tür geklebt 😀 . Dann meldeten wir uns noch offiziell an und gingen in ein tolles Steakhouse essen. Ja, das sage ich, die vegi Körnlipickerin 🙂 . Ich weiss nicht obs am grossen Hunger lag, aber der Vegiburger war so was von lecker. Und die kleine Portion Sparerips von David hätte auch für eine halbe Volleyballmannschaft gereicht. Fast.

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Apropos Vegi, man findet im Land der Burger, Steaks und Hotdogs durchaus auch grilltaugliche, vegetarische Eiweisslieferanten (ich hasse die Bezeichnung Fleischersatzprodukte 😝). Gut, nicht ganz in dieser Vielfallt und Deliciösität wie bei uns (es ist hier alles etwas gummig in der Konsistenz), aber es gibt sie und sie sind durchaus geniessbar 😊 .

Danke

Vielen herzlichen Dank an euch alle! Wir freuen uns darüber, dass ihr unsere Reiseberichte verfolgt und über eure zahlreichen Feedbacks und Berichte von Zuhause! Wir denken oft an euch, es ist schön zu wissen, dass dies auch umgekehrt so ist 🙂

Zwischendurch (also eigentlich fast immer) haben wir schlechte Internetverbindungen und können Bilder nur mit vieeeeeel Geduld und manchmal auch mit erst nach mehreren Versuchen hochladen. Deshalb kommen einerseits unsere Antworten auf eure Nachrichten manchmal erst sehr spät (einfach weil wir am Ende manchmal die Nerven nicht mehr haben um noch länger mit ewig abbrechenden Verbindungen zu basteln) und andererseites sind einige unserer Blogbeiträge eher spärlich bebildert. Wenn wir zwischendurch doch mal eine bessere Verbindung haben, laden wir gerne noch weitere Fotos von unserer Reise hoch, so dass alle die es interessiert, diese nachträglich noch anschauen können.

Hier eine erste (und hoffentlich nicht letzte) Bilderrunde:

im Grand Canyon NP


Und hier aus dem Antelope Canyon…

…und am Lake Powell (jaja, ein bisschen wurde mit den Farbfiltern herumgespielt 😉 )


Die Reise mit einem Wohnmobil gefällt uns bis jetzt sehr gut. Wir bezweifeln, dass wir ein solches Gefährt in der Schweiz mit unseren Fahrausweisen führen dürften. Hier jedoch ist das recht einfach. Und obwohl nach unserem Ermessen der Camper riesig ist, scheint er nach hiesigen Verhältnissen gerade mal so knapp durchschnittlich. Nach einigen Tagen haben wir auch herausgefunden, dass es sich gut fahren lässt, ohne zwischendurch das beachtlich überhängende Heck aufzusetzen :-o. Alles ist vorhanden (Kühlschrank, Gefrierer, Backofen, Herd, sogar Mikrowelle, Dusche, WC, usw) und das Platzangebot reicht, wenn man sich sowieso fast nur draussen aufhält. Trotzdem, wenn wir wieder Zuhause sind, wird uns auf der Strasse wohl alles eng und klein vorkommen, unser Haus im Gegensatz dazu aber wahrscheinlich riesig 😉

Und dann noch eine letzte Bemerkung an alle die sich sorgten, dass wir frieren könnten. Wir frieren wirklich nicht! Zumindest nicht Nachts im Camper. Dieses Teil hier hat eine gute Heizung, welche auch mit der Batterie funktioniert, also unabhängig davon ist ob wir am Übernachtungsplatz mit Strom versorgt werden oder nicht. Sogar heiss duschen können wir. Also, keine Sorge, trotzdem DANKE für die Anteilnahme.

So, jetzt ist wohl alles up-to-date. Eine bessere Verbindung als hier hatten wir noch nie. Wann wir das nächste mal so problemlos „liefern“ können, wissen wir noch nicht. Also, DANKE für eure Geduld.

Macheds guet, bis zum nächschte mal…😘😘😘

Canyon Lands National Park

Eigentlich sind wir jetzt schon im Arches National Park, haben mehrere Wanderungen hinter uns, davon eine von 5 km, 150 m aufwärts, mit Kindern auf dem Rücken, und eigentlich bin ich hundemüde (oder liegt das am Rotwein vom Znacht) und würde jetzt lieber schlafen. Aber da ich mit dem Tagebuch total im Verzug bin, schreibe ich jetzt trotzdem noch über Canyon Lands. Auch deswegen, weil der Park es wert ist, darüber geschrieben zu werden. Also….

…nachdem wir Mancos, beim Mesa Verde, verlassen hatten, führt unser Weg erst mal zurück durchs Farmland von Colorado und Utha nach Monticello (teilweise mit Blick auf die verschneiten Rocky Mountains) und weiter Richtung Canyon Lands National Park. Und eigentlich waren unsere Erwartungen nicht besonders. Hatten wir doch schon so viel schönes und impossantes gesehen, dass wir glaubten, uns könne so schnell nichts mehr beeindrucken. Weit gefehlt. Noch bevor wir in den Park hineinfuhren, türmten sich schon wieder die impossanten, teilweise über die Strasse überhängenden, roten Sandsteinfelsen. Und einmal mehr staunten wir schon wieder. Und auch die Kamera klickte schon wieder bevor wir überhaupt den Parkeingang erreicht hatten. Ja, hier geschrieben hört es sich vielleicht etwas langweilig an, aber es war einmal mehr…..einfach nur beeindruckend 😉

Da wir auf dem Campingplatz reserviert hatten, eilte es nicht dahin zu kommen und so machten wir erst mal einen kleineren Trail. Danach bezogen wir unseren Platz auf dem schönen Campground und bestaunten während dem grillieren das näher kommende Gewitter. Einen Blitz mit der Kamera einzufangen gelang leider (trotz Serienaufnahmen) nicht. Trotzdem, es war ein schönes Wetterschauspiel.

