San Francisco

Bevor wir nach San Francisco rein fuhren, verbrachten wir noch zwei erholsame Tage in Manteca, ca 90 Fahrminuten vor Frisco, bei herrlichem Poolwetter mit Relaxen, Baden, Waschen, Putzen (und zwar den Grossputz, also doch ganze 20 Minuten für unsere rollende Villa) und last but not least mit Essen in einem sensationell feinen mongolischen Restaurant. In der Tat konnten wir uns dort dort für etwa 30 $ (die ganze Familie, inkl. Wein, all u can eat, inkl. Apetizer & Suppe, ….) die Bäuche mit wirklich feinen, vor unseren Augen frisch zubereitetem und zur Abwechslung auch mal ziemlich gesundem Speisen füllen. Wir mussten trotz meiner anfänglichen Skepsis unbedingt gleich beide Abende dort verbringen.

So, aber ihr wollt ja sicher lesen, was wir in San Francisco erlebt haben, also genug von unsere kulinarischen Höhenflügen. Wir fuhren also bei 31° Celsius in Manteca weg und via San Mateo Bridge nach San Francisco rein. Als wir uns dem Campground näherten, fiel uns auf, dass die Leute auf der Strasse trotz sonnigem Wetter in dicke Pullis und Jacken gehüllt waren. Wir trugen wohlverstanden kurze Shorts und dünne T-Shirts. Doch tatsächlich, die Scheiben fühlten sich kalt, sehr kalt an. So hielt sich der Schock, als wir dann ausstiegen einigermassen in Grenzen. Etwas mühseliger war dann der Umstand, dass die Rezeption vom Campingplatz zu war. Ja, gut, es war Sonntag, aber wir hatten ja schliesslich eine bestätigte Reservation. Glücklicherweise konnte uns dann einer der anderen Camper sagen, auf welcher Site der Camphost zu finden ist. So konnten wir dann unseren Platz doch noch beziehen, uns warm einkleiden und los gehen Richtung Down Town. Natürlich mussten wir als erstes die Seelöwen am bekannten Pier 39 besuchen. Die Kinder staunten über diese teilweise Kolossähnlichen Kreaturen und wir beobachteten die Tiere eine Weile.

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Danach gingen wir zu Fuss zum bekannten Teilstück der Lombard Street, wo sie sich, wunderprächtig mit Blumenbeeten geschmückt und schönen Hausfassaden umrahmt, nur für PW’s befahrbar durchs Quartier schlängelt. Irgendwie ein riesen Spektakel und natürlich ein entsprechend grosser Touristenauflauf. Hier das Meer aus Blumen und Autos 🙂

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Später gings nach China Town, dessen Strassen und Gassen einem bisweilen vergessen lassen, dass man sich mitten in einer amerikanischen Grossstadt befindet.

Dannach reichte es „nur noch“ für einen kurzen Walk durch den Business Destrict (letztes Bild oben) und zurück zu unserer Bahnstation. Also irgendwie haben wir in diesem halben Tag doch schon ganz schön viel gesehen 🙂

Rechtzeitig am nächsten Morgen gings wieder los, da wir noch von Zuhause aus Tickets für die Besichtigung von Alcatraz gebucht hatten. Dementsprechend waren wir dann viel zu früh in der Stadt. So entschieden wir uns noch für eine kurze Fahrt mit dem Cable Car, was uns noch fast zum Verhängnis werden sollte.

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Erst unterwegs merkten wir, dass wir in eine völlig falsche Richtung fuhren. Egal, wir haben ja noch sooooooo viieeeeeel Zeit. Also fuhren wir bis zu Endstation (schliesslich ist es auch total faszinierend dem Operator beim Schalten und Walten mit diesen Zahnradhebeln, Bremsen und was auch immer zuzuschauen) und orientierten uns dann dort mal am Stadtplan, wo wir dann jetzt genau hin müssen. Noch 45 Minuten bleiben uns bis das Boot ablegt. Also Abmarsch. Wer schon mal in Frisco gewesen ist, weiss, dass dies bedeutet Strasse rauf, Strasse runter, rauf, runter, rauf, ……..!

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Nun gut, irgendwie lief uns die Zeit davon und wir versuchten fieberhaft ein Taxi zu kriegen. Natürlich hetzten wir dabei immer weiter in Richtung Piers. Partout wollte sich kein freies Taxi finden lassen. Und der Minutenzeiger war so was von unbarmherzig. Was würde mich das ärgern zum zweiten mal in dieser Stadt zu sein ohne Alcatraz gesehen zu haben. Tickets sind oftmals Wochen im voraus ausverkauft, wir hätten also keine Chance auf die Insel zu kommen, falls wir unsere Tour verpassen würden. Aber….wir haben es geschafft! Wir kamen zwar so spät, dass wir, komplett durchgeschwitz wie wir waren, durch einen Seitenzugang an allen Anstehenden (für das nächste Schiff) vorbei, direkt auf das Boot geleitet wurden, aber egal (oder sogar noch besser? Schliesslich ersparten wir uns so die Ansteherei…), wir waren auf dem Schiff. Und warten, bis dieses ablegt, mussten wir auch nicht. Zum Verschnaufen blieb auf der kurzen Fahrt allerdings keine Zeit. Das Panorama mit der Skyline und und der näherkommenden Insel war zu schön um ruhig sitzen zu bleiben und den Anblick zu verpassen.

