Cameron Highlands und Penang

03.04.17
Aus der Ferne eröffnete sich der Blick auf ein Gebäude, deren Bewohnbarkeit wir stark anzweifelten. Des öfteren schon, sind wir an leerstellenden Gebäuderuinen vorbei gekommen. Um so grösser war unsere, positiv ausgedrückt, Überraschung beim näher kommen, als wir bemerkten, dass wir soeben unsere Unterkunft, ein 4-Sterne Hotel zu Gesicht bekommen hatten. Wie so oft hier, täuscht manchmal der erste Eindruck. Die Fassade hinten schien russgeschwärzt, die Fenster blind und überhaupt sah alles baufällig aus. Bei der Lobby angekommne, war alles superpompös; ein riesiger Vorbau, edel in Marmor gehalten empfängt den zukünftigen Gast. Einmal durch die grosse Glasfront hindurch wird man an einer repränsentablen Rezeption aus hochwertigem Teakholz begrüsst. Gleich daneben findet sich eine grosse Lounge mit teuren Ledersofas, wertvollen Perserteppichen und einem gemütlichen mit Schiefersteinen besetzten Cheminée. Das passt schliesslich zu dem in den Bergen gelegenen Ort. Unser Zimmer selbst, welches dann in einem Nebengebäude lag, war einmal mehr riesig (2 Schlafzimmer, 2 Bäder, grosser Wohn- und Aufenthaltsbereich) aber sonst nicht besonders. Das alles ist ziemlich typisch. Auf den äusseren Schein wird sehr viel Wert gelegt, wenn man ein bisschen dahinter blickt, ist plötzlich nicht mehr so viel davon übrig. Aber wir waren ja nicht wegen des Hotelzimmers nach Cameron Highlands gefahren.

04.04.17
Am nächsten Morgen nämlich, wollten wir hinauf nach Mossy Forest. Der Weg dort rauf hat bei mir, obwohl normal weder ziemperlich noch besonder ängstlich, Zeitweilig fast zu einem Herzstillstand geführt. Die Strasse war teilweise kaum als solche zu bezeichnen. Mit vielen Rissen, Löchern und kapputen Rosten, war sie zudem so steil und schmal, dass ein Kreuzen von zwei Fahrzeugen fast niergendwo möglich war. Oben angekommen sah dann das etwa so aus.

Die Fahrzeuge der Anderen:

Unseres:

Nach dem Dschungelwalk, dessen Faszination von Flora und Fauna bis dahin in diesen Ferien unübertroffen war, gings den gleichen Weg wieder runter, wo wir dann merkten, dass Kreuzen an einigen Stellen gezwungenermassen doch möglich ist.

Mit Bremsen, welche kurz vor der Überhitzung standen, erreichten wir das Ende der Bergstrasse, wo wir dann noch eine Teeplantage besuchten.

Bei sehr angenehmen Temparaturen wanderten wir in diesen speziell angelegten Feldern herum.

Die Pflanzen sind gerade so hoch, dass man von Timon bestenfalls mal ein bisschen blonde Haare oben raus gucken sah.

Nach Tee und Kuchen, sowie der Besichtigung einer Teeproduktion verbrachten wir den Abend im Ort bei einer kleinen, anscheinend permanent aufgebauten Chilbi, deren Karusselle und so weiter extra für unsere Kinder in Betrieb genommen wurden.

05.04.17
In Penang gibt es ein Hard Rock Hotel. Und selbstverständlich mussten wir, nach einem längeren Fahrtag, dort einchecken. Etwas anderes, kam für David natürlich nicht in Frage. Gesagt getan. Die anschliessende Abkühlung in der riesigen Poollandschaft, war ein willkommener Abschluss dieses Tages.

06.04.17
Im Meer zu baden ist leider in der aktuellen Jahreszeit wegen dem gehäuften vorhanden sein von Jellyfishs, nicht empfehlenswert. So begnügten wir uns auch heute mit der Nutzung der vom Hotel zur Verfügung gestellten Infrastruktur.

Am Abend besuchten wir den Nightmarket. Bereits schon seit einigen Tagen, waren wir nicht mehr gleich konsequent im Umgang mit der Regel „cook it, peel it or leave it“. So genossen wir auch an diesem Abend frisches Obst und Fruchtsäfte von den zahlreichen Foodständen. Diesmal allerdings sollte es Timon zum Verhängnis werden (und damit wohl auch uns). In der Nacht musste er sich heftigst Übergeben und hatte mit Bauchkrämpfen zu kämpfen.

07.04.17
Glücklicherweise war am nächsten Morgen alles vorüber und Timon wieder der Alte. So schauten wir uns bei schwülem und regnerischem Wetter George Town an und bewunderten die alten Colonialhäuser wie auch das Fort und zum Schluss sah David sich noch alleine (die Kids haben bei der Hitze schlapp gemacht) die Pfahlbauten an.

Danach gings mit der Standseilbahn auf den Penang Hill, wo wir nach dem Mittagessen den durch das Wetter etwas getrübten Blick über die Insel genossen.

Zurück im Hotel machten wir Gebrauch von den hier unzählig zur freien Verfügung angebotenen Blockbuster Filmen und ruhten so vor dem erneuten Gang zum Nightmarket noch ein bisschen aus. Und selbstverständlich befolgten wir heute den viel gelobten Essensgrundsatz wieder und gönnten uns statt Obst ein Glacé aus der Kühltruhe 😊

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


8 + 5 =