Am nächsten Tag liefen wir nochmals zwei Trails und hatten dabei immer die düsteren Regenwolken im Nacken. Bei der ersten Wanderung fiel der erste Tropfen just in dem Moment, als wir den Parkplatz wieder erreichten. Uff, Glück gehabt! Hier sei noch erwähnt, dass wir super mega stolz auf Nuria sind. Sie läuft bisher fast alles selbst und das mehrheitlich ohne murren und jammern 😍 . Nachdem wir auch noch den Scenic Drive abgefahren sind, entschieden wir uns, den Park einen Tag früher als geplannt zu verlassen, da die Wetteraussichten unbeständig waren und wir gesehen hatten, was wir sehen wollten. So fuhren wir an diesem Tag noch ins etwa 100 mls entfernte Moab, wo den Kindern sogar noch ein kurzes Plantschen im Pool gegönnt war (mir wäre es allerdings zu kalt gewesen – jaja, das ist noch schnell mal der Fall – , aber wie sagt man so schön, so härtet es ab 😆)

Mittwoch, 20.5.2015

Arches National Park und das Wandern

Nachdem wir ja jetzt schon mal richtig Nahe am Nationalpark waren, liessen wir uns Zeit. Nach dem Frühstück wurden erst mal Öl, Wasser und Reifendruck kontrolliert und korrigiert. Dabei machten wir noch Bekanntschaft mit Hook, Lightnings McQueens lebensgrossem Gspändli.

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Dann fuhren wir gemütlich zum Parkeingang. Da allerdings stellten wir fest, dass wir uns vielleicht doch besser ein bisschen beeilt hätten. Eine lange Schlange hatte sich schon gebildet, dabei war es doch erst etwa 9h Morgens. Nach geraumer Wartezeit, tuckerlten wir also sozusagen im Camper Konvoi gemütlich weiter. Bis zum ersten Ausgangspunkt für unsere morgentlichen Trails. Dies waren der impossante Double Arch,

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dem North- und South Window

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sowie dem Turret Arch

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Alles sogenante Felsbrücken, welche, wie schon bei Natural Bridges im Laufe der Jahrtausende durch Wasser und Klima entstanden sind. Der hohe Salzgehalt im Boden und den Felsen, hat hier ausserdem zusätzlich zur Formung der Landschaft beigetragen. Aprospo Klima; anstelle immer nur über das Wetter zu jammern, möchte ich hier auch mal erwähnen, dass wir heute einen herrlichen Tag erwischt haben. Und eigenlich, wenns drauf an kam überhaupt immer Glück gehabt haben (Holz alange). So genossen wir den tollen Blick auf diese Naturwunder und entschieden uns gleich, die Gunst der Stunde zu nutzen, und eine weitere Wanderung an diesem Nachmittag zu unternehmen. So kam es, dass wir, die 5 km Wanderung zum Delicate Arch noch an diesem Tag machten. Da die Kids schon etwas müde waren und es ausserdem kurz nach Mittag war und heiss….und sagte ich schon, dass sie müde waren….wie auch immer, anstelle Gejammer zu ertragen wurden die Beiden aufgeladen und hoch gings auf den Berg. Der Anblick war die Mühe wert. Ein Foto ohne fremde Menschen drauf, allerdings fast unmöglich.

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Und wegen einmal mehr akuter Absturzgefahr, liessen wir diesmal sogar das obligate Selfie aus. Jaja, für alle die es noch nicht gemerkt haben, wir sind inzwischen im Besitz eines solch peinlichen Selfiestickst. Unter den vielen Touristen fällt das allerdings nicht besonders auf. Und solange es immer wieder mal welche gibt, welche ihre Tablets und iPads in den Parks rumschleppen um Fotos zu machen, fallen wir wohl nicht besonders auf.

Die Barfusswanderung haben wir dann nach dieser Anstrengung auf den nächsten Tag verschoben. Unser Campground ist wieder einmal traumhaft schön gelegen und der Sternenhimmel einfach nur phänomenal. Nur die Mondsichel habe ich irgendwie doppelt gesehen. Den Entscheid ob’s jetzt an der in diesem Moment nicht auffindebaren Brille oder am Wein lag überlasse ich euch. Woher die Rechtschreibfehler und wirren Sätze in diesem Bericht stammen ebenfalls….

So, jetzt gehts ab ins Bett. Morgen sind etwa 11 km wandern angesagt (sofern das Wetter und der hoffentlich nicht vorhandene Muskelkater mitspielen).

