Valley of Fire

Nach einer kurzen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Weg. In St. Georg war wieder einmal ein Grosseinkauf angesagt. Da wir seit einigen Tagen keine Begegnung mit einem grösseren Supermarkt mehr hatten, waren wir total ausgeschossen. So füllten wir wieder einmal mehrere Einkaufwagen und ärgerten uns anschliessend darüber, dass mal wieder nicht alles in den Kühlschrank passte. Mit etwas Geschick und teils Ausweichen auf den Gefrierer gings dann aber doch. Kurz darauf erreichten wir das Valley of Fire, wo wir als erstes den Campingplatz aufsuchten, da es hier keine Möglichkeit zur Reservierung gegeben hatte. Aber es hatte noch genug freie Sites und wir konnten uns eine sehr schöne aussuchen. In der brütenden Nachmittagshitze (zum ersten mal überhaupt auf unserer Reise 🙂 ) gings dann doch erst mal zum Visitor Center und anschliessend zum Elephant Rock.

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Für mehr konnten wir uns im Moment nicht mehr aufraffen. Aber das war egal, den Kindern gefiels auf dem Campingplatz und es wurde nach Lust und Laune auf den umliegenden Felsen geklettert. Nach dem Abendessen hatten wir, und damit meine ich vor allem meinen Mann, die glorreiche Idee, nochmals ins Valley rein zu fahren, um einen ersten Trail zu laufen, und den Sonnenuntergang zu bestaunen. Tja, impossant, gigantisch und beeindruckend ist das ja schon alles. Nur dass die Sonne wegen den länger werdenden Schatten nicht mehr allzu oft zu sehen ist und die Wege nicht besonders gut gekennzeichnet, geschweige denn einfach so erkennbar sind, ist dann schon etwas weniger toll. So brachen wir nach 15 Minuten die Mission ab, da wir Gefahr zu laufen drohten uns zu verirren. Und wie die Temperaturen in der Nacht sind wollten wir lieber nicht auf diese Weise herausfinden. So erreichten wir dann doch immerhin noch knapp bei Tageslicht unseren Campingplatz und genossen den lauen Abend. Ein paar Fotos hats dann doch noch gegeben.

Und auf dem Campingplatz wurden wir herzlich begrüsst von diesem Langohr:

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27.5.2015

Wegen der Hitze, entschlossen wir uns am nächsten Morgen früh raus zu fahren um einige der Trails abzuklappern. Na ja, sooooo früh wars dann am Ende auch wieder nicht, zumindest konnten wir das Frühstück schon bei mehr als angenehmen Temparaturen draussen geniessen.

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Auf dem Weg zur Firewave waren wir dann trotzdem ganz alleine. Der Anblick einfach wieder einmal nur unbeschreiblich. Die Farbenvielfallt lässt sich auf den Fotos kaum festhalten, geschweige denn das dargebotene Panorama.

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Nach der Firewave gings wieder einmal querfeldein zum inoffiziellen aber keinesweg unbekannten Crazy Hill. Nicht unbekannt deswegen, weil uns der ansonsten eher etwas mürrische Ranger im Visitor Center netterweise den Weg auf unserer Karte einzeichnete. Danach liefen wir noch den White Dome Trail.

Anschliessend war es uns zu heiss um weiter zu wandern. Es war aber erst 11h. Und hungrig war noch niemand. Ausserdem ging die Tür zu unserem Wohnmobil nicht mehr zu. Irgendwie hatte sich der Mechanismus verklemmt und man konnte sie, wohlverstanden, nicht mehr einrasten. Erst einmal lösten wir alle Schrauben. Das brachte nichts. Dann hämmerten wir mit dem Taschenmesser dagegen (die grosse Werkzeugkiste haben wir dummerweise Zuhause gelassen). Das brachte auch nichts. Am Ende versuchten wir es noch mit viel Schwung und roher Gewalt. Und siehe da, die Tür war wieder zu. Allerdings wussten wir nicht ob der Mechanismus nun funktioniert oder nicht und da wir im Handynetzlosen Valley of Fire nicht das Risiko eingehen wollten am Ende mit offener Tür herumfahren zu müssen, wurde ab jetzt nur noch durch die Fahrerkabine ein und ausgestiegen. Aber eben, für weitere Wanderungen war es uns zu heiss. Was also machen mit dem angebrochenen Tag? Obwohl wir eigentlich zwei Tage hätten bleiben wollen, entschiedenn wir uns weiter zu fahren, da es in Vegas eine Station unserers Vermieters hat und wir hofften, den defekten Schliessmechanismus reparieren lassen zu können. So verliessen wir mit der passenden Musik von Aerosmith‘ „Amazing“ den Park um dann etwa 90 Minuten später mit dem fast ebenso passenden „Paradise City“ von Guns n’Roses nach Las Vegas rein zu fahren. Beim Fast Food Mittagsstopp versuchten wirs dann nochmals mit der Tür und siehe da, alles funktionierte wieder. So entschieden wir uns den Reparaturstopp auszulassen und gleich unseren Campingplatz anzupeilen. Aber mehr dazu dann im Vegas Bericht. Machts gut, bis bald….

29.5.2015

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