Singapur Teil 2 und unsere abenteuerliche Reise nach Malaysia

27.03.17
Nach einem für hiesige Verhältnisse langweiligen Frühstück bei McDonald’s stand heute Sentosa auf dem Tagesprogramm. Zur grossen Freude der Kinder gings mit der Seilbahngondel (made in Switzerland) aus dem obersten Geschoss von einem der Wolkenkratzer direkt rüber auf die von Touristen bevölkerte Insel. Mit einer zweiten Seilbahn dann weiter zu den verlassenen Stränden von Palawan wo wir uns eine Weile mit den Kids vergnügten.

Zurück in Sentosa bestaunten wir einmal mehr das Wahrzeichen von Singapur, den Merlion…

…und schlenderten noch kurz duch die gigantiasche, teils openair, Shoppingmall, bevors wiederum mit der Seilbahn weiter zum Mount Faber ging. Den hätten wir uns jedoch auch sparen können, da dort vor allem grosse Menschenmengen und wenig anderes geboten wurde.

Das Highlight vom Tag sollte uns aber am Abend erwarten. Davids Singapurer Arbeitskollege führte uns in ein Restaurant, dessen Spezialität die landestypischen Dumplings sind. So eine Art in Weidekörben gedämpfte und in allen erdenklichen Variationen gefüllte Teigtaschen. Mit Fleisch, Gemüse, süssem Bohnenmousse oder sogar Suppe sind diese Delikatessen gefüllt…etwas gewöhnungsbedürftig aber in einigen Ausführungen durchaus ein kulinarisch lohnendes Erlebnis.

Und ach ja, die angekündigte grosse Fotogallerie wird es diesmal von uns leider nicht geben. Als Folge eines unglücklichen Sturzes vom Notebook auf den Fussboden hat die Harddisc leider einen Totalschaden erlitten. Somit sind wir weder in der Lage die Fotos von der Kamera zu sichern (da älteres Semester und nur USB und grosse SD Karte), noch Bilder in grösserer Anzahl oder guter Qualität aufs Netz rauf zu laden. Die Bilder in diesem Blog stammen deshalb ausschliesslich von der Handy- und iPadcam

28.03.17
Mit Sack und Pack ging es am nächsten Tag zur Busstation. Dort bestiegen wir den Superexpress Coach, welcher uns nach Malaysia bringen sollte. Ufff, spätestens beim Zoll von Singapur kamen erstmals wieder so richtige Backpacker Gefühle auf. Nicht die Guten, die man in Erinnerung behält. Sondern die, die einem mit der Situation wieder siedend heiss einfallen. Menschenmassen in giganitisch langen Schlangen, mehr oder weniger geduldig am anstehen. Glücklicherweise bot der Fussboden ein günstiges Muster auf, so dass Timon schnell mit den mitgebrachten Spielzeugbussen und -Autos einen ganzen Autbahnpark erdacht hatte. Endlich durch den Zoll war natürlich unser echter Bus längst weitergefahren und wir durften auf den nächsten warten. Das dauerte wieder und als er endlich kam drängten sich ungleich viel mehr Leute Richtung Eingang. Irgendwie passten dann doch alle rein und es ging weiter über die Meeresenge durchs Niemandsland an die Malaysische Grenze. Dort das Ganze nochmals von vorne bevor wir dann endlich nach Johor Bahru kamen. Nach der extremen Sauberkeit sowie dem Hauch von Luxus und dem Flair für Eleganz in Singapur wähnten wir uns hier nun in einer richtig asiatischen Stadt, wie wir es von früher kennen. Ein Gewimmel von Menschen, huppende und teils verloterten motorisierte Strassenfahrzeuge, überall Stromkabel, schmutzige Hausfassaden, spannende Gerüche (wohlwollend formuliert) und viel Menschengeschnatter. Dazu die drückend schwüle Hitze, ein stark bewölkter Himmel und durchgeschwitzte Kleidung. So kämpften wir uns zu Fuss zu unserer Autovermietung, welche eigentlich nur gerade so um die Ecke vom Zollgebäude liegt. Da es keinen direkten Weg gab, brauchten wir dafür trotzdem fast eine Stunde und konnten dann dort mit gut 3 Stunden Verspätung glücklich unseren grossen Toyota Irgendwas Nochniegehört entgegen nehmen. Kinder rein, Gepäck rein und los gehts Richtung Westküste (bereits abweichend von unseren ursprünglichen Plänen). Unterwegs stellten wir erfreut fest, dass sich das Preisniveau stark verändert hat. Für umgerechnet 5 Franken ass die ganze Familie auf der Autobahnraststätte zu Mittag (wenn man das um 16:00 noch so nennen kann). Weiter gings Richtung Melaka, wo wir bei strömendem Regen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in einem Ferienresort eincheckten. Diesmal mit herrlichen Platzverhältnissen. Mit 2 Schlafzimmern (jeweils mit eigenem Bad) und einem grossen Wohnbereich bietet das hier den Kids ein Paradies um Verstecken zu spielen.