Mittwoch, 20.5.2015

Um es vorweg zu nehmen, aus den 11 km wurde nichts. Bei weitem nicht. Und weder das Wetter noch der Muskelkater waren Schuld. Aber von vorne. Nach dem reichhaltigen Frühstück, waren wir trotz anstrengender Nacht (niemand hat gut geschlafen) noch frohen Mutes und schnürten unsere Wanderschuhe. Und los gings zum Devils Garden Trail. Doch schon nach wenigen Metern wollte Timon nicht mehr. Und nachdem er erst mal in der Trage verstaut war, mochte auch Nuria nicht weiter (wie war das nochmals mit gut wandern und so… 😮 ). Kaum war auch sie Huckepack, wollte sie wieder selbst gehen. Auf meinen Kommentar, dass ich doch geschrieben hätte, dass sie so gut läuft, erwiderte sie, Zitat: „aber Mami, jetzt chasch ja schriibe, dass ich ächli gjammered han und dänn aber wieder mega guet glofe bin“. Aber irgendwie war es heute überhaupt einfach niemandem recht zu machen. Dazu kam, dass uns kurz nach dem bekannten Landscape Arche jemand darüber aufklärte, dass es mit so kleinen Kindern auf keinen Fall zu den anderen Arches zu schaffen sei. Zwar könnten wir gut nochmals 5 km weiterwandern, aber das letzte Stück sei ohne Klettern nicht zu schaffen und auf jeden Fall zu gefährlich. Na ja, da alle sowieso schon ziemlich genervt waren, entschlossen wir uns zur Umkehr. Die sportlich anmutende amerikanische Familie (ja, gibt es auch), mit Kindern in ähnlichem Alter, welche ebenfalls an dieser Stelle kehrt machte, hat wohl unsere letzten Zweifel für diesen Entscheid vertrieben. Nach einer ausgiebigen Mittagspause begnügten wir uns am Nachmmittag mit den paar wenigen Metern zum Sand Dune Arches, welcher barfuss über weichen Sand erreichbar war. Dort interessierten sich die Kinder vor allem für die Bodenbeschaffenheit und wie gut dieser extrem feine Sand sich in die Hosentaschen füllen lässt, während wir einmal mehr die interessanten Felsformationen bestaunten.

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Obwohl wir einige der bekannten Arches nicht besichtigen konnten, waren wir durchaus zufrieden und abgesehen vom gewaltigen Touristenstrom (aber da waren wir ja zum Glück vorgewarnt, Danke Sara!), hat uns der Arches National Park sehr gut gefallen!

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Samstag 23. Mai 2015

Mesa Verde

Nach der gestrig trüben Anfahrt nach Mencos, hatten wir heute das Glück bei wunderbar klarem Himmel und gnädigen Temperaturen die grösste und bedeutendste kulturhistorische Stätte der USA besuchen zu dürfen. Den Mesa Verde National Park. Es war sehr impossant und eindrücklich, zu sehen, wie die Menschen damals ihre Häuser und andere Bauten in den Felsen errichteten und einiges darüber zu erfahren, wie sie lebten. Über Leitern und durch enge, niedrige Tunnels hindurch erkundeteten wir einige der etwa 4000 Stätte, welche sich in diesem Park befinden.

Hier ein paar Eindrücke davon:

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Sonntag, 17.5.15

Capitol Reef

Früh, seeeehhhr früh fuhren wir am nächsten Morgen los. Eigentlich war der Plan einen Platz auf dem schönen Fruita Campground beim Capitol Reef zu ergattern. Da diese nur nach dem Prinzip first comes first serves vergeben werden, muss man zeitig dran sein. Ausserdem war es Freitag und am drauf folgenden Montag ein Feiertag (Memorial Day). Wir wussten also, dass unsere Chancen nicht allzu gut standen. Zumal wir unterwegs auch noch einkaufen, tanken und dumpen (Abwassertanks entleeren) mussten. Trotzdem wollten wir es versuchen und da wir ja sowieso langsam zu Frühaufstehern mutiert waren, schafften wir es um kurz nach 6 vom Campingplatz zu rollen. Unsere Aktivitäten dauerten dann etwas länger als geplant und beim Einkaufen kam es noch zu einem kurzen Schwatz mit einem älteren Amerikanischen Paar, welches den gleichen Weg wie wir im Sinn hatte. Und es kam, wie es kommen mussten. Das nette Paar war einige Minuten vor uns auf der Strasse und wer erwischte wohl den letzten Campingplatz? Wir warens nicht 😉
Egal, wir entschieden uns den angebrochenen sonnigen Tag zur Besichtigung des Parks zu nutzen. Über einen felsigen Trail gings zur Hickman Bridge. Irgendwie hatten wir wohl noch nicht genug von all den felsigen Arches und Bridges. Es war eine wunderschöne Wanderung und alle genossen es sehr.

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Dannach fuhren wir nach Torrey, um dort festzustellen, dass alle Campgrounds in der näheren Umgebung ausgebucht waren (wer hätte das gedacht, am Freitag vor dem Memorial Weekend 😀 ). Die nette Dame vom Visitor Center versuchte noch den einen oder anderen CG auf dem Byway 12 (der Scenic Drive nach Escalante) anzufragen, erreichte aber niemanden. Dank einem Forum, dessen Existenz, nebenbei erwähnt, ich die halbe Planung für unsere Reise verdanke, wusste ich, dass zwischen Torrey und dem Capitol Reef ein grosser Parkplatz existiert, welcher für solche Situationen auch zum campen genutzt werden konnte. Die Einfahrt war etwas schwierig und man musste um die grossen Steinbrocken, welche mitten auf der Dirtroad lagen herumzirkeln. Dannach befand man sich dafür auf einem Platz mit Campingcharakter. Es gab Nischen und Feuerstellen und auch bereits zwei andere Camper. Im Laufe des Abends kamen nochmals etwa drei weitere dazu. So verbrachten wir einen angenehmen Abend (inkl. grillieren) und eine ruhige Nacht zum Nulltarif.

Samstag 23. Mai 2015

Winter auf dem Highway 12 und das Kodachrome Basin

In der Nacht auf heute hat es wieder angefangen zu regnen. Unsere Camping Nachbarn, so stellten wir am Morgen fest, hatten sogar mitten in der Nacht ihren Standplatz gewechselt. Wohl aus Angst, nicht mehr vom sandigen Untergrund weg zu kommen, sollte es zu stark regnen. Wir allerdings hatten es nicht eilig, es war wieder einemal alles in eine dicke graue Suppe gehüllt und die geplanten Aktivitäten entlang dem Byway 12 würden wohl buchstäblich ins Wasser fallen. Dachten wir. Aber wie heisst es so schön, es kommt erstens anders, zweitens als man denkt. Nun, wir ersparen euch die vielen Worte und dokumenieren unsere Fahrt mit Bildern.

Nun, so schnell erschüttert uns ja nichts mehr. Spätestens nach 1h Fahrt entschieden wir uns, dass aus dem Bad beim Lower Calf Creek wohl nichts würde. Immerhin befanden wir uns an der höchsten Stelle auf fast 3000 m.ü.M. Nach etwa 2h erreichten wir Escalante, wo wir eine Stopp zum Wäsche waschen und Lunch einlegten.

Zu unserem Campingplatz im Kodachrome Basin State Park fuhren wir nochmals eine halbe Stunde. Es regnete in Strömen. Sonst wäre….ähhh, ist es sehr schön hier. Und immerhin, am Abend während unseres Regenspaziergangs tat es noch etwas auf und die Sonne zeigte sich doch noch. So genossen wir die Abendstunden und die Kinder durften ausnahmsweise lange über die Bettgehzeit hinaus draussen Verstecken spielen.

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Am übernächsten Morgen, als wir das Kodachrome Basin verliessen:

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Samstag, 23.5.2015

Bryce Canyon National Park

Am nächsten Morgen führte unser Weg erst mal ins Visitor Center von unserem nächsten Highlight, dem Bryce Canyon National Park. Dort informierte uns der Ranger darüber, dass im Laufe des Morgens mit Regenschauern und Nachmittags mit Gewittern zu rechnen sei. Und dass der Abstieg in den Canyon bei Regen äusserst rutschig und gefährlich sei. Also entschlossen wir keine Zeit zu verlieren und möglichst rasch los zu ziehen, da wir unbedingt auch runter wollten. Mit dem Parkbus gings los. Und oh weh, noch keine 3 Minuten waren wir unterwegs und es begann zu regnen. So disponierten wir um und stiegen beim Inspiration Point, dessen Name mehr als passt, aus…

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…und spazierten erst mal dem Rim entlang zum Sunset Point. Wie schön diese Aussicht wieder einmal war! Natürlich haben wir auch vorher schon Bilder vom Bryce Canyon gesehen, aber der Anblick von der Kante über diese bizarren Felsformationen erschlägt einem fast (natürlich im positiven Sinne). Und das auch bei grauem Himmel.

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In der Zwischenzeit hatte es immerhin aufgehört zu regnen. Beim Sunset Point angekommen, entschieden wir uns die kurze Wanderung in die Schlucht hinunter zu wagen. Der Navajo Loop führte über weichen, erdigen, sogar leicht lehmigen Boden steil hinunter. Unten angekommen, wurden wir mit der aufreissenden Wolkendecke belohnt. Der Aufstieg durch die impossante Wall Street liess jegliche Anstrengung vergessen (wahrscheinlich war es auch gar nicht anstrengend, da man sowieso alle 2 Meter anhalten musste um Fotos zu schiessen).

Es war eine sehr schöne Wanderung gewesen. Oben angekommen schlenderten wir noch eine Weile am Rim entlang, fotografierten dabei selbstverständlich die berühmte Kiefer (es gibt Leute die behaupten bessere Fotos davon als wir zu haben, was wir allerdings stark zu bezweifeln wagen 😉 )…

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…und gelangten irgendwann wieder zu unserem Camper, welcher beim Visitor Center parkiert war. Nach dem späten ZmiZvi (Zmittag-Zvieri) gings zurück zum Campground im Kodachrome Basin. Das angekündigte Gewitter blieb zum Glück aus.

Sonntag, 24.5.2015

Zion National Park

Tags drauf gings zum nicht allzu weit entfernten Zion National Park. Zur Abwechslung war für einmal nicht nur die Umgebung rot, sondern auch die Strasse.

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Und etwas Aufregung war dann doch auch noch dabei. Für eines der beiden Tunnels, welche wir durchfahren mussten, war nämlich unser Motorhome zu hoch. Zumindest wenn wir dies standesgemäss auf unserer Seite der Strasse hätten durchfahren müssen. Aber….kein Problem. Für ein paar Dollars wird einfach der Gegenverkehr gesperrt und man durchfährt das ca. 1 Meile lange Tunnel genau in der Mitte.

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Unsere wunderschön gelegene Campsite befand sich dirket am Virgin River. Innerhalb der ersten 5 Minuten machten wir schon Bekanntschaft mit mehreren Eichhörnchen, einem Reh und einigen Lizards.