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Alcatraz selbst ist wirklich eindrücklich. Zumindest für grosse Leute. Unsere Kinder fanden das Audiogerät weitaus interessanter als alles was man auf der Aussenanlage sowie im inneren des ehemaligen Gefänginstrakts sehen konnte. Und dummerweise haben wir für die Kinder auch nur eines dieser Geräte mitgenommen (und dieses funktionierte noch nicht mal), weil wir tatsächlich dachten, Nuria könnte vielleicht schon etwas verstehen. Riiiieeeeesen Fehler. Und das hätten wir doch wissen sollen, schliesslich sind wir jetzt dann schon bald 3 Jahre Eltern von zwei Geschwistern. Während also die Kinder um das spannende Gerät streitend an unseren Shirtzipfel hängten, lauschten wir, so gebannt  wir konnten den Ausführengen unserer Audiotour. Die Erläuterungen des Speakers waren auch immer mit den passenden Hintergrundgeräuschen unterlegt, so dass man sich wirklich ein bisschen vorstellen konnte, wie das bis vor etwa 53 Jahren, bevor die Anstalt wegen zu hoher Kosten geschlossen wurde, zu und her ging. Besonders die Szene als es zu einer gewaltigen Schiesserei bei einem Ausbruchsversuch kam, wurde sehr eindrücklich beschrieben und akustisch belebt. Mehrere Wärter sowie alle Insassen eines ganzen Traktes kamen dabei ums Leben. Geschickter gingen beim Ausbrechen die 3 Gefangenen vor, welche von der Gefängisinsel tatsächlich entkommen konnten. Sie gruben mit normalen Suppenlöffeln während über einem Jahr (woher man das so genau weiss ist mir allerdings schleierhaft) ein Loch in die Wand und gelangten so in den Entlüftungsschacht, und dann irgendwie aufs Dach und so weiter…. Wie im Film halt. So ganz habe ichs wohl nicht mitgekiegt. Die Kinder hingen schliesslich immer noch lärmend an meinen Hosenbeinen. Nun gut, die Gefangenen sind auf alle Fälle der Insel entkommen und gemäss offizieller Angaben bis heute nicht mehr wiedergesehen. Allerdings ist es auch gut möglich, dass sie im Meer ertrunken sind. Das Wasser in der Bucht ist eisig kalt und die Strömung sehr stark. Aber es sind ja nur etwa 1.8 km bis zum Festland. Das müsste doch zu schaffen sein, oder? Oder sie wurden doch geschnappt (was dann verschwiegen wurde, damit niemand weiss, dass es doch möglich ist von Alcatraz auszubrechen), wie sonst hätte man wissen sollen, dass die „Löffelgrabarbeiten“ ein Jahr gedauert haben? Ich langweile euch jetzt aber nicht länger mit meinen Mutmassungen und Verschwörungstheorien, hier sind die Bilder von der Insel:

Natürlich mussten wir dann später auch unbedingt noch einen dieser Doppeldecker Touribusse nehmen. Wer David gut kennt, weiss, dass dies zum Familie-Schiess-City-Trip Standardprogramm gehört. Ich hasse die Dinger ja normalerweise. Da aber diesmal nun auch mein Sohn dabei war, und mir in den Ohren lag, wann wir denn nun endlich mit dem Bus ohne Dach fahren, hatte ich keine Chance. Und die Füsse dankten es am Ende auch.

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Völlig erschöpft und voll gepackt mit den vielen kunterbunten Eindrücken aus der Stadt (bunt passt ja gut zu Frisco 😉 ) sanken wir an diesem Abend ins Bett.

Für den dritten und letzten Tag hatten wir kein spezifisches Programm mehr. Was wir sehen wollten, haben wir gesehen. So führte unser Weg am nächsten Tag erst mal in die Einkaufsmeile. Da wir uns in einer der teuersten Städte des Landes befanden (ich meine irgendwo mitbekommen zu haben es sei sogar inzwischen die Teuerste, aber das könnt ihr ja googeln….), war die Ausbeute nicht besonders gross. So zog es uns dann noch am gleichen Morgen zurück zum Pier 39 und zu den Seelöwen. Gemütlich assen wir dort zu Mittag und schlenderten noch eine Weile durch die Gassen. Natürlich durfte auch eine Runde auf dem Karussell nicht fehlen.

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San Francisco….

…..eine wirklich tolle Stadt und auf alle Fälle einen Besuch wert!

Morgen geht’s auf den Highway 1. Unsere letzte Etape auf der Camperreise. Wir freuen uns auch noch darauf und wünschen euch allen Zuhause (und natürlich auch jenen in den Ferien) eine schöne Zeit.

4 Gedanken zu „San Francisco“

  1. Hallo Ihr Reisende

    Ich liese immer gspannt Dini Reisebricht Sasi und finds wunderbar was Ihr alles so erlebed. Für d’Chind isch das sicher es super Erlebnis und ich freu mich bereits jetzt d’Nuri denn wieder zgseh und ihre zuezlose was Ihre alles so gfalle het :-).

    Und für San Francisco gits ja nur eis Lied won ich immer wieder cool finde 🙂
    https://www.youtube.com/watch?v=7I0vkKy504U

    Ganz en liebe Gruess und än riese Knuddel us dä sunnige Schwiz.
    Manu

    1. Machet mer! Mit äm Roadbärli leider nur no 2 Täg….wie unglaublich schnäll doch 7 Wuche chönd verbii gah. Aber das weiss ja niemert besser wie ihr . Bis bald

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