29.03.17
Der heutige Tag gehörte ganz den Kindern und im Gegensatz zu sonst so Oft spielten wir mal nur die Statisten. In der riesigen zum Hotelkomplex gehörenden Splashpoolanlage vergnügte sich die Jungmanschaft während etwa 5 Stunden am Stück und unterbrach das Herumtollen auf den Rutschen und mit den vielen Wasserpielen höchsten um mal kurz während 10 Minuten ein paar Pommes und Chicken Nuggets in sich rein zu stopfen.

Etwas befremdlich war für uns, dass es zwar viele Sitzgelegenheiten, aber keine Liegestühle gab. Ausserdem trugen die Frauen alle Ganzkörperbadeanzüge inkl. Kopftuch, was mich mit Shorts und T-Shirt halb nackt erscheinen liess und mich im weiteren dazu veranlasste auf das Badevergnügen zu verzichten, da ich (bis jetzt) nichts anderes als ein Bikini dabei habe. Dabei soll die Westküste des Landes die liberalere von Beiden sein. Ich hoffe mal, dass sich dies in den grösseren Orten und auf den touristischen Inseln bewahrheitet, da ich grundsätzlich darauf bedacht bin, mich in fremden Ländern an deren Kultur anzupassen, aber nun mal wirklich keine Lust habe mich für das Sonnen- und Wasserbad komplett einzukleiden 😝

Singapur Teil 1

25.03.17

Warum auf einem Flug, welcher gegen 23:00 startet, kaum in der Luft, ein vollständiges, warmes und üppiges Abendessen serviert wird, liegt jenseits unserer Logik. Aber man muss ja nicht immer alles verstehen. Ansonsten genossen wir den guten Service und modernen Standard. Die Kinder haben die ersten paar Stunden geschlafen und wurden anschliessend durch das kindergerechte, elektronische Unterhaltungsprogramm bestens beschäftigt. So landeten wir einigermassen entspannt gegen 18:00 lokale Zeit in Singapur. 2 Stunden später hatten wir unser winziges Hotelzimmer bezogen und waren, mangels Möglichkeiten etwas zu verstauen auch schnell wieder draussen um etwas zu Essen zu suchen. In einer Art asiatischem Foodcourt (welcher mich total überforderte) gabs dann auch einiges an Undefinierbarem mit viel Reis. Die innere Uhr verhinderte dann zumindest bei den Kids trotz später Stunde ein schnelles einschlafen.

26.03.17
Dafür schlummerte es dann am nächsten Morgen ruhig und friedlich bis um 10:00. Spätestens beim Riesenrad, stellten wir fest, dass das Preisniveau für Touristen, mindestens eben so hoch wie in Zürich ist. Für 108 $ gabs immerhin eine klimatisierte Gondel, Gesellschaft aus der Heimat und während 10 Minuten eine tolle Aussicht über die Bucht und die Skyline. Imposant war auch der Ausblick vom Marina Bay Sandspark und der spätere Spaziergang im Gardens by the Bay mit seinen gigantischen Baum- und lebensgrossen Dinosauriersklulpturen. Wenn aber nun jemand die Kinder fragt, was ihnen heute am besten gefallen hat, dann antworten sie, dass das Plantschen am Abend im Hotelpool am allerschönsten war. Oder das Glacé nach dem Znacht 😉

Alles in allem haben wir uns trotz Hitze und Zeitverschiebung schon recht gut anklimatisiert. Morgen gehts mit der Seilbahn nach Sendosa und am Dienstag weiter über die Grenze nach Malaysia. So der Plan.

Fotos folgen….

Routenidee

Geplant und Durchorganisiert?!? Wie in den USA Ferien? Nein, diesmal nehmen wir es vorweg und lassen uns auf der Route inspirieren. Dank WLAN und Smartphone können wir in Singapur immer noch einen Organisationsmarathon hinlegen, sollten wir kalte Füsse vor unserer eigenen Spontanität bekommen. Fest steht: wir fliegen nach Singapur fünf Wochen später zurück von Kuala Terengganu. Ausserdem verbringen wir die letzten paar Tage Cocktail schlürfend am Strand von Pulau Redang. Und eine ungefähre Vorstellung haben wir:

Und sollte noch jemand Inputs für uns haben…sie werden dankbar von uns aufgenommen….