Wir hatten ausserdem direkten Zugang zum vorgelagerten Sandstrand, welcher zur Freude der Kinder von einem kleinen Bächlein durchzogen war. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir an diesem herrlichen Platz….die Kinder am buddeln und plantschen, ich mit einem spannenden Buch, David am schlafen 😉

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Irgendwann stellten wir dann auch noch fest, dass wir am Camper wohl besser das Fliegengitter schliessen, ansonsten hat man drinnen schnell, zwar süsse, aber trotzdem ungebetene Gäste in Form von Eichhörnchen.

Am nächsten Tag war ein grosser Wandertag für uns. Erst mal gings mit dem Parkshuttle zur Zion Lodge. Von dort aus führte ein teilweise steiniger und steiler Trail zu den verschiedenen Emerald Pools. Ganz zum Vergnügen der Kinder durfte bei jeder Pause nach Lust und Laune „götsched“ werde.

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Nuria ging den ganzen Weg nach oben alleine. Und ich!! trug Timon den ganzen Weg hoch und wieder runter. Und weil sich das so wunderbar schreibt, gleich nochmals: ICH!! trug Timon den ganzen Weg 😉 . Wieder zurück bei der Lodge gab es Mittagessen

und danach zur Feier des Tages noch eine zweite Wanderung dem Fluss entlang. Da meine Füsse nach einer Weile wegen der Druckstellen zu streiken anfiengen, gings barfuss weiter, was wunderbar funktionierte. Wohingegen andere auf der ganzen Linie streikten 😉

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Die Rückfahrt mit dem Parkbus hatte es dann noch in sich. Nur so viel: niemandem, aber auch wirklich überhaupt gar niemandem in diesem ganzen Bus wäre es wohl in den Sinn gekommen unseren Sohn als süss zu bezeichnen 😮

Zurück auf dem Campingplatz lernten wir dann unsere neuen Schweizer Nachbarn kennen. Zu unserer aller Freude verstanden wir uns sehr gut und ihre beiden Buben waren jeweils im gleichen Alter wie Nuria und Timon. Die beiden „Grossen“ haben gleich auf Anhieb Freundschaft geschlossen (so schnell wie an diesem Tag ist Nuria sonst bloss mit dem Essen fertig, wenn sie danach mit Joya oder Ekaterina spielen kann). Wir hatten einen sehr gemütlichen Abend (danke nochmals!).

27.5.2015

Viva Las Vegas

Wir sind vor wenigen Stunden in Las Vegas angekommen. Da wir während der letzten Tage nie vernünftige Internetverbindungen hatten, kommen jetzt gleich mehrere Bereichte auf einmal.

Den Bericht vom Valley of Fire und dann auch von Vegas selbst, werde ich noch nachliefern.

Vorerst wünschen wir Euch viel Spass beim lesen!

Liebe Grüsse und ein dicker Knuddel nach Hause!

Bis bald!

😘😘😘

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Valley of Fire

Nach einer kurzen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Weg. In St. Georg war wieder einmal ein Grosseinkauf angesagt. Da wir seit einigen Tagen keine Begegnung mit einem grösseren Supermarkt mehr hatten, waren wir total ausgeschossen. So füllten wir wieder einmal mehrere Einkaufwagen und ärgerten uns anschliessend darüber, dass mal wieder nicht alles in den Kühlschrank passte. Mit etwas Geschick und teils Ausweichen auf den Gefrierer gings dann aber doch. Kurz darauf erreichten wir das Valley of Fire, wo wir als erstes den Campingplatz aufsuchten, da es hier keine Möglichkeit zur Reservierung gegeben hatte. Aber es hatte noch genug freie Sites und wir konnten uns eine sehr schöne aussuchen. In der brütenden Nachmittagshitze (zum ersten mal überhaupt auf unserer Reise 🙂 ) gings dann doch erst mal zum Visitor Center und anschliessend zum Elephant Rock.

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Für mehr konnten wir uns im Moment nicht mehr aufraffen. Aber das war egal, den Kindern gefiels auf dem Campingplatz und es wurde nach Lust und Laune auf den umliegenden Felsen geklettert. Nach dem Abendessen hatten wir, und damit meine ich vor allem meinen Mann, die glorreiche Idee, nochmals ins Valley rein zu fahren, um einen ersten Trail zu laufen, und den Sonnenuntergang zu bestaunen. Tja, impossant, gigantisch und beeindruckend ist das ja schon alles. Nur dass die Sonne wegen den länger werdenden Schatten nicht mehr allzu oft zu sehen ist und die Wege nicht besonders gut gekennzeichnet, geschweige denn einfach so erkennbar sind, ist dann schon etwas weniger toll. So brachen wir nach 15 Minuten die Mission ab, da wir Gefahr zu laufen drohten uns zu verirren. Und wie die Temperaturen in der Nacht sind wollten wir lieber nicht auf diese Weise herausfinden. So erreichten wir dann doch immerhin noch knapp bei Tageslicht unseren Campingplatz und genossen den lauen Abend. Ein paar Fotos hats dann doch noch gegeben.

Und auf dem Campingplatz wurden wir herzlich begrüsst von diesem Langohr:

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27.5.2015

Wegen der Hitze, entschlossen wir uns am nächsten Morgen früh raus zu fahren um einige der Trails abzuklappern. Na ja, sooooo früh wars dann am Ende auch wieder nicht, zumindest konnten wir das Frühstück schon bei mehr als angenehmen Temparaturen draussen geniessen.

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Auf dem Weg zur Firewave waren wir dann trotzdem ganz alleine. Der Anblick einfach wieder einmal nur unbeschreiblich. Die Farbenvielfallt lässt sich auf den Fotos kaum festhalten, geschweige denn das dargebotene Panorama.

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Nach der Firewave gings wieder einmal querfeldein zum inoffiziellen aber keinesweg unbekannten Crazy Hill. Nicht unbekannt deswegen, weil uns der ansonsten eher etwas mürrische Ranger im Visitor Center netterweise den Weg auf unserer Karte einzeichnete. Danach liefen wir noch den White Dome Trail.

Anschliessend war es uns zu heiss um weiter zu wandern. Es war aber erst 11h. Und hungrig war noch niemand. Ausserdem ging die Tür zu unserem Wohnmobil nicht mehr zu. Irgendwie hatte sich der Mechanismus verklemmt und man konnte sie, wohlverstanden, nicht mehr einrasten. Erst einmal lösten wir alle Schrauben. Das brachte nichts. Dann hämmerten wir mit dem Taschenmesser dagegen (die grosse Werkzeugkiste haben wir dummerweise Zuhause gelassen). Das brachte auch nichts. Am Ende versuchten wir es noch mit viel Schwung und roher Gewalt. Und siehe da, die Tür war wieder zu. Allerdings wussten wir nicht ob der Mechanismus nun funktioniert oder nicht und da wir im Handynetzlosen Valley of Fire nicht das Risiko eingehen wollten am Ende mit offener Tür herumfahren zu müssen, wurde ab jetzt nur noch durch die Fahrerkabine ein und ausgestiegen. Aber eben, für weitere Wanderungen war es uns zu heiss. Was also machen mit dem angebrochenen Tag? Obwohl wir eigentlich zwei Tage hätten bleiben wollen, entschiedenn wir uns weiter zu fahren, da es in Vegas eine Station unserers Vermieters hat und wir hofften, den defekten Schliessmechanismus reparieren lassen zu können. So verliessen wir mit der passenden Musik von Aerosmith‘ „Amazing“ den Park um dann etwa 90 Minuten später mit dem fast ebenso passenden „Paradise City“ von Guns n’Roses nach Las Vegas rein zu fahren. Beim Fast Food Mittagsstopp versuchten wirs dann nochmals mit der Tür und siehe da, alles funktionierte wieder. So entschieden wir uns den Reparaturstopp auszulassen und gleich unseren Campingplatz anzupeilen. Aber mehr dazu dann im Vegas Bericht. Machts gut, bis bald….

29.5.2015

Las Vegas und Death Valley

Also, wo sind wir stehen geblieben? Wir erreichten unseren Campingplatz mitten in Las Vegas am frühen Nachmittag. Zur Erinnerung, dies nachdem wir am Morgen noch diverse Trails im Valley of Fire durchwandert haben. So waren wir alle ziemlich geschafft. David machte sich mit den Kids auf zum Pool, während ich endlich mal wieder unseren Blogg auf einen neueren Stand brachte. Gegen Abend dann zog es uns an den berühmten Stripe, mit all den Casinos, Bars, Shows, Restaurants, verrückten Leuten, lauter Musik, gigantischen Hotelkomplexen, überhaupt grössenwahnsinnigen Gebäuden, ……! Also eigentlich perfekt für einen tollen Ausgang jedoch alles andere als passend für eine Familie mit kleinen Kindern. Nun ja, diese kleinen Kinder hatten wir nun mal und hungrig waren sie auch noch 😉 . Wer uns gut kennt, weiss natürlich, wo wir unser Dinner genossen. Jawohl, im Hardrock Café 🎸😎🎸. Oh mann, das ist ja lange her! Und waren die Portionen schon immer so gross? Egal, wir genossen es.

Anschliessend schlenderten wir noch eine Weile am Stripe entlang. Nuria und Timon kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Anblick einer knapp bekleideten Frau, fast nur geschmückt mit grossen roten Federn, entlockte bei Nuria gar den Begeisterungsruf: Lueged mal, lueged, ä Änte! 😂 Am besten gefiel uns aber die Wassershow beim Bellagio.

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So schnell wie an diesem Abend haben die Kinder schon lange nicht mehr geschlaffen. David auch nicht 😉

Als ich am nächsten Morgen vor der Rezeption stand um Münzen für die Waschmaschine zu wechseln, musste ich feststellen, dass diese erst in knapp 2h öffnen würde. Also gings zum gleich nebenan liegenden Kasinokomplex vom Circus Circus (ja, 2x ist korrekt). Dort liess ich mir einen Plan geben und irrte dann trotzdem erst mal in dem riesigen Gebäude umher um das sogenannte Cashier Cage zu suchen, den nur dort, so hiess es, könnte ich für 20$ Quarters bekommen. Ein bisschen deprimierend fand ich es dann schon als die nette Dame mich dann, nach einem kuren Blick auf mein Erscheinungsbild, gleich fragte, ob ich die Coins für Laundry benötige. Tja, wahrscheinlich klebte der rote Sandstaub trotz langer Dusche immer noch an mir. Und wer wechselt schon solche kleinen Beträge in einem Kasino? Und dann noch zum Waschen 😶 ???

Nachmittags war es dann an mir mit den beiden Wasserraten am Pool zu relaxen. David machte eine Fotorunde dem Stripe entlang. Ja, wirklich eine Fotorunde! Zumindest kehrte er zwar mit dem Taxi aber trotzdem mit Blattern an den Füssen zurück, was aber vielleicht auch an den für weitere Fussmärsche ungünstigen FlipFlops gelegen hat.

Später fanden wir dann ein Restaurant, welches auch einen klimatisierten Aussenbereich vorzuweisen hatte und dannach schauten wir uns, auf Nurias ausdrücklichen Wunsch hin, nochmals die Wassershow vor dem Bellagio an.

Da wir das Death Valley nur durchquert haben, hänge ich diesen Bericht gleich hier mit rein. Erst mal suchten wir vor dem Verlassen von Vegas sowieso noch ein Outlet auf, um uns noch mit ein paar Kleidern einzudecken. Nun, David brauchte diverse neue Kleider für den Job (was schon mal viiiieeeeeel Zeit in Anspruch nahm, da der Verkäufer wesentlich mehr daran interessiert war, die durch unsere herum rennenden Kidis leicht touchierten Kravatten und Kleider wieder zu richten, als sich um die Bedürfnisse meines Mannes zu kümmern), danach musste ich dringend ein paar Sommersachen für die Kinder zusammen suchen und dann….ja, dann war schon nach Mittag und wir wollten ja noch durchs Death Valley. Für mich hats also nicht mehr gereicht. Nicht mal für ein paar Schuhe. Heul! Schnief! 😭 Wehe, wenn wir nicht nochmals Zeit für ein Outlet finden! Und jetzt bloss keine Kommentare von wegen Jammern auf hohem Niveau….😝

Als wir dann endlich vom Parkplatz rollten, war es schon ziemlich spät und einen Walmart und eine Tankstelle brauchten wir auch noch. Zum Glück gibt es im Death Valley nicht allzu viel zu machen. Zumindest für uns nicht, bei gut 45° Celsius.

Und nochmals zur Erinnerung, das war vor einer Woche

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Und hier die Bilder von heute aus dem Death Valley, in Nevada:


30.5.2015

Inzwischen sind wir beim Zwischenstopp am Lake Isabella. Die Temparaturen sind genau richtig um den Pool zu geniessen…

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…und nach dem vielen amerikanischen auswärts Essen endlich wieder einmal zu grillieren (obwohl Timon wohl inzwischen auch von Pommes leben könnte) 🍟 😉 :

Am Pool tauchte irgendwann eine Kindergeburtstagsgesellschaft auf, da war’s mit der Ruhe und Gemütlichkeit vorbei. Aber immerhin fehlte es ab dann definitiv nicht mehr an Wasserspielsachen. Wieder einmal mit neu gewonnen Gspändlis aus der Heimat liessen Nuria und Timon den Abend auf dem schönen Spielplatz ausklingen.

Morgen gehts in den Sequoia National Park. Sonnige Grüsse nach Hause!

31.5.2015

Sequoia National Park

Wirklich impossant! Wenn diese Bäume, welche bis zu 3500 Jahre alt sind, doch nur sprechen könnten. Wobei….was haben sie wirklich gesehen? Andere Bäume! Wilde Tiere! Vielleicht gelegentlich mal einen Menschen? Bis die Gegend zum National Park ernannt wurde und die Menschen in Scharen herbeipilgerten. Aber eindrücklich ist das Ganze schon. Und über mehrere Tausend Jahre gibts wohl auch bei einem gemütlichen Leben doch die eine oder andere spannende Episode.

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Als wir an diesem Morgen bei unserem Campingplatz auf den Park Shuttle warteten, leistete uns eine ganze Schulklasse Gesellschaft. Hmmm, nicht gerade das worauf wir aus waren, wenn wir darauf hofften irgendwelche Wildtiere zu sehen. Also liessen wir die Haltestelle, welchen die Truppe nahm, aus und stiegen wenig später aus um zum General Sherman Tree zu gelanngen, dem nach Volumen grössten bekannten Baum Weltweit. Man kriegt den Eindruck, dass ein ganzes Hotel in dessen Stamm Platz finden würde.

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Die Bäume hinter unserem Haus werden mich künftig wohl irgendwie an etwas gross geratene Zahnstocher oder so erinnern…

Danach genossen wir fast mutterseelenalleine den Congress Trail, an dessen Route die Bäume nach politischen Gremien benannt sind. Ein wunderschöner Trail, welcher über diverse Bächlein und unter einigen Baumstammtunnels hindurchführte. Auch die Kinder waren begeistert.

Beeindruckt haben uns auch die vielen teilweise verkohlten Sequoia Bäume, welche aber trotzdem stark und gesund wirkten. Später haben wir gelesen, dass immer mal wieder Brände wüteten, diese jedoch den Sequoias oft nicht allzuviel anhaben konnten. Die Baumstämme haben einen einigermasssen Brandresistenten Kern. Der durch das Feuer ausgelichteten Wald verschafft den Überlebenskünstlern dann zudem mehr Sonnenlicht und Wasser, was das Wachstum wiederum fördert.
Um uns später für den Big Tree Trail zu stärken, gabs beim Start, einem lauschigen Plätzchen bei einer Lichtung, erst mal ein Picknick.

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Danach liefen wir den Rundweg, wobei wir sogar aus einiger Entfernung einen Schwarzbären beobachten konnten.

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Um auch noch etwas für unsere Fitness zu tun, stiegen wir dann am Nachmittag die 400 Stufen zum Moro Rock hinauf. Die Kinder wieder einmal schlafend auf dem Rücken 😉 .

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Oben angekommen konnten wir uns die phänomenale Aussicht leider nur vorstellen, da sich der strahlend blaue Himmel in eine graue Suppe verwandelt hatte. Da es auch etwas nach Regen roch, machten wir uns ziemlich rasch wieder an den Abstieg.

Auf der Busfahrt zurück, traffen wir dann gleich mehrere Schweizer Familien und wer hätte das gedacht…. alle hatten ein Kind, welches im Sommer eingeschult (Kindergarten) wird 🙂

So ganz anders als am Vorabend grillierten wir dann am Abend bei grauem Himmel und kühlen Temperaturen. Geschmeckt hat’s trotzdem.

Yosemite National Park…das Wiedersehen!

Nach einer gefühlten Ewigkeit…was heisst gefühlt….nach einer Ewigkeit von fast zwei Jahrzehnten war ich besonders gespannt, wie es im Yosemite National Park heute aussieht. Damals hat es mir hier ausserordentlich gut gefallen und ich kam mit grossen Erwartungen in diesen Park. Ich freute mich auf das Wiedersehen mit dem Half Dome, dem El Capitan und dieser unbeschreiblich schönen Natur mit unzähligen Bächen, Wasserfällen und Wäldern. Über die Bergkette fuhren wir von Westen her ins Yosemite Valley hinein und erhaschten schon mal ein paar erste Blicke auf den markanten Half Dome.

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Jaaa, ganz genau so hatte ich das in Erinnerung. Unten im Tal angekommen, war ich dann doch einigermassen schockiert über die gigantischen Menschenmassen, die extrem touristische Aufmachung und das Verkehrschaos. War das damals auch schon so? Zumindest für die Besteigung des Half Domes brauchte man damals noch keine Permit, welche heutzutage, nebenbei bemerkt, jeweils Anfangs April unter unzähligen Bewerbern für die ganze Saison ausgelost wird. Nicht dass ich jemals oben gewesen wäre (was ich heute ein bisschen bereue), aber trotzdem. Immerhin, die Highlights waren noch da und unser Campground war schön gelegen und wir waren glücklich darüber hier, bei wunderprächtigem Wetter, unsere erste von zwei Nächten verbringen zu dürfen. Und den Kindern gefiels auch. Die Piratenflagge unserer Nachbarn fanden sie besonders faszinierend.

Am nächsten Morgen machten wir uns erst mal auf zum Mirror Lake. Auf einem Trail, welcher (leider) auch von Reitern benutzt wird (dem „Dung“ und Geruch nach recht häufig) gelangten wir zu einem wunderschönen Teich mit glasklarem Wasser. Zu Nurias Entzücken mussten wir erst noch den Bach über eine Brücke, bestehend aus Steinen und Ästen, überqueren. Um trockenen Fusses ans andere Ende zu gelangen forderte dies einiges an Konzentration und Geschick.

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Belohnt wurde man dafür mit einem tollen Sandstrand  und glasklarem Wasser, an einem wirklich schönen Plätzchen zum Verweilen. Wir haben das alle sehr genossen.

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Danach gings zu den Yosemite Falls, welche wir allerdings nur von unten aus bewunderten.

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Wir waren wohl alle ein bisschen Wandermüde. Ausserdem war die Vorstellung die Wanderroute mit einer riesigen Menschenmenge zu teilen nicht allzu verlockend. Am Nachmittag verabschiedete sich die Sonne und gelegentlich kam es zu kurzen Regenschauern. Wir erkundeten uns trotzdem noch über die total gemütlich aussehende Rafting Tour. Immer wieder sieht man Schlauchboote friedlich den ruhigen Fluss runter treiben. So dachten wir, dass dies für die Kinder sicher auch ein riesen Spass wäre. Zumal man hier ja sowieso mit Schwimmwesten ausgestattet wird. Aber leider werden Kids erst ab einem Körpergewicht von etwa 20kg, zugelassen. Und das haben unsere, trotz 5 Wochen Pommes, Chicken Nuggets und Grillwürstchen, noch nicht geschafft (zum Glück auch…, ich möchte ja nicht wissen wie wir die Kinder dann in Rückentragen rumschleppen würden 😉 ).

Mein Fazit: Der Yosemite NP ist nach wie vor einer der schönsten Parks für mich, allerdings haben das inzwischen wohl auch ein paar andere für sich entdeckt und es hat zu viele Leute hier. Ob es daran liegt, dass wir auf unserer Reise oft Trails ganz für uns alleine hatten, oder ob es hier wirklich so überlofen ist, kann ich im Moment nicht beurteilen. Für einen Rückzug und um etwas Ruhe zu finden, würde ich auf alle Fälle nicht (mehr) hierher kommen. Für ein tolles Naturerlebnis und falls gewünscht halsbrecherische Klettertouren jedoch auf jeden Fall.

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So, das wärs für den Moment mal wieder gewesen. Im Moment machen wir in Manteca Zwischenstopp. Morgen gehts nach San Francisco 🙂

Liebe Grüsse und machets